Home Assistant Automatisierungen debuggen: Wenn Automatisierungen versagen, wird es schnell ungemütlich
Wer Home Assistant intensiv nutzt, kennt diese Situationen nur zu gut: Man geht in den Flur – und das Licht bleibt aus. Oder morgens bleiben die Rollläden unten, obwohl sie seit Monaten zuverlässig funktioniert haben. Solche Fehler sind nicht nur technisch ärgerlich, sie sorgen auch im Alltag schnell für Frust. Gerade dann, wenn andere Personen im Haushalt dem Smart Home ohnehin skeptisch gegenüberstehen.
In diesem Beitrag zeige ich keinen neuen Sensor, keine neue Integration und auch keine klassische „Automatisierung des Monats“. Stattdessen geht es um eine Frage, die mir regelmäßig gestellt wird – und die ich mir selbst oft genug stellen muss:
Warum läuft meine Automatisierung nicht, obwohl eigentlich alles richtig aussieht?
Warum die Home-Assistant-Traces oft nicht ausreichen
Home Assistant bringt mit den Traces bereits ein sehr mächtiges Werkzeug zur Fehlersuche mit. Man sieht, welche Trigger ausgelöst wurden, welche Bedingungen geprüft wurden und an welcher Stelle eine Automatisierung eventuell abgebrochen ist.
In der Praxis stoße ich damit aber immer wieder an Grenzen:
Traces werden schnell unübersichtlich
Zustände werden nur punktuell angezeigt
Zusatzinformationen wie „Wann hat sich dieser Zustand zuletzt geändert?“ fehlen
Zusammenhänge zwischen mehreren Entitäten sind schwer zu erkennen
Gerade bei komplexeren Automatisierungen mit Zeitfenstern, Nachtmodi, Helligkeitswerten oder mehreren Bedingungen wird das Debugging schnell zur Fleißarbeit.
An genau dieser Stelle setze ich mit meinem eigenen Ansatz an.
Mein Ansatz: Debug-Snapshots statt Rätselraten
Statt mich ausschließlich auf Traces zu verlassen, arbeite ich mit sogenannten Debug-Snapshots. Die Idee dahinter ist simpel:
Ich speichere mir zu definierten Zeitpunkten innerhalb einer Automatisierung den Zustand relevanter Entitäten – strukturiert, nachvollziehbar und dauerhaft in einer Logdatei.
So sehe ich später ganz in Ruhe:
Welche Entitäten welchen Status hatten
Wann sich ein Zustand zuletzt geändert hat
Ob Bedingungen wirklich erfüllt waren
Wie sich Zustände vor und nach einer Aktion unterscheiden
Das Ganze ist kein Ersatz für Traces, sondern eine Ergänzung – vor allem dann, wenn man systematisch verstehen möchte, warum eine Automatisierung nicht so läuft wie gedacht.
Debug-Snapshots in der Praxis
Ich nutze dafür ein eigenes Skript, das ich an beliebigen Stellen in einer Automatisierung aufrufen kann. Typischerweise setze ich es:
direkt am Start der Automatisierung
vor kritischen Aktionen
nach der eigentlichen Aktion
Jeder Aufruf erzeugt einen Snapshot, der folgende Informationen enthalten kann:
Name der Automatisierung
aktuelle Phase (z. B. Start, Before Action, After Action)
Zeitstempel
Zustände definierter Entitäten
„Last Changed“-Informationen
So entsteht Schritt für Schritt ein klares Bild davon, was in der Automatisierung tatsächlich passiert.
Welche Entitäten sind wirklich relevant?
Ein großer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass ich selbst entscheide, was geloggt wird. Typische Kandidaten sind bei mir:
Bewegungsmelder (inkl. last_changed)
Lichtzustände
Helligkeitssensoren
Zeit- oder Datumsbedingungen
Nachtmodus (z. B. über input_boolean)
Gerade der Nachtmodus ist in der Praxis eine häufige Fehlerquelle. Ich hatte schon mehrfach Situationen, in denen eine Automatisierung „nicht funktionierte“, weil schlicht noch der Nachtmodus aktiv war. Im Debug-Log sehe ich das sofort – ohne langes Suchen.
File-Integration: Logdateien direkt in Home Assistant
Damit die Debug-Snapshots nicht irgendwo verschwinden, nutze ich die File-Integration von Home Assistant. Darüber lässt sich ein Notify-Dienst anlegen, der Text direkt in eine Datei schreibt.
Der große Vorteil:
keine externe Infrastruktur
keine zusätzlichen Tools
alles bleibt innerhalb von Home Assistant
Die Logdatei liegt im „www" -Verzeichnis und kann bequem über den File Editor oder per Browser eingesehen werden.
Debug-Log lesen und richtig interpretieren
Ein einzelner Logeintrag besteht aus mehreren Blöcken:
Metainformationen (Zeitpunkt, Phase, Name)
Zustände der Entitäten
Zusatzinformationen wie last_changed
Besonders hilfreich ist der direkte Vergleich zwischen Before Action und After Action. So sehe ich zum Beispiel:
Wurde das Licht wirklich eingeschaltet?
Hat sich der Status geändert?
Wurde eine Bedingung vielleicht doch nicht erfüllt?
Mit diesen Informationen kann ich Automatisierungen gezielt anpassen, statt nur „auf Verdacht“ Werte zu ändern.
Typische Fehlerquellen, die schnell sichtbar werden
Mit Debug-Snapshots lassen sich viele Klassiker schnell entlarven:
Nachtmodus noch aktiv
Helligkeitswert knapp über oder unter dem Grenzwert
Zeitfenster falsch gewählt
Entität war länger unverändert als erwartet
Gerade bei Helligkeitssensoren nutze ich die Logs auch, um über mehrere Tage Daten zu sammeln und Grenzwerte realistisch festzulegen.
Für wen ist dieser Ansatz sinnvoll?
Ganz klar: Das ist kein Einsteiger-Thema.
Wenn du gerade erst mit Home Assistant anfängst, brauchst du dieses Werkzeug vermutlich noch nicht. Aber es ist gut zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt.
Für fortgeschrittene Nutzer, die:
viele Automatisierungen betreiben
komplexe Bedingungen nutzen
nachvollziehbar debuggen möchten
ist dieser Ansatz extrem hilfreich.
Fazit: Debuggen mit System statt Trial-and-Error
Automatisierungen, die nicht funktionieren, gehören leider zum Smart-Home-Alltag dazu. Entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Mit Debug-Snapshots habe ich für mich einen Weg gefunden, Probleme systematisch zu analysieren, statt im Nebel zu stochern. In Kombination mit den Home-Assistant-Traces ergibt sich ein sehr mächtiges Werkzeug zur Fehlersuche.
Den kompletten Code für das Debug-Snapshot-Skript stelle ich wie immer in meinem Blog bereit.
alias: debug_snapshot
description: Debug Snapshot (JSONL, dynamisches Ziel)
fields:
name:
name: Name
description: Bezeichnung des Snapshots
selector:
text: null
phase:
name: Phase
description: Status oder Phase (z.B. Start, Error, Ende)
default: info
selector:
text: null
entities:
name: Entitäten
description: Liste der zu loggenden Entitäten
selector:
entity:
multiple: true
zusatzdaten:
name: Zusatzdaten
description: Ein Dictionary für extra Infos
default: {}
selector:
object: null
benachrichtigungsdienst:
name: Benachrichtigungsdienst
description: Welcher Dienst soll genutzt werden?
default: notify.file
selector:
text: null
sequence:
- variables:
ent_list: >-
{{ entities if entities is iterable and entities is not string else
([entities] if entities else []) }}
payload: |-
{% set ns = namespace(snapshot={}) %}
{% for e in ent_list %}
{% if states[e] is defined %}
{% set obj = states[e] %}
{% set lc = obj.last_changed.astimezone() %}
{% set ns.snapshot = dict(ns.snapshot, **{e: {
"state": states(e),
"last_changed": lc.isoformat(),
"seconds_since_change": (now() - lc).total_seconds() | int,
"attributes": obj.attributes
}}) %}
{% endif %}
{% endfor %}
{{ {
"ts": now().isoformat(),
"name": name,
"phase": (phase | default("info")),
"extra": (zusatzdaten | default({})),
"snapshot": ns.snapshot
} | tojson }}
- action: notify.send_message
target:
entity_id: "{{ benachrichtigungsdienst }}"
data:
message: "{{ payload }}"
mode: queued
max: 200
Deine Meinung ist gefragt
Mich interessiert, wie du Automatisierungen debuggt:
Arbeitest du nur mit Traces?
Nutzt du eigene Logs?
Oder ganz andere Ansätze?
Schreib mir das gerne in die Youtube Kommentare.
Und falls du Wünsche für eine kommende Automatisierung des Monats hast – lass es mich wissen.
Seit 2019 setze ich Roborock-Saugroboter zuverlässig in meinem Zuhause ein. Von älteren Modellen bis hin zu aktuellen Geräten arbeiten sie täglich für uns – und sind für unsere Familie nicht mehr wegzudenken. Gerade weil wir in jedem Stockwerk einen Roborock nutzen, ist mir eine effiziente Integration in Home Assistant besonders wichtig.
Bereits vor längerer Zeit hatte ich dazu ein Video sowie ein Skript bereitgestellt. Dieses funktionierte zuverlässig, war jedoch an ein grundlegendes Problem gebunden: Es arbeitete auf Geräte-IDs statt Entitäten. Wenn ein neuer Roboter hinzukam, musste das gesamte Skript manuell angepasst werden. Da bei uns immer wieder ein neues Modell seinen Platz findet, wurde diese Anpassung zunehmend unübersichtlich. Aus diesem Grund habe ich eine modernisierte, flexiblere Lösung entwickelt.
In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt, wie du:
Roborock korrekt in Home Assistant einbindest
die Roborock Custom Map Integration installierst
die Vacuum Map Card einrichtest
Räume sauber konfigurierst
die Karte vollständig nutzen kannst
Das Ziel ist, Roborock komfortabel und visuell ansprechend zu steuern – ganz ohne komplexe Skriptanpassungen.
Unterstützung des Kanals
Die Erstellung meiner Skripte und Videos ist mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden – von der technischen Vorbereitung und intensiven Recherche bis hin zu Tests, Aufnahmen und Nachbearbeitung. Alle Inhalte stelle ich dir dennoch vollständig kostenlos zur Verfügung.
Aktuell gibt es in den Black Weeks besonders attraktive Angebote. Ich selbst habe mir zu diesen hervorragenden Konditionen einen neuen Roborock-Saugroboter gegönnt – die Preise sind wirklich stark.
Wenn du ebenfalls über den Kauf eines Roborock nachdenkst, kannst du meinen Kanal und meine Arbeit wirkungsvoll unterstützen, indem du den Roboter über meinen Affiliate-Link bestellst. Für dich bleibt der Preis unverändert, aber ein kleiner Anteil des Kaufpreises hilft mir, weiterhin hochwertige Inhalte bereitzustellen. Wenn du vielleicht etwas anderes in den Black Wecks kaufen möchtest, kannst du mich dennoch unterstützen, wenn du meinen allgemeinen amazon Link für deinen Einkauf verwendest.
[Dual Anti-Tangle-System] Entdecke das revolutionäre doppelte Verhedderungsschutz-System des roborock Qrevo Curv mit Hauptbürste und Seitenbürste, einfach perfekt für den Umgang mit langen Haaren und für haustierfreundliche Wohnungen. Genieße eine Reinigung ohne verhedderte Haare und ähnliches, die Bürste reinigt sich fast von selbst.
[Extreme Saugkraft von 18.500 Pa] Branchenführende 18.500 Pa HyperForce Saugkraft in Kombination mit den Borsten der DuoDivide Bürste garantieren, dass der roborock Qrevo Curv auch anspruchsvolle Stellen wie Teppiche und Lücken in harten Böden gründlich reinigt und dabei selbst die kleinsten Partikel entfernt.
[FlexiArm Technologie] Die FlexiArm Arc Seitenbürste und das Kantenwischsystem, die exklusiv von Roborock angeboten werden, ermöglichen eine unvergleichliche Reinigungsabdeckung, da blinde Flecken beseitigt werden und somit kein Schmutz zurückbleibt.
[AdaptiLift Chassis] Erreiche ein höheres Niveau bei der Reinigung mit dem AdaptiLift Chassis, einer Premiere in der Branche, bei der viele verschiedene Anhebezustände dank drei unabhängig einstellbarer Räder erreicht werden können. So kann das gesamte Chassis um 10 mm angehoben werden oder nur die vordere, hintere, linke oder rechte Hälfte, damit die Anpassung an deine heimische Umgebung problemlos möglich ist.
[75 °C Heißwasser-Moppwäsche] Beseitige problemlos hartnäckige Flecken und fettige Verschmutzungen mit 75 °C heißem Wasser von deinen Mopps, gleichermaßen perfekt für Küchen und Essbereiche. Das heiße Wasser beseitigt über 99,99 % der Bakterien und gewährleistet optimale Hygiene. Mit drei einstellbaren Temperatureinstellungen bist du auf jedes Reinigungsszenario vorbereitet.
7,98cm Ultraflaches Design – Dank des autonomen StarSight Systems 2.0 der nächsten Generation ist der Saros 10R unglaublich smart und beeindruckend flach. Mit seiner hochentwickelten Positionierungs- und Kartierungsfunktiornen navigiert er mühelos unter Sofas und Betten.
Autonomes StarSight System 2.0 – Mithilfe fortschrittlicher Technologie zur Vermeidung seitlicher Hindernisse gleitet er mühelos um unregelmäßig geformte Möbel und Wände herum und reinigt sogar die Umgebung herumliegender Kabel garantiert gründlich.
Zero-Tangle-System – Ständige Wartung der Bürste ist für dich kein Thema mehr- dank des revolutionären Anti-Tangle-Systems an Hauptbürste und Seitenbürste. Das System reinigt sich selbst und kommt selbst mit langen Haaren zurecht. Dank HyperForce Saugleistung verschwinden Staub und Schmutz auf verschiedenen Arten von Böden und Teppichen, da auch die kleinsten Partikel spurlos beseitigt werden.
FlexiArm Riser Seitenbürste und Mopp – Die FlexiArm Technologie ist die Grundlage der doppelten Roboterarme für die Seitenbürste und den Mopp, damit Schmutz aus Ecken, an Kanten und unter Möbeln gekonnt aufgekehrt wird.
AdaptiLift Chassis als Branchenpremiere – Das gesamte Gehäuse kann abgenommen werden. Dabei sind die drei Räder unabhängig voneinander einstellbar. So erreicht dein Roborock auch schwer erreichbarre Stellen wie ein allrad-betriebener Geländewagen – für optimale Reinigungsabdeckung.
Roborock Core Integration installieren
Ich beginne in Home Assistant mit einer sauberen Testumgebung, sodass jeder Schritt nachvollziehbar ist. Die Core Integration lässt sich über Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen installieren. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse und des Bestätigungscodes erscheinen alle Roborock-Geräte automatisch in der Übersicht.
Damit steht das Fundament, auf dem die gesamte spätere Kartenfunktionalität aufbaut.
Custom Map Integration über HACS installieren
Die Vacuum Map Card benötigt spezielle Map-Datenstrukturen. Die normale Roborock-Integration stellt diese jedoch nicht vollständig bereit. Genau dafür dient die Roborock Custom Map Integration.
Nach dem Öffnen des Repositorys in HACS sucht man nach Roborock Custom Map Integration und drückt auf herunterladen. Anschließend ist ein Neustart von Home Assistant erforderlich. Roborock
Wichtig: Die bisherige Image-Entität des Roboters sollte deaktiviert werden. Die neue Custom-Image-Entität wird später in der Vacuum Map Card genutzt.
Vacuum Map Card installieren
Die Karte selbst wird ebenfalls über HACS installiert.
Ein Neustart ist hier nicht notwendig. Danach kann ich direkt im Dashboard eine neue Karte hinzufügen und folgende Einstellungen setzen:
Plattform: Roborock
Staubsauger: Eure Sauger Entität
Image: die neue, durch die Custom Map Integration erzeugte Map-Entität
Die Karte zeigt nun die vollständige Umgebung an und bildet die Grundlage für die spätere Raumsteuerung.
Räume korrekt einrichten
Damit die Karte weiß, welche Bereiche ausgewählt werden können, müssen die Räume in der Roborock App korrekt definiert bzw. bereinigt werden.
Über Karte bearbeiten → Erstelle Raumkonfiguration wird die Raumkonfiguration ausgelesen und im YAML Code der Karte angelegt. Im Code-Editor kann man dann die Erstellung überprüfen.
Hier zeigt Home Assistant zwar sämtliche Räume an, allerdings meist in mehrfacher Ausführung. Ich lösche alle überflüssigen Einträge und behalte nur diejenigen, die tatsächlich existieren – in meinem Fall Flur, Studio und Büro. Mir ist dabei aufgefallen, wenn man von unten nach oben geht, dann hat man an den letzten Stellen immer die korrekten Räume mit ihren IDs. D.h. ich geht wie im Beispiel Studio, Büro, Flur nach oben und löscht wie im Video gezeigt die überflüssigen Räume
Nach dem Speichern erscheinen die Räume korrekt und lassen sich über die Karte selektieren.
Erweiterte Reinigungsoptionen – ohne Skriptanpassungen
Viele Anwender starten die Reinigung direkt über die Karte und stellen die gewünschten Parameter dort ein. Das funktioniert zuverlässig. Auch Saugleistung, Modi und Wischintensitäten lassen sich dort einstellen.
Da ich selbst häufig erst sauge und anschließend wische, habe ich ein eigenes erweitertes Vorgehen entwickelt. Dieses ermöglicht es mir über ein Skript erst zu saugen und dann zu wischen und gleichzeitig alle relevanten Parameter vorzubelegen.
Die benötigten Entitäten – etwa für Mop-Modus, Wischintensität oder Ventilatorgeschwindigkeit – lassen sich zuvor über die Entwicklerwerkzeuge bestimmen. Wichtig, achtet darauf, dass wir die korrekten Attribute bei der Übergabe an das Skript übernehmt.
Dynamisches Skript für erst Saugen und dann Wischen ( nur für Roborock Saugroboter)
Damit die Reinigung komfortabel über einen einzigen Button in der Karte ausgelöst werden kann, erweitere ich die Kartenkonfiguration. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Menüpunkt wie „Saugen und Wischen“. Dieser greift auf die zuvor definierten Parameter zu und löst die Reinigungssequenz aus. Roborock
Um jetzt ein zusätzliches Skript aufzurufen, müssen wir ein paar Parameter im YAML Code ergänzen. Diese fügen wird direkt unterhalb der vorherigen Eintragungen ( bei euch demnach nach euren Räumen mit den Koordinaten ) ein.
Die Parameter fan_speed_saugen, fan_speed_wischen, mop_intensity_saugen. mop_intensity_wischen, sind nach den zuvor ausgelesenen Attributen aus den Entwicklerwerkzeugen einzusetzen. Bitte nicht einfach kopieren, denn jeder Roborock Roboter hat hier unter Umständen andere Namen in den Attributen!
Jetzt fehlen und bei de predefined_selections: nur noch die Räume. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder man kopiert sich die „predefined_selections“ aus dem vorherigen Code Abschnitt, oder aber man nutzt einen YAML-Anker. Ich nutze einen YAML-Anker, um Raumdefinitionen nicht doppelt pflegen zu müssen. Das reduziert die Fehleranfälligkeit und erleichtert spätere Anpassungen.
Dazu geht an die erste Stelle mit“ predefined_selections“ im Code.
und fügt dort folgendes nach dem Doppelpunkt ein:
&seg
Dann geht zum letzten Eintrag mit „predefined_selections“, also der Blog, den ihr zuvor eingefügt hattet.
Dort fügt nun nach dem Doppelpunkt ein :
*seg
ein.
Jetzt nur noch auf „Speichern“ drücken. Und der Abschnitt nach eurem letzten „predefined_selections“ wird automatisch mit den Eintragungen aus dem oberen Abschnitt gefüllt. Das Verfahren verringert aus meiner Sicht die Fehleranfälligkeit beim Kopieren und Einfügen.
Um euch die Möglichkeit zu geben eure YAML Konfiguration der Vacuum Map Card abzugleichen, habt ihr hier nochmal den kompletten YAML Code meiner eigenen Konfiguration. Bitte beachtet, dass ihr eure eigene Raumkonfiguration erstellen müsst, da diese in meinem Setup auf unsere Raumkonfiguration in der Roborock App abgestimmt ist!
Nach der vollständigen Einrichtung lassen sich Räume über die Vacuum Map Card einfach auswählen. Wenn ich einzelne Bereiche oder mehrere Räume zu einer kombinierten Reinigung zusammenfasse, genügt ein Klick auf den jeweiligen Button. Der Roboter fährt die Bereiche nacheinander ab und führt, je nach Einstellung, Saugen und Wischen exakt in dieser Reihenfolge aus. Roborock
Diese Lösung funktioniert zuverlässig mit allen Roborock-Modellen, die von der Core-Integration unterstützt werden.
Fazit
Durch die Kombination aus Roborock Core Integration, Roborock Custom Map Integration und Vacuum Map Card wird Home Assistant deutlich leistungsfähiger. Die Kartenansicht erleichtert die Steuerung im Alltag erheblich und bietet eine sehr klare Übersicht über alle Räume.
Während bei uns zu Hause meine Frau die puristische Ansicht bevorzugt, nutze ich gerne die Vacuum Map Card mit den erweiterten Funktionen. Beide Varianten haben ihre Vorteile – entscheidend ist, was im Alltag besser funktioniert. Den Blogbeitrag zu meiner alten Lösung findet ihr hier:
Wenn du eigene Ideen oder Optimierungen hast, freue ich mich über Rückmeldungen. Ergänzende Dateien und Konfigurationen findest du wie gewohnt auf meiner Blogseite.
Kennst du das Problem, dass Home Assistant manchmal „denkt“, du bist nicht zu Hause – obwohl du gerade gemütlich auf der Couch sitzt? Oft liegt das daran, dass ein einzelner Sensor (z. B. dein Handy im WLAN) den Ausschlag gibt. Ist der Akku leer oder das WLAN kurz aus, geht Home Assistant davon aus: niemand zu Hause!
Genau hier kommt der Bayesian Sensor ins Spiel. Er arbeitet nicht mit starrer Logik, sondern mit Wahrscheinlichkeiten. Damit wird deine Präsenzerkennung so zuverlässig wie nie zuvor.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Bayesian Sensor in Home Assistant einrichtest, konfigurierst und sinnvoll in deine Automatisierungen einbindest.
Was ist der Bayesian Sensor?
Der Bayesian Sensor (oft auch „Bayes-Sensor“ genannt) ist eine Integration in Home Assistant, die auf dem Bayes’schen Wahrscheinlichkeitsprinzip basiert. Das klingt erst mal nach Statistik, ist aber unglaublich nützlich: Der Sensor kombiniert verschiedene Zustände (z. B. WLAN-Verbindung, Tür geöffnet, Bewegung erkannt) und berechnet daraus eine Gesamtwahrscheinlichkeit, ob du zu Hause bist oder nicht.
Das Entscheidende: Du kannst jedem Sensor eine eigene Gewichtung geben. So denkt dein Smart Home nicht mehr in „Ja/Nein“, sondern in „Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand da ist?“
Beispiel:
WLAN ist verbunden → +20 %
Companion App meldet „Zuhause“ → +30 %
Haustür wurde geöffnet → +10 %
Bewegung im Flur → +15 %
➡️ Ab einer bestimmten Schwelle (z. B. 60 %) wird der Zustand auf „anwesend“ gesetzt.
Warum Wahrscheinlichkeiten besser sind als Logik
Die klassische Logik („UND“ / „ODER“) in Home Assistant ist anfällig für Störungen. Wenn du zum Beispiel folgende Bedingung nutzt:
„Nur wenn WLAN und Companion App beide ‘Home’ melden, gilt Anwesenheit als wahr“
…dann reicht ein kleiner WLAN-Aussetzer – und dein ganzes System glaubt, du bist weg. Lichter gehen aus, Heizung wird abgesenkt, und du wunderst dich, warum alles dunkel wird.
Mit dem Bayesian Sensor passiert das nicht. Er „denkt“ wie ein Mensch und gewichtet jede Information nach ihrer Verlässlichkeit.
Einrichtung des Bayesian Sensors in Home Assistant
🧭 Hinweis: Du findest die Integration unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen → Bayesian Sensor
Ich zeige dir hier die wichtigsten Schritte an einem Beispiel für die Präsenzerkennung.
Grundwahrscheinlichkeit festlegen
Zuerst definierst du, wie wahrscheinlich es generell ist, dass du zu Hause bist. Wenn du z. B. werktags 8 Stunden arbeitest, kannst du sagen:
Grundwahrscheinlichkeit : 40 % , dass ich zu Hause bin
Die Wahrscheinlichkeitsschwelle habe ich auf 60% gelegt. D.h. wenn diese Schwelle überschritten wird, gilt der Zustand „zu Hause“ .
Beobachtungen (Observations) hinzufügen
Jetzt kommen deine Sensoren ins Spiel. Jede Beobachtung bekommt zwei Werte:
prob_given_true: Wahrscheinlichkeit, dass der Sensor „an“ ist, wenn du da bist
prob_given_false: Wahrscheinlichkeit, dass der Sensor „an“ ist, obwohl du nicht da bist
Hier ein Beispiel für die Companion App:
🧩 Damit sagst du: Wenn mein iPhone auf „home“ steht, bin ich mit 95 %iger Sicherheit zu Hause.
WLAN-Sensor hinzufügen
WLAN-Verbindungen sind nützlich, aber nicht immer zuverlässig (z. B. bei iPhones im Sleep-Modus). Ich nutze in meinem Setup Unifi, du kannst aber genauso gut die FritzBox-Integration oder einen Ping-Sensor verwenden.
Beispiel-Template (mit 10-Minuten-Check):
{% set wlan = states('device_tracker.unifi_default_54_eb_e9_bd_03_13') %}
{% set last_upd = as_timestamp(states.device_tracker.unifi_default_54_eb_e9_bd_03_13.last_updated, 0) %}
{% set age = as_timestamp(now()) - (last_upd or 0) %}
{{ wlan == 'home' or (age < 10) }}
Türkontakt als zusätzlicher Indikator
Wenn du nach Hause kommst, öffnest du normalerweise eine Tür. Das kannst du clever nutzen, um die Wahrscheinlichkeit weiter zu erhöhen:
Dadurch berücksichtigt der Sensor Türaktivität nur in den letzten zwei Minuten – perfekt für das Szenario „Nach Hause kommen“.
Live-Test & Feinabstimmung
Nachdem du alles eingerichtet hast, kannst du den Zustand in den Entwicklerwerkzeugen prüfen. Die Entität zeigt dir:
Wenn du z. B. dein WLAN deaktivierst, sinkt der Wert leicht – bleibt aber über 0.6, solange andere Sensoren „Zuhause“ melden.
So erreichst du endlich ein stabiles Verhalten, auch bei kleinen Aussetzern.
Erweiterte Anwendungen
Der Bayesian Sensor kann weit mehr als nur Präsenzerkennung. Ein paar Ideen, wie du ihn nutzen kannst:
Nachtmodus aktivieren, wenn:
keine Bewegung mehr erkannt wird
alle Media Player aus sind
bestimmte Lichter aus sind
„Nicht zu Hause“-Modus, wenn:
niemand mehr aktiv ist
Tür längere Zeit geschlossen bleibt
Bewegungsmelder inaktiv sind
Dadurch erhältst du fließende Zustände, die viel realistischer wirken als reine Logik.
Kombination mit Automatisierungen
Du kannst den Bayesian Sensor wie jeden anderen Binärsensor in Automationen nutzen:
alias: Licht ausschalten bei Abwesenheit
trigger:
- platform: state
entity_id: binary_sensor.tobias_zuhauses_bayes
to: 'off'
action:
- service: light.turn_off
target:
area_id: wohnzimmer
Tipps für dein Setup
✅ Starte mit 2–3 Beobachtungen und erweitere schrittweise ✅ Teste Änderungen über die Entwicklerwerkzeuge ✅ Achte auf realistische Gewichtungen (WLAN nie zu hoch gewichten) ✅ Nutze Templates, um zeitbasierte Bedingungen (z. B. „letzte 10 Minuten“) einzubauen ✅ Lies die Wahrscheinlichkeiten aus und beobachte den Verlauf über ein paar Tage
Fazit – Warum der Bayesian Sensor so stark ist
Der Bayesian Sensor ist für mich einer der unterschätztesten, aber mächtigsten Sensoren in Home Assistant. Er ermöglicht eine flexible, menschlich anmutende Logik – ohne komplizierte Node-RED-Flows oder YAML-Monster.
Ich verwende ihn mittlerweile für:
Präsenzerkennung
Nachtmodus
Energiesteuerung (z. B. „Wahrscheinlichkeit, dass jemand gleich heimkommt“)
und Szenarien mit mehreren Personen
👉 Probiere es aus – du wirst schnell merken, wie stabil deine Automatisierungen werden.
Schreib mir gerne in die Kommentare, wofür du den Bayesian Sensor nutzt oder welche Kombinationen bei dir besonders gut funktionieren.
Es war wieder Zeit für die Automatisierung des Monats – und diesmal wollte ich bewusst etwas Einfaches zeigen. Etwas, das wirklich jeder in Home Assistant umsetzen kann, ohne sich durch komplexe YAML-Strukturen oder unübersichtliche Gruppen zu kämpfen.
Ich nenne es die „Nachtmodus-mit-Labels-Methode“. Sie hilft, dein Smart Home strukturiert, flexibel und wartungsarm zu gestalten. Und das Beste: Du kannst sie in wenigen Minuten umsetzen.
🏠 Was soll der Nachtmodus eigentlich tun?
Der typische Nachtmodus schaltet im Smart Home:
alle Lichter aus,
fährt die Rollos herunter,
regelt die Heizung runter
und deaktiviert unnötige Geräte.
Doch wie immer steckt der Teufel im Detail: Nicht jedes Gerät soll sich ausschalten. Mein Server zum Beispiel hängt an einem Smart Plug – wenn der ausginge, wäre es schnell vorbei mit Home Assistant. 😅
Früher habe ich das über Gruppen geregelt. Aber Gruppen müssen ständig gepflegt und aktualisiert werden, sobald neue Geräte hinzukommen oder sich Namen ändern. Und das ist genau der Punkt, wo Labels die perfekte Lösung sind.
🏷️ Labels – der Gamechanger für Automatisierungen
Labels sind in Home Assistant ein oft übersehenes, aber mächtiges Feature. Du findest sie unter Einstellungen → Bereiche, Labels & Zonen → Labels
Hier kannst du jedem Gerät oder jeder Entität ein oder mehrere Labels zuweisen – und später in Automatisierungen darauf zugreifen.
Ich habe mir also ein Label mit dem Namen „Nachtmodus“ angelegt, mit Symbol 🌙 und einer passenden Farbe. Anschließend weise ich dieses Label einfach allen Geräten zu, die beim Aktivieren des Nachtmodus reagieren sollen:
Lampen
Wandlampe im Büro
Rollos im Schlafzimmer
Thermostat im Büro
Fertig – kein manuelles Gruppieren mehr nötig. Ihr verseht nun alle Geräte, die ihr in der Nacht in irgendeiner Art im Zustand verändern wollt mit diesem Label.
💡 Geräte mit Labels verbinden
Damit du den Überblick behältst, kannst du Labels direkt über das Zahnrad-Symbol im Geräte-Menü vergeben. Ich gehe dabei Schritt für Schritt vor:
Schalter oder Steckdose → ebenfalls Label hinzufügen
Thermostat → Label „Nachtmodus“ zuweisen
Optional: Abdeckung (Rollo) → Label ergänzen
Ihr könnt auch weitere Geräte, wie ein Türschloss, Mediaplayer etc.. hinzufügen.
Damit ist die Vorarbeit abgeschlossen – jetzt kann die Automatisierung kommen.
⚙️ Die Automatisierung für den Nachtmodus erstellen
Gehe zu Einstellungen → Automatisierungen & Szenen → Neue Automatisierung erstellen.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Ich baue eine Automatisierung, die nicht auf feste Entitäten zugreift, sondern nur auf Labels. Dadurch bleibt sie dynamisch.
Schritt 1: Auslöser definieren
Der Auslöser kann frei gewählt werden:
ein Schalter am Bett,
ein Zigbee-Button,
ein Dashboard-Taster,
oder eine Sprachsteuerung über Alexa.
Ich verwende meist einen einfachen Schalter und nenne den Auslöser „Nachtmodus aktivieren“.
Schritt 2: Aktionen festlegen
Jetzt werden alle Aktionen hinzugefügt, die über das Label gesteuert werden:
service: light.turn_off
target:
label: Nachtmodus
Dasselbe Prinzip gilt auch für andere Gerätetypen:
Dadurch schaltet Home Assistant alle Geräte mit dem Label „Nachtmodus“ automatisch aus oder regelt sie herunter. Wenn du später neue Geräte hinzufügst, musst du nur das Label vergeben – keine Änderungen an der Automatisierung nötig!
🔍 Testen und Feinschliff
Ich empfehle, den Nachtmodus zunächst manuell über die drei Punkte in der Automatisierung auszuführen, um zu prüfen, ob alle Geräte reagieren. Bei mir gingen sofort alle Lichter aus, die Heizung wurde heruntergeregelt – perfekt.
Zur Kontrolle kannst du in den Entitäten nach „Nachtmodus“ filtern. Dort siehst du alle zugehörigen Geräte und deren aktuellen Status.
📈 Warum Labels so viel besser sind als Gruppen
Hier die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
✅ Weniger Pflegeaufwand – keine Gruppen mehr anpassen ✅ Mehr Flexibilität – ein Gerät kann mehreren Labels angehören (z. B. Nachtmodus, Urlaub, Energiesparen) ✅ Bessere Übersicht – klare Struktur im Gerätemanagement ✅ Automatisierungen bleiben unverändert – selbst bei vielen Änderungen im System
Ich nutze Labels inzwischen nicht nur für den Nachtmodus, sondern auch für:
Urlaubsmodus
Energiesparmodus
Szenensteuerungen
Zeitgesteuerte Aktionen
🌅 Und am nächsten Morgen?
Natürlich lässt sich die gleiche Logik auch für den Morgenmodus anwenden. Einfach ein zweites Label anlegen, z. B. „Morgenmodus“, und damit die gewünschten Aktionen starten:
Lichter im Flur an
Rollos hoch
Heizung auf Komforttemperatur
So baust du dir Schritt für Schritt ein modulares Smart Home-System, das leicht zu pflegen ist und immer nachvollziehbar bleibt.
💬 Fazit – Einfach, klar und wirkungsvoll
Mit dem Home Assistant Nachtmodus über Labels erreichst du maximale Kontrolle bei minimalem Aufwand. Du kannst neue Geräte in Sekunden integrieren, behältst die Übersicht und brauchst keine YAML-Monster oder endlosen Gruppenlisten mehr.
Für erfahrene Nutzer ist es ein effizienter Weg, bestehende Strukturen zu optimieren. Für Einsteiger ist es die perfekte Methode, Automatisierungen endlich zu verstehen – intuitiv, visuell und sauber aufgebaut.
Home Assistant Erfahrungen: Warum ich trotz aller Kritik dabei bleibe
Meine Home Assistant Erfahrungen zeigen: Das System ist nicht perfekt – doch ich bleibe trotzdem dabei. Warum? Genau das erkläre ich in diesem Beitrag.
Home Assistant – nicht perfekt, aber wertvoll
Ja, es stimmt: YAML kann anstrengend sein, die Benutzeroberfläche wirkt manchmal chaotisch, und Updates sorgen gelegentlich für mehr Frust als Fortschritt. Und dennoch bleibt Home Assistant mein System der Wahl. Warum? Weil es mehr ist als nur ein Smart-Home-Tool – es ist ein System, das mit mir wächst und das mir auf lange Sicht viele Möglichkeiten eröffnet.
5 Home Assistant Erfahrungen, die mich überzeugt haben
1. Vollständige Kontrolle ohne Cloud-Zwang
Ich bestimme, was passiert. Home Assistant lässt sich komplett lokal betreiben – ohne Abhängigkeit von Cloud-Diensten. Das bedeutet: Auch ohne Internet läuft mein Zuhause stabil weiter. Diese Unabhängigkeit ist besonders wichtig im Hinblick auf Datenschutz und Systemsicherheit. Ich weiß, dass meine Daten auf meinen eigenen Servern bleiben – und das beruhigt ungemein.
2. Gerätevielfalt unter einem Dach
Egal ob Zigbee, WLAN, Bluetooth oder Cloud-Anbindungen wie Home Connect – Home Assistant bringt alles zusammen. Ich nutze Geräte von verschiedensten Herstellern: Fernseher von Samsung, eine Spülmaschine von Siemens, eine Waschmaschine von LG und viele weitere Komponenten. Durch Home Assistant bekomme ich alles unter eine Oberfläche – ein echter Mehrwert im Alltag.
3. Echte Automatisierung mit echtem Nutzen
Mit Home Assistant automatisiere ich nicht nur aus Spaß an der Technik, sondern weil es meinen Alltag erleichtert. Beispiele? PV-Überschussladen mit EVCC, ein Awtrix-Display mit Müllkalender und Timer für den Geschirrspüler oder intelligente Benachrichtigungen. Solche Lösungen sparen mir Zeit, Geld und manchmal auch Nerven.
4. Eine starke Community
Home Assistant lebt von seiner Community. In Foren, auf YouTube oder in Discord-Servern findet man schnell Hilfe, Austausch und neue Ideen. Ich selbst bin durch die Community gewachsen, habe Dinge gelernt und weiterentwickelt. Dieser Zusammenhalt ist ein großer Pluspunkt, den ich nicht mehr missen möchte.
5. Es ist mein System – exakt so, wie ich es brauche
Mein Dashboard sieht heute ganz anders aus als noch vor einem Jahr – weil ich es mir so gestalten kann, wie ich es brauche. Ob einfache Steuerung für die Familie, komplexe Automatisierungen oder benutzerfreundliche Oberflächen – Home Assistant erlaubt mir die komplette Freiheit.
Was passiert, wenn ich mal ausfalle?
Eine häufige und absolut berechtigte Frage aus der Community. Was, wenn ich als zentrale Person für das Smart Home plötzlich ausfalle? Deshalb achte ich darauf, einfache Dashboards für die Familie bereitzustellen, Automatisierungen zu dokumentieren und regelmäßige Backups durchzuführen – z. B. über die Nabucasa Cloud. So bleibt das System auch im Notfall benutzbar und nachvollziehbar.
Updates – aber mit Bedacht
Updates können riskant sein, vor allem direkt nach Veröffentlichung. Ich warte in der Regel bis zum Monatsende mit dem Update und habe mir dafür eine Benachrichtigung eingerichtet. Das erspart mir viele Probleme und lässt anderen den Vortritt, neue Bugs zu entdecken.
Fazit – Home Assistant ist nicht perfekt. Aber es ist einzigartig.
Trotz aller Kritik bleibe ich bei Home Assistant. Die Möglichkeiten sind enorm, die Anpassbarkeit ist groß und der Community-Support ist herausragend. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, wird mit einem System belohnt, das individuell, zuverlässig und leistungsfähig ist – und das ohne Lizenzkosten.
Wie siehst du das?
Was sind deine Gründe, bei Home Assistant zu bleiben – oder vielleicht auch zu wechseln? Schreib mir gerne einen Kommentar oder diskutiere mit in der Community. Ich bin gespannt auf deine Sichtweise!
Ein Blick zurück – Meine Anfänge mit Home Assistant
Als ich mit Home Assistant begonnen habe, war ich begeistert, als ich das erste Mal Sensordaten auslesen konnte. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich zum ersten Mal einen einfachen Temperatursensor in meinem Dashboard angezeigt bekam. Das klingt rückblickend banal – aber es war der erste Schritt in eine neue Welt. Eine Welt voller Möglichkeiten, in der ich Stück für Stück gewachsen bin, zusammen mit den Herausforderungen, die dieses System mit sich bringt.
Wachstum durch Herausforderungen
Home Assistant ist nicht nur ein System, es ist ein Prozess. Ich habe erlebt, wie aus einfachen Automatisierungen wie dem Ein- und Ausschalten von Licht komplexe Abläufe wurden: PV-Überschussmanagement, Speicherlogik, Awtrix-Anzeigen mit Live-Daten und vieles mehr. Mit jedem neuen Anwendungsfall wurde ich sicherer, kreativer und effizienter. Das System hat mir die Möglichkeit gegeben, auf reale Anforderungen in meinem Alltag zu reagieren – und das mit einem hohen Maß an Individualisierung.
Familienfreundlich – oder nur was für Nerds?
Ein Kritikpunkt, der häufig auftaucht – und den ich auch verstehe – betrifft die Nutzbarkeit im Familienkontext. Was passiert, wenn die eine Person ausfällt, die alles eingerichtet hat? Genau hier setze ich an: mit Dokumentation, vereinfachten Dashboards, klar benannten Automationen und einem abgestuften Systemverständnis. Meine Frau soll nicht YAML-Dateien durchforsten, sondern einfach das Licht einschalten können, wenn der Bewegungsmelder mal streikt. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig – für jedes ernst gemeinte Smart Home Setup.
Community – das vielleicht größte Feature
Neben allen technischen Vorzügen darf man eines nicht vergessen: Die Home Assistant Community ist unglaublich aktiv und hilfsbereit. Egal ob in Foren, auf Discord, YouTube oder Reddit – die Geschwindigkeit, mit der Fragen beantwortet und Probleme gelöst werden, ist beeindruckend. Ich selbst habe unzählige Impulse aus der Community bekommen, bin mit Entwicklern ins Gespräch gekommen und habe sogar Funktionen mitgestaltet. Diese Dynamik findet man so in kaum einem anderen Smart Home System.
Mein Setup heute – und wie es sich verändert hat
Wenn ich mein heutiges Home Assistant Setup mit dem von vor Jahren vergleiche, liegen Welten dazwischen. Was als Spielerei mit ein paar Sensoren begann, ist heute eine zentrale Steuerungsinstanz meines Hauses. Es gibt Automationen für Energieoptimierung, Sicherheitsfunktionen, Erinnerungen an Mülltage, Statusanzeigen, anwesenheitsbasierte Aktionen und vieles mehr. Und das Beste daran: Alles genau so, wie ich es brauche – nicht wie ein Hersteller es mir vorgibt.
Wohin geht die Reise?
Ich glaube nicht, dass Home Assistant je ‚fertig‘ ist – und das ist auch gut so. Neue Geräte, neue Anforderungen und neue Ideen aus der Community sorgen ständig für Weiterentwicklung. Ob neue Dashboard-Konzepte, Integrationen wie Matter oder clevere Visualisierungen mit Grafana – ich freue mich auf alles, was kommt. Und ich bleibe dabei – weil ich weiß, dass ich ein System nutze, das sich meinen Bedürfnissen anpasst. Nicht umgekehrt.