Ein smarter Gasleser Home Assistant ist für viele Smart-Home-Nutzer der nächste logische Schritt, um den eigenen Gasverbrauch transparent zu erfassen und im Energie-Dashboard auszuwerten.
Ich habe in den letzten Monaten genau so einen smarten Gasleser für Home Assistant im Alltag getestet – als Ersatz für meine bisherige DIY-Lösung mit ESP und improvisierter Befestigung.
In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen aus dem Langzeittest und zeige, warum ich mich bewusst für eine fertige Lösung entschieden habe. Die komplette Einrichtung und alle Details findet ihr im Video.
Wie viele in der Home-Assistant-Community habe auch ich meinen Gaszähler zunächst selbst ausgelesen – mit ESP-Hardware, Sensor und einer provisorischen Halterung.
Das funktionierte grundsätzlich, hatte aber zwei große Nachteile: Die Befestigung war nicht wirklich dauerhaft stabil und kleinere Probleme führten immer wieder zu Nachjustierungen. Mit der Zeit blieb das Projekt liegen, weil andere Smart-Home-Themen wichtiger wurden.
Der smarte Gasleser von Nineti sollte genau dieses Problem lösen: eine kompakte, saubere Lösung ohne Bastelaufwand, aber trotzdem vollständig integrierbar in Home Assistant.
Durchdachtes Montagesystem statt Klebeband
Ein Punkt, der mir direkt positiv aufgefallen ist, ist das Adapter-Konzept. Beim Bestellen wählt man einfach den eigenen Gaszähler-Typ aus und bekommt direkt eine passende Halterung mitgeliefert.
Die Montage ist schnell erledigt, rückbaubar und ohne Bohren oder Kleben möglich. Gerade im Keller oder Hausanschlussraum ist das ein großer Vorteil.
Stromversorgung und WLAN als Voraussetzung
Der Gasleser wird per USB-C mit Strom versorgt und kommuniziert über WLAN. Eine Steckdose in der Nähe sowie eine stabile WLAN-Verbindung sind daher notwendig.
Für den dauerhaften Betrieb ist eine Powerbank aus meiner Sicht keine sinnvolle Alternative.
Schnelle Einrichtung per App
Die Ersteinrichtung erfolgt über die zugehörige App. Nach der Registrierung wird der Gasleser ins WLAN eingebunden, der aktuelle Zählerstand eingetragen und der Impulswert des Gaszählers festgelegt.
Das Ganze ist in wenigen Minuten erledigt und der Verbrauch wird direkt erfasst.
Integration in Home Assistant über MQTT
Für Home-Assistant-Nutzer besonders interessant ist die lokale Einbindung per MQTT. Der Gasleser sendet seine Daten direkt an den MQTT-Broker und erscheint automatisch als Gerät in Home Assistant.
Auch die Einbindung in das Energie-Dashboard funktioniert problemlos.
Betrieb komplett ohne Cloud
Ein wichtiges Feature ist die Möglichkeit, die Cloud-Anbindung vollständig zu deaktivieren. Über das lokale Webinterface lässt sich der Gasleser auf reinen Lokalbetrieb umstellen.
Alle Daten bleiben damit im eigenen Netzwerk. Gerade für Nutzer, die Wert auf Datenschutz und Kontrolle legen, ist das ein großer Pluspunkt.
Wie das genau funktioniert, zeige ich ausführlich im Video.
Erfahrungen aus dem Langzeittest
Nach mehreren Monaten im Einsatz zeigt sich der Gasleser als zuverlässig und stabil. Die Erfassung funktioniert konstant, die Montage sitzt sicher und die Integration in Home Assistant läuft ohne Probleme.
Positiv hervorzuheben ist auch der Support des Herstellers. Kleinere Themen wurden schnell aufgegriffen und per Updates verbessert.
Was man beachten sollte
Nicht jeder Keller oder Technikraum bietet perfekte Voraussetzungen. Wichtig sind eine erreichbare Steckdose und ausreichend WLAN-Empfang. Fehlt eines von beidem, ist diese Lösung eher ungeeignet.
DIY oder fertige Lösung
Ich bin grundsätzlich ein Freund von Eigenbauprojekten. In diesem Fall überwiegen für mich aber klar die Vorteile der fertigen Lösung: weniger Wartung, saubere Montage, Support und die Möglichkeit zum reinen Lokalbetrieb.
Auch wenn die Kosten höher sind als bei einer DIY-Variante, erhält man ein rundes Gesamtpaket.
Weitere Infos und Rabattcode
Der Hersteller stellt aktuell auch einen Rabattcode zur Verfügung*.
In meinem Video zeige ich die komplette Montage, die App-Einrichtung, das MQTT-Setup, die Integration ins Energie-Dashboard sowie den Betrieb ohne Cloud.
In meiner HomeLab-Reihe wollte ich unbedingt ausprobieren, wie sich ein Ugreen NAS mit TrueNAS in der Praxis schlägt. Ich habe ja bereits gezeigt, wie man Proxmox auf dem Ugreen NAS installiert und welche Möglichkeiten sich damit ergeben. Doch die meisten, die ein solches System aufbauen, wünschen sich auch klassische NAS-Funktionen: Datenspeicher, SMB-Freigaben, Backups und ein stabiles Dateisystem.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich TrueNAS als virtuelle Maschine unter Proxmox eingerichtet habe, welche Fallstricke es gab – und warum ich mich am Ende gegen TrueNAS in meinem HomeLab entschieden habe.
Warum überhaupt TrueNAS?
Ich bin ein großer Fan modularer Systeme. Proxmox läuft auf meinem Ugreen DXP4800 Plus bereits als Hypervisor, und damit lassen sich wunderbar virtuelle Maschinen oder Container verwalten. Aber ein Hypervisor allein ersetzt kein NAS. Deshalb lag es nahe, ein TrueNAS-System zu virtualisieren, um so die Vorteile beider Welten zu kombinieren: Virtualisierung, Datensicherheit, ZFS-Pool, Freigaben – alles in einem Gerät.
Das Ganze ist kein Sponsored-Post. Ugreen hat mir zwar die Geräte (DXP4800 Plus und DXP8800 Plus) kostenlos zur Verfügung gestellt, aber die Entscheidung, wie ich sie einsetze und bewerte, liegt komplett bei mir.
Transparenz
Die in diesem Blogbeitrag vorgestellten Links sind Affiliate Links. D.h. , wenn ihr über diesen Link ein Produkt erwerbt, dann erhalte ich eine kleine Provision, ihr zahlt aber nicht mehr. Ihr unterstützt damit meine Arbeit. Herzlichen Dank dafür.
Ein Login ist nicht nötig – einfach „No thank you, I have already signed up“ wählen und die neueste Stable-Version herunterladen. Ich habe das Image anschließend in meinen Download-Ordner gelegt, um es danach in Proxmox hochzuladen.
Proxmox-Grundlage auf dem Ugreen NAS
In meinem vorherigen Beitrag habe ich bereits erklärt, wie du Proxmox auf dem Ugreen NAS installierst. Falls du das noch nicht gesehen hast, findest du den Artikel hier: 👉 Proxmox auf Ugreen NAS installieren
Für dieses Setup verwende ich diesmal mein DXP4800 Plus.
Das größere 8800-Modell läuft bei mir bereits produktiv – und genau dort habe ich eine andere Lösung im Einsatz, über die ich später noch sprechen werde.
Lieferumfang: 1 x Samsung 990 PRO NVMe M.2 SSD, Speicherkapazität: 2 TB
Darauf läuft ein ZFS-RAIDZ1-Pool, um Redundanz zu haben. Das ist zwar kein Muss, aber für mich aus Sicherheitsgründen einfach sinnvoll.
TrueNAS-Image in Proxmox hochladen
Ich lade also das zuvor heruntergeladene TrueNAS-Image in Proxmox hoch. Das geht erstaunlich schnell – und schon liegt das ISO im lokalen Storage bereit.
Kleiner Tipp: Wenn du später ähnliche Projekte machst, lohnt sich eine eigene ISO-Library in Proxmox, damit du deine Images zentral verwalten kannst.
Virtuelle Maschine anlegen
Jetzt wird’s spannend: In Proxmox lege ich eine neue virtuelle Maschine an.
Name: TrueNAS
OS: das hochgeladene ISO-Image auswählen
System: Typ Q35
Bios: Default (SeaBIOS)
Disk: 64 GB (Writeback aktiviert, wenn NVMe-Storage)
CPU: 2 Cores
RAM: 8 GB
Netzwerk: Standard (virtio)
Damit ist die Grundkonfiguration fertig. Bevor ich starte, habe ich noch einen wichtigen Schritt gemacht: Ich habe den SATA-Controller des Ugreen NAS per PCI-Passthrough an die VM durchgereicht. Nur so kann TrueNAS später die physischen Festplatten erkennen – inklusive SMART-Werte.
Controller-Passthrough & Festplatten
Beim DXP4800 Plus funktioniert das problemlos. Beim DXP8800 Plus gibt es zwei Controller, aber nur der erste lässt sich durchreichen. Für mein Setup war das kein Problem, da ich ohnehin nur vier Platten brauchte und die anderen Platten für andere Anwendungen im Konzept gedacht sind.
Damit TrueNAS auch später nested Virtualisierung oder Apps sauber ausführen kann, wähle ich bei der CPU den Typ „host“ – das ermöglicht maximale Kompatibilität.
Danach starte ich die VM – und der Installer begrüßt mich mit dem bekannten Menü.
TrueNAS Installation
Ich wähle „Install/Upgrade“, nehme die zuvor angelegte virtuelle Disk (64 GB) als Ziel und vergebe ein Passwort. Wichtig: Der Login-User heißt seit einiger Zeit truenas_admin (nicht mehr root).
Nach kurzer Installationszeit startet das System neu und zeigt mir eine IP-Adresse – in meinem Fall 192.168.100.152. Diese rufe ich im Browser auf, logge mich ein und bin direkt auf der Weboberfläche.
Fehler & Korrektur – Controller nachreichen
Beim ersten Start sehe ich allerdings keine Festplatten. Grund: Ich hatte vergessen, den Controller tatsächlich zuzuweisen. Also VM ausschalten, in die Hardware-Sektion gehen und folgendes hinzufügen:
Add → PCI Device → Raw Device → ASMedia Serial ATA AHCI Controller → All Functions aktivieren → Add
Nach dem Neustart sind alle Platten sichtbar – inklusive Seriennummern und SMART-Funktionen.
ZFS-Pool anlegen
Jetzt geht es an das Herzstück: den ZFS-Pool. Ich erstelle einen neuen Pool mit dem Namen zfspool und wähle RAIDZ1 als Layout. Das bietet mir Datensicherheit, weil eine Platte ausfallen darf, ohne dass Daten verloren gehen.
Zur Erklärung: Bei vier 8-TB-Platten ergibt sich netto etwa 24 TB nutzbarer Speicher – eine Platte dient der Ausfallsicherheit.
Ich verzichte in meinem Fall auf zusätzliche Cache- oder Log-Drives, da mein Fokus auf Datensicherheit, nicht auf Performance liegt. Außerdem brauche ich die NVMEs in meinem Proxmox Setup noch für weitere virtuelle Maschinen 🙂
SMB-Freigaben & Benutzer
Anschließend lege ich einen neuen Benutzer an (home) und vergebe ein Passwort. Unter Datasets wähle ich meinen Pool aus und erstelle ein Dataset namens Backup. Als Preset wähle ich SMB, damit automatisch der passende Dienst aktiviert wird.
Nach dem Speichern fragt mich TrueNAS, ob der SMB-Service gestartet werden soll – natürlich bestätige ich das. Im nächsten Schritt weise ich meinem Benutzer die entsprechenden Berechtigungen zu:
Edit → Add Item → User auswählen → Apply permissions recursively → Save Access Control List
Danach kann ich auf meinem Windows-Rechner einfach \\192.168.100.152 eingeben, mich mit home anmelden – und sehe sofort meine Freigabe.
Beim Testkopieren erreiche ich die volle Gigabit-Geschwindigkeit, also rund 110 MB/s.
Performance & Stabilität
Die Performance ist beeindruckend. Selbst bei gleichzeitigen Zugriffen reagiert das System stabil und flüssig. ZFS ist bekannt für seine Datensicherheit und Integrität, und das merkt man hier deutlich.
Aber: Jede Medaille hat zwei Seiten. Denn ZFS hat einen hohen RAM-Bedarf und sorgt dafür, dass alle Platten aktiv bleiben, sobald auf den Pool zugegriffen wird.
Energieverbrauch – mein ehrliches Fazit
Ich habe das System mit meinem Home Assistant gemessen: Das Setup verbraucht rund 48 Watt im Idle-Betrieb.
Das liegt daran, dass bei einem ZFS-Pool alle Festplatten ständig aktiv sind. Selbst wenn nur auf eine Datei zugegriffen wird, laufen alle vier HDDs mit. Rechnet man das hoch, sind das schnell 20–30 W Mehrverbrauch gegenüber einem Setup mit Spindown aller Platten. Und gerade bei einem Datengrab braucht man nicht 24/7 Zugriff und die Platten könnten eigentlich in den Spindown gehen.
In meinem HomeLab möchte ich aber effizient arbeiten. Darum habe ich mich entschieden, künftig auf eine andere Lösung zu setzen: Unraid. Auch hier würde sich eine ZFS Infrastruktur umsetzen lassen, aber mit den gleichen Thema der Energieeffizienz. Unraid bietet aber auch die Möglichkeit ein Array anzulegen. Das hat zwar keine native ZFS-Struktur, erlaubt aber ebenfalls Datensicherheit über eine Paritätsplatte – und lässt ungenutzte Laufwerke schlafen.
Über meinen Wechsel zu Unraid erzähle ich ausführlich im nächsten Teil der Serie. Wenn dich das interessiert, abonniere meinen Kanal auf youtube und verfolge meine Blog Beiträge.
Fazit: TrueNAS auf dem Ugreen NAS – stark, aber nicht für jeden
Mein Test hat gezeigt: Ein Ugreen NAS mit TrueNAS unter Proxmox ist absolut machbar – und technisch spannend. Die Einrichtung ist klar, das System stabil und durch ZFS sehr sicher.
Aber für meinen Einsatzzweck im HomeLab war es nicht die perfekte Lösung. Der Energieverbrauch ist mir einfach zu hoch, und die permanente Aktivität aller Platten passt nicht zu meinem Konzept eines stromsparenden Setups.
Für alle, die ein reines Daten-NAS mit Fokus auf Stabilität und Redundanz suchen, ist TrueNAS eine hervorragende Wahl. Wer dagegen Energieeffizienz und Flexibilität im Vordergrund hat, wird mit Unraid oder sogar Proxmox-LXC-Storage-Containern glücklicher.
Ich persönlich bleibe bei meinem Proxmox-Host, kombiniere aber künftig virtuelle Maschinen, Container und ein stromsparendes Storage-System.
Wenn du gerade ein Ugreen NAS besitzt oder planst, dir eins zuzulegen, dann ist TrueNAS auf jeden Fall einen Blick wert. Die Einrichtung macht Spaß, du lernst viel über Storage-Konzepte, und du kannst alles flexibel virtualisieren.
Aber wie so oft gilt: Die perfekte Lösung hängt vom eigenen Ziel ab. Ich wollte mein HomeLab möglichst effizient gestalten – und TrueNAS hat mir gezeigt, wo die Grenzen liegen.
Falls du Fragen hast, schreib’s gerne in die Kommentare bei Youtube oder schau auf meinem YouTube-Kanal vorbei – dort findest du das komplette Video mit allen Details.
Ugreen hat mit den NAS-Systemen DXP4800 Plus, DXP6800 Plus, DXP8800 Plus und weiteren Varianten richtig starke Geräte auf den Markt gebracht. Was die Hardware angeht, bekommt man für den Preis wirklich viel Leistung. Beim Ugreen OS selbst war ich allerdings für mein Anforderungsprofil nicht ganz glücklich – zu eingeschränkt, zu wenig flexibel. Das trifft aber bei mir auf alle NAS Systeme zu… Also habe ich mir gedacht: Das muss besser gehen.
In diesem Beitrag zeige ich dir daher, wie ich das Ugreen OS sichere, Proxmox auf dem NAS installiere und daraus ein durchdachtes HomeLab-Konzept aufbaue. Wir sprechen also nicht nur über eine Installation – wir erschaffen gemeinsam ein System, das flexibel, performant und zukunftssicher ist.
Transparenz: UGreen hat mir die NAS – Systeme kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Produkt Links in diesem Beitrag sind Affiliate Links. Ihr zahlt nicht mehr, ich erhalte allerdings eine kleine Provision.
Ich habe in meinem Setup das UGreen DXP 8800 Plus als Hauptsystem verwendet.
Zwei 10GbE-Netzwerkanschlüsse: Zwei 10GbE-Hochgeschwindigkeitsnetzwerkanschlüsse, die zu einer Bandbreite von 20 G zusammengefasst werden können, um Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 2500 MB/s zu erreichen. Große Dateien lassen sich problemlos übertragen. Die Last zwischen den beiden Portverbindungen kann dynamisch angepasst und ausgeglichen werden, um die Übertragungseffizienz zu verbessern.
Beispiellose Verarbeitungsleistung: Mit einem Intel Core i5-Prozessor der 12. Generation mit 10 Kernen und 12 Threads wird die Verarbeitungsleistung im Vergleich zu früheren Prozessoren sprunghaft verbessert.
8-Bay, 256 TB riesiger Datenspeicher: Ausgestattet mit acht SATA- und zwei M.2 NVMe-Laufwerkschächten verfügt das NASync DXP8800 Plus über eine maximale Speicherkapazität von bis zu 256 TB. Speichern Sie Tausende von HD-Filmen, Bildern und Dokumenten und machen Sie NASync zu einer Filmbibliothek, einem Fotoalbum und einem Dateispeicherplatz in einem.
Eine umfassende App: Anstatt einzelne Anwendungen für bestimmte Funktionen herunterzuladen, integriert die NAS-App diese Funktionen an einem Ort. Greifen Sie von einem praktischen Ort aus auf Speichermanager, Dateien, Fotos und mehr zu.
Professionelle Datensicherheit: Im Vergleich zu Cloud-Laufwerken ermöglicht NASync Benutzern, große Mengen persönlicher Daten auf vertrauenswürdigen lokalen Geräten zu speichern, wodurch Datenverlust und Überwachung weitestgehend verhindert werden. Datenübertragung und Konten können mit professioneller Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung vollständig geschützt werden.
Wenn ihr in Summe nicht so viel Leistung benötigt, dann lässt sich auch ein sehr gutes Home Lab Setup mit dem DXP 4800 Plus umsetzen. Die ausgeführten Schritte bleiben die Gleichen. Ich will hier gar nicht im Detail auf die Hardware eingehen, dazu gibt es jede Menge guter Reviews auf Youtube. Mir geht es hier um die technische Umsetzung eines Home Lab Konzepts.
12. Gen 5-Kern Intel Prozessor: Diese leistungsstarke CPU von Intel bietet ein außergewöhnlich flüssiges Erlebnis und sorgt für einen erheblichen Leistungszuwachs im Vergleich zu früheren Generationen.
Benutzerfreundliche App: Verwalte deinen Speicher und greife von all deinen Geräten auf deine Dateien zu, ganz einfach mit unserer maßgeschneiderten Software – und das alles ohne mehrere Tools oder komplizierte Drittanbieter-Software. Verfügbar für Android, iOS, Windows, Mac, Webbrowser und Smart-TVs.
Blitzschnelle 10GbE- und 2.5GbE-Netzwerkanschlüsse: Der NASync DXP4800 Plus bietet Datenraten von bis zu beeindruckenden 1250 MB/s über zwei separate Anschlüsse. Ideal für alle, die eine schnelle und reibungslose Übertragung von 4K-Videos und großen Dateien benötigen.
4 Bays und maximal 136TB: Die vier SATA-Bays unterstützen jeweils bis zu 30TB. Zusätzlich können zwei kompakte M.2 NVMe SSDs mit jeweils bis zu 8TB installiert werden (für SSD-Caching oder zusätzlichen schnellen Speicher). Bei vollständiger Ausnutzung aller Steckplätze beträgt die maximale Kapazität beeindruckende 136TB.
Professionelle Datensicherheit: Mit sicherer Verschlüsselung sind Benutzerkonten und Daten vollständig geschützt.
Mein Plan: Vom NAS zum HomeLab
Ich wollte nicht einfach nur ein NAS betreiben, sondern eine Plattform schaffen, auf der virtuelle Maschinen, Backups und verschiedene Dienste parallel laufen können. Ugreen liefert mit dem DXP8800 Plus eine hervorragende Basis – drei NVMe-Slots, starke Hardware und genügend Platz für mehrere Festplatten.
Geliefert wird das NAS mit 8GB RAM und einer NVME , wo sich das UGREEN OS drauf befindet. Bei mir war eine 128 GB Festplatte verbaut, was für ein Proxmox zunächst ausreichend ist. Die beiden anderen Slots habe ich mit NVME Festplatten von Samsung belegt.
Da mir die 8GB RAM für meinen Anwendungsfall nicht genügten, habe ich den RAM um 48GB RAM erweitert. Achtet dabei darauf, dass ihr DDR5 RAM mit 4800 MHz verwendet. Ich habe sehr positive Erfahrungen mit Corsair Vengeance gemacht. Es gehen aber genauso auch andere Hersteller. Als Hinweis sei noch erwähnt, dass in den Spezifikationen von UGREEN angegeben ist, dass lediglich 2×32 GB RAM funktionieren. Das ist aber nicht der Fall, es funktionieren auch 2×48 GB RAM. Ich habe mit einem 48GB RAM Riegel angefangen und zusätzlich den 8GB Riegel belassen. Wenn mein Bedarf an RAM mal steigen sollte, kommt ein weiterer Riegel hinzu.
Kompatibel mit nahezu allen Intel-Systemen: Der branchenübliche SODIMM-Formfaktor ist mit einer Vielzahl der gängigen Gaming- und -Performance-Laptops sowie Kompakt-PCs und mit Intel NUC-Kits kompatibel
Einfache Installation: Für die Installation in den meisten Laptops wird lediglich ein Schraubendreher benötigt
Maximaler Geschwindigkeitsschub: Für kürzere Ladezeiten, Multitasking und weitere Funktionen stellt VENGEANCE SODIMM in kompatiblen Systemen automatisch auf die maximal unterstützte Geschwindigkeit um
Umfassend getestete Zuverlässigkeit: Die Module sind gründlich geprüft und getestet, um eine erstklassige Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten
Kompatibilität: Intel 13th or 14th Gen Mobile-CPUs
Damit das funktioniert, beginne ich mit einem vollständigen Backup des Ugreen-Betriebssystems, bevor es gelöscht wird.
Schritt 1: Backup des Original-Systems mit Clonezilla
Bevor man irgendetwas verändert, sollte man das Ugreen OS vollständig sichern. Ich habe dafür Clonezilla verwendet – ein zuverlässiges Open-Source-Tool, das ein komplettes Image der Festplatte erstellt. Man kann auch die vorhandene NVME mit dem UGreen OS ausbauen und eine andere NVME dafür einbauen, aber warum sollte ich Ressourcen verschwenden, wenn ich doch mit einem Backup ebenfalls das Betriebssystem sauber gesichert bekomme und diesen Zustand jederzeit wiederherstellen kann ?
【Zuverlässige Fernsteuerung】 Starten Sie defekte Computer neu, installieren Sie das Betriebssystem per BIOS-Steuerung und schalten Sie sie mit einer Zubehörerweiterung sogar aus der Ferne ein. Nie wieder müssen Sie Rechenzentren aufsuchen, um abgestürzte Systeme zu reparieren – ideal für IT-Teams und Smart-Home-Enthusiasten.
【Universelle Kompatibilität & einfache Einrichtung】 Mühelose Verbindung zu Laptops, Desktops, Servern, Industrie-PCs und Streaming-Geräten. Einfache Ein-Klick-Verbindung per App – der zu steuernde Computer benötigt keine zusätzliche Software.
【4K Auflösung & Audio-Unterstützung】 Unterstützung für Gigabit-Netzwerkzugriff. Erleben Sie Desktop-Qualität mit einer Auflösung von 3840 x 2160 bei 30 Hz und einer Verzögerung von < 60 ms. Mit synchronisiertem Audio fühlt sich die Arbeit aus der Ferne so natürlich an, als wäre man vor Ort.
【Sofortige Dateiübertragung】 Bewältigen Sie den Nachteil herkömmlicher KVM-Geräte, Dateien nicht übertragen zu können: Unsere Lösung ermöglicht die nahtlose Dateifreigabe zwischen Geräten – keine lästigen Synchronisierungsprobleme mehr bei der Fernarbeit.
【Zugriff überall und jederzeit】 Sichern Sie sich ständigen Fernzugriff auf Ihre Computer und steigern Sie Ihre Produktivität – egal, ob Sie zu Hause oder unterwegs sind. Geeignet für die Fernarbeit und zum Verwalten mehrerer Computer.
Ich nutze gerne ein KVM over IP Device, weil ich oftmals keine Lust habe einen extra Monitor , Tastatur und Maus anzuschließen. So kann ich alles bequem über meinen PC im Browser konfigurieren.
Der nächste Schritt ist nun das Clonezilla Image zu booten und wie in im Video gezeigt die Einstellungen vorzunehmen und ein Backup des UGreen OS durchzuführen. Das Clone Zilla Boot Image findet ihr hier . Ich habe die „stable“ Variante gewählt. Als Speicherziel für das Backup habe ich auf einem anderen NAS eine SMB/CIFS Freigabe erstellt. Hier könnt ihr jede beliebige Freigabe verwenden.
Achte unbedingt darauf, im BIOS den Watchdog zu deaktivieren, sonst startet das NAS mitten in der Sicherung neu.
Nach Abschluss hatte ich ein Image von etwa 3,4 GB Größe – klein, aber mit allem Wichtigen. Damit kann ich jederzeit das Originalsystem wiederherstellen.
Schritt 2: Installation von Proxmox VE 9.0.1
Jetzt geht’s ans Eingemachte: Proxmox installieren. Ich habe die aktuelle ISO (Version 9.x) heruntergeladen und sie über mein KVM-System gemountet.
In der Regel werden euch die Netzwerkeinstellungen korrekt vorgegeben. Bei mir war es allerdings so, dass er das /23 Netzwerk scheinbar nicht richtig erkannt hat. Insofern habe ich die Settings manuell anpassen müssen. Wenn ihr ein /24 er Netzwerk habt, sollte das ohne manuelle Anpassungen funktionieren.
Nach dem Neustart kann man sich über den Browser anmelden:
https://192.168.100.2:8006
Standard-Login ist root, gefolgt vom Passwort aus der Installation.
Schritt 3: Repositories und Updates einrichten
Nach der Erstinstallation meldet sich Proxmox mit dem Hinweis auf eine fehlende Subscription. Das kann man entweder offiziell lizenzieren oder – wie ich es gemacht habe – mit einem kleinen Helfer-Script umgehen.
Danach läuft ein automatischer Update-Prozess. Wichtig: Das Terminal offen lassen – der Vorgang dauert einige Minuten. Nach dem anschließenden Reboot ist das System vollständig auf Proxmox VE 9.x.x aktualisiert.
Schritt 4: Überblick über die Hardware
Wenn du dich in der Weboberfläche anmeldest, siehst du:
Drei NVMe-Laufwerke, ideal für virtuelle Maschinen
Mehrere HDD-Bays (je nach Modell bis zu 8 Stück)
CPU-Auslastung und Speicherübersicht
Damit eignet sich das Ugreen NAS perfekt für:
Proxmox-Cluster
Virtuelle NAS-Instanzen (z. B. Unraid oder TrueNAS)
Backup-Server
Home Assistant-VMs oder Container
Schritt 6: Nächste Schritte – Unraid oder TrueNAS als VM
Jetzt, wo Proxmox läuft, kannst du entscheiden, welche NAS-Software du darauf als virtuelle Maschine nutzen willst. Ich werde im nächsten Teil zeigen, wie man Unraid oder TrueNAS installiert, Festplatten durchreicht und ein performantes NAS-System in Proxmox betreibt.
Mich interessiert deine Meinung: ➡️ Soll ich zuerst Unraid oder TrueNAS zeigen? Schreib’s mir gerne in die Youtube Kommentare!
Fazit
Mit wenigen Schritten lässt sich das Ugreen DXP8800 Plus oder auch das kleinere DXP4800 in ein vollwertiges HomeLab-System verwandeln. Statt das eingeschränkte Ugreen OS zu nutzen, erhältst du mit Proxmox:
volle Kontrolle über Hardware und Virtualisierung
flexible Backup- und Restore-Möglichkeiten
unbegrenzte Erweiterbarkeit
Ich bin beeindruckt, wie gut sich das System schlägt – trotz kompakter Bauweise. Und das Beste: Du behältst dein ursprüngliches Ugreen OS als Image, falls du es jemals zurückspielen möchtest.
Im nächsten Teil zeige ich dir die Integration eines virtuellen NAS und den Aufbau eines echten HomeLab-Konzepts, das Backup-Server, Smart-Home-Automatisierung und zentrale Datenspeicherung vereint. Auch das Thema Redundanz wird in den weiteren Teilen noch behandelt werden.
Für viele ist ein NAS (Network Attached Storage) ein reines Datengrab. Für mich ist es längst das Herzstück meines Smart Homes. Backups, Medienserver, virtuelle Maschinen, Container – alles läuft irgendwo zentralisiert, und das spart mir Zeit, Energie und Nerven.
Als Content Creator kommt einiges zusammen: Videos, Rohmaterial, Fotos, Testdaten. Inzwischen liegen bei mir über 30–40 Terabyte im Speicher. Mein bisheriges Setup bestand aus einem wilden Mix aus Proxmox-Server, Unraid-Selbstbau-NAS, Asustor und weiteren Lösungen.
Das Problem: Chaos, hoher Wartungsaufwand und ein Stromverbrauch von rund 200 Watt Dauerlast. Das war einfach nicht mehr zeitgemäß.
👉 Also habe ich nach einer Lösung gesucht, die Leistung, Energieeffizienz und Flexibilität verbindet.
🛒 Transparenzhinweis
Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Ugreen. Meine Meinung bleibt wie immer unabhängig und ehrlich.
Die folgenden Links sind Werbelinks im Rahmen meiner Kooperation mit UGREEN.
👉 Hier findest du die UGREEN NAS Systeme aus dem Video
Ich habe in den letzten Jahren viele Systeme ausprobiert und gebastelt. Das macht Spaß, kostet aber enorm viel Zeit. Mit Ugreen habe ich ein System gefunden, das out of the box zuverlässig funktioniert, gleichzeitig aber so offen ist, dass ich mein eigenes Betriebssystem installieren kann – egal ob Proxmox, Unraid oder TrueNAS.
Diese Offenheit unterscheidet Ugreen von vielen klassischen NAS-Herstellern. Hier bekomme ich hochwertige Hardware, auf der ich machen kann, was ich möchte.
Ugreen DXP8800 Plus – Mein Power-NAS im Detail
Das 8-Bay NAS DXP8800 Plus bildet das Herz meines neuen Systems. Besonders wichtig waren für mich folgende Punkte:
2× 10 Gbit RJ45 Ethernet → flexibel einsetzbar, ohne SFP+-Zwang
X86 Intel® Core™ i5 12. Gen 10 Kerne 12 Threads → starke Leistung für Virtualisierung
Arbeitsspeicher: 8 GB standardmäßig, offiziell bis 64 GB erweiterbar – inoffiziell sogar 2× 48 GB, also 96 GB (läuft bei mir stabil)
3× NVMe-Slots, inkl. OS-Platte
PCIe-Slot für Erweiterungen (z. B. Coral TPU für Frigate für Kameraüberwachung)
Sehr viele USB-Schnittstellen, die sich ideal für Smart-Home-Geräte eignen
Performance & CPU-Auslastung
Im Alltag läuft bei mir Proxmox als Hypervisor. Die CPU-Auslastung liegt im Schnitt nur bei 4–7 %, obwohl mehrere VMs aktiv sind. Das bedeutet: viel Luft nach oben für weitere Dienste.
Energieverbrauch
Ein entscheidender Faktor für mich war der Stromverbrauch.
Idle: 40–60 Watt
Last (Parity-Build, Backups): bis zu 100 Watt
Verglichen mit meinem alten Setup (200 Watt) spare ich also rund 50 % Energie, bei gleichzeitig deutlich mehr Leistung.
Altes Setup
Neues Setup
Mein Setup mit Proxmox und Unraid
Auf dem DXP8800 Plus läuft Proxmox. Darauf habe ich mehrere virtuelle Maschinen eingerichtet:
Home Assistant → meine zentrale Smart-Home-Steuerung
Paperless NGX → digitales Dokumentenmanagement
Unraid als VM → für flexiblen Datenspeicher
Proxmox Backup Server → für inkrementelle Backups
Warum Unraid? Für mich hat es gegenüber ZFS zwei klare Vorteile:
Platten schlafen legen: Ich greife oft nur auf eine Platte zu. Das spart Energie.
Gemischte Festplattengrößen: Ich kann vorhandene Platten nutzen und das System nach und nach erweitern.
Backup-Strategie mit zwei Ugreen NAS
Datensicherheit ist mir extrem wichtig. Daher setze ich auf eine Kombination aus Hauptsystem (DXP8800 Plus) und Backup-System (DXP4800 Plus).
Das DXP8800 Plus läuft 24/7 und hostet alle VMs sowie die Daten.
Das DXP4800 Plus startet einmal pro Woche automatisch, führt Backups durch und fährt danach wieder herunter.
Proxmox Backup Server im Einsatz
Ich nutze Proxmox Backup Server, der inkrementell und mit Deduplizierung arbeitet. Beim ersten Lauf dauert ein Backup noch lange, danach nur noch rund 40–45 Minuten bei meinen 3 TB Daten.
Zusätzlich laufen:
Garbage Collection Jobs → alte Daten werden endgültig entfernt
Verify Jobs → Backups werden täglich geprüft
Damit bin ich sicher, dass meine Daten nicht nur gespeichert, sondern auch konsistent und überprüft sind.
Ugreen DXP4800 Plus – der kompakte Bruder
Das 4-Bay NAS DXP4800 Plus ist kompakter und günstiger, aber keineswegs schwach. Es bietet:
X86 Intel® Pentium® Gold 12. Gen 5 Kerne 6 Threads
1× 10 Gbit + 1× 2,5 Gbit RJ45
Bis zu 64 GB RAM – inoffiziell sogar 2× 48 GB, also 96 GB (läuft bei mir stabil)
Viele USB-Ports
Stabile Performance mit Ugreen OS
Für alle, die kein alternatives Betriebssystem installieren wollen, reicht das mitgelieferte Ugreen OS vollkommen aus.
Smart Home Integration
Ein spannender Punkt ist für mich die Smart-Home-Anbindung. Über Proxmox habe ich problemlos USB-Geräte durchgereicht, z. B.:
Homematic-Stick für Homematic IP-Geräte
Weitere Smart-Home-Adapter für Zigbee oder Z-Wave
PCIe-Erweiterung für Frigate zur Kameraüberwachung
Damit wird das NAS zum zentralen Smart-Home-Server, der deutlich mehr kann als nur Daten speichern.
Vergleich mit anderen Herstellern
Ich habe viele Systeme getestet. Hier mein persönlicher Vergleich:
Synology
Sehr gutes OS, viele Funktionen
ABER: Festplattenzwang → nur eigene, überteuerte Platten erlaubt
Für mich ein klares No-Go
QNAP
Funktionsreich und flexibel
Aber immer wieder technische Probleme (z. B. Power-On-Fehler, Docker-Bugs)
Asustor
Guter Funktionsumfang, OS flexibel
Verarbeitung eher einfach (viel Plastik)
Ugreen
Hochwertige Aluminium-Gehäuse
Magnetische Staubfilter, durchdachte HDD-Rahmen
Frei wählbares Betriebssystem
Sehr stabile Performance
Was mir gefällt – und wo es Kritik gibt
Vorteile
✔️ Offenes System (Proxmox, Unraid etc. laufen problemlos) ✔️ Sehr starke Hardware ✔️ Energieeffizient im Vergleich zu meinem alten Setup ✔️ Viele durchdachte Details (magnetische Staubfilter, einfache HDD-Rahmen) ✔️ Hochwertige Verarbeitung
Kritik
❌ Kein ECC-RAM (wäre für Enterprise sinnvoll)
Fazit: Ugreen ist für mich die beste Wahl
Nach fast zwei Monaten intensiver Nutzung kann ich sagen: Ugreen NAS-Systeme sind eine echte Alternative zu Synology und QNAP.
Das DXP8800 Plus ist perfekt für Power-User und Virtualisierer.
Das DXP4800 Plus eignet sich ideal für kompaktere oder Einsteiger-Setups.
Für mich persönlich ist Ugreen derzeit die beste Kombination aus Leistung, Energieeffizienz und Flexibilität. Ich spare Strom, habe mehr Power und gleichzeitig ein sauberes, durchdachtes Setup.
Ausblick
In den kommenden Wochen werde ich in separaten Beiträgen und Videos zeigen:
Wie man Proxmox auf dem Ugreen NAS installiert
Wie Unraid als VM läuft
Wie ich mein Backup-System mit Proxmox Backup Server optimiert habe
Welche Smart-Home-Szenarien ich mit der neuen Hardware umsetze
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – in diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich die Radonsensoren Air-Q, RadonEye RD200 und EcoCube in Home Assistant eingebunden habe, um Radonwerte dauerhaft zu überwachen und mein Smart Home sicherer zu machen.
Radon ist ein radioaktives Gas, das oft unbemerkt in Kellern oder schlecht belüfteten Räumen vorkommt. Ich habe mir deshalb angeschaut, wie sich Radon Sensoren in Home Assistant integrieren lassen, um die Raumluft jederzeit im Blick zu behalten. Dabei habe ich drei verschiedene Sensoren getestet, sie in Home Assistant eingebunden, die Werte analysiert und grafisch aufbereitet – sowohl direkt in der Oberfläche als auch mit Tools wie der Apex Chart Card und Grafana.
Warum eine Radonmessung im Smart Home wichtig ist
Radon kann sich in schlecht belüfteten Räumen ansammeln und langfristig gesundheitliche Probleme verursachen. Mit einer kontinuierlichen Messung erkennst du hohe Konzentrationen frühzeitig und kannst lüften oder andere Maßnahmen ergreifen. In einem smarten System wie Home Assistant lassen sich zudem Automationen erstellen, die bei Grenzwerten warnen oder Lüfter einschalten. Deshalb ist dieser Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide besonders hilfreich, um Automationen und Warnsysteme aufzubauen.
In dieser Grafik lässt sich sehr gut erkennen, wie durch gezieltes Lüften die Radon Werte sofort gesenkt werden können. Leider hatte der EcoSense Sensor genau in dieser Situation keine Werte aufgezeichnet, aber die anderen beiden Sensoren spiegeln die Situation sehr gut wieder.
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – Überblick der getesteten Sensoren
Hinweis Transparenz: Bei den hier vorgestellten Produkten handelt es sich um Affiliate Links. Wenn ihr das Produkt über den Link kauft, erhalte ich dafür eine Vermittlungsprovision. Der Preis ändert sich für euch dabei nicht! Ich verlinke nur Produkte, die ich auch selber im Einsatz habe und empfehlen kann. Ihr unterstützt damit meine Arbeit und meinen Kanal und erlaubt es mir, einige Anschaffungen für die Erstellung der Videos zu tätigen. Vielen Dank 🙂
Bevor wir zur Integration kommen, lohnt sich ein Blick auf die drei Geräte im Test. Jedes hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Air‑Q
Der Air‑Q‑Sensor ist in einer Science‑Variante erhältlich, die zusätzliche Messwerte wie Feinstaub liefert. Er arbeitet lokal auch ohne Cloud und bietet sehr präzise Radon‑Messungen. Allerdings ist er das teuerste Gerät im Vergleich.
Patentierter Hochpräzisions-Radon-Sensor misst zuverlässig radioaktives Gas und schützt vor Gesundheitsrisiken in Innenräumen.
Integrierte Sensoren überwachen zudem Feinstaub (PM1, PM2,5, PM10), VOC, CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck für ganzheitliche Raumluftanalyse.
Echtzeit-Messung mit 1,8 Sekunden Intervall sichert präzise Daten zur sofortigen Raumluftbewertung und effektiven Schadstoffkontrolle.
Benutzerfreundliche air-Q App mit KI-gestützter Analyse, individuellen Gesundheitstipps und flexibler Smart-Home-Integration, auch offline nutzbar. MQTT, IFTTT, Home Assistant und viele weitere Integrationen.
Erweiterbar mit Zusatzsensoren und professioneller Science-Option inkl. API-Zugriff und CSV-Export für intensive Datenanalyse und Anpassungen.
RadonEye RD200
Der RadonEye benötigt kein WLAN; er überträgt seine Daten per Bluetooth. Für Home Assistant brauchst du daher einen Bluetooth‑Proxy, z. B. den M5 Stack Atom.
✅ SCHNELL & EINFACH RADON MESSEN – Das Messgerät eignet sich bestens für die Kurz- & Langzeitmessung in privaten Wohnräumen. Es lässt sich kinderleicht bedienen & erfasst Radonwerte in Rekordzeit.
✅ RADON ECHTZEITWERT – Der schnellste Radonmesser auf dem Markt für Privatpersonen! Im Vergleich zu anderen Radon-Detektoren misst das RadonEye mit einem besonders kurzen Intervall von nur 10 Minuten.
✅ HOHE MESSGENAUIGKEIT – Radongas kann zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Das Gerät verwendet neuste Messtechnik & liefert präzise Messwerte. Bis zu 20x genauer als andere Radon Messgeräte.
✅ LIEFERUMFANG – Zusätzlich erhälst du eine deutsche Anleitung & Messtipps, um Radon richtig zu messen.
✌ INKL. SMARTPHONE APP – Verbinde dein Handy oder Tablet via Bluetooth mit dem RadonEye, um Werte detailliert abzulesen und zu exportieren (Excel). Bequeme & einfache Überwachung der Schutzmaßnahmen.
Mit diesem Proxy lassen sich die Daten zuverlässig an Home Assistant übermitteln.
Der EcoCube ist der günstigste Sensor im Vergleich. Er erfordert jedoch eine Cloud‑Anbindung; ohne Internetverbindung gibt es derzeit Einschränkungen. Die Messwerte liegen nahe an denen des Air‑Q, jedoch treten gelegentlich Aussetzer auf.
PATENTIERTE PROFESSIONELLE HOHE ZÄHLEFFIZIENZ: Radonempfindlichkeit ist 15-mal höher als das Mindestmaß für professionelle Tests
ERSTE ERGEBNISSE IN MINUTEN: Erste Radonmessung bereits 10 Minuten nach Anschluss des Stromkabels
SCHNELLE UND PRÄZISE ERFASSUNG SCHWANKENDER RADONWERTE: Da sich Radonwerte ständig ändern, ist eine kontinuierliche Langzeitüberwachung der sicherste Schutz für Ihre Familie
INTELLIGENTE ANSICHT VON KURZ- UND LANGFRISTIGEN RADON-TRENDS: Stündliche Daten und Diagramme jederzeit und überall mit der kostenlosen Ecosense-App (iOS/Android); die Installation der App ist erforderlich, und Benutzer müssen Benachrichtigungen aktivieren, um eine erfolgreiche Verbindung herzustellen
Stellen Sie sicher, dass Ihr EcoQube sich in Reichweite Ihres WLANs befindet und mit einem 2,4-GHz-Netzwerk verbunden ist (5-GHz-Steuerung auf Dualband-Routern deaktivieren). Für Unterstützung zur Internetverbindung finden Sie den QR-Code in der Verpackung oder sehen Sie sich das Video zur WLAN-Fehlerbehebung an
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – Schritt für Schritt erklärt
In diesem Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide zeige ich dir, wie du jeden Sensor Schritt für Schritt einbindest.. Die Schritte sind ähnlich aufgebaut: Gerät einrichten, Integration hinzufügen und Daten abrufen. Für jede Integration findest du Platzhalter für die entsprechenden Code‑Snippets, die du später in Home Assistant bzw. in YAML einfügen kannst.
Air‑Q integrieren
Melde dich im Sensor an und stelle die Datenübertragung auf lokal um.
Öffne in Home Assistant Geräte & Dienste und klicke auf Integration hinzufügen.
Suche nach Air‑Q und gib IP‑Adresse sowie Passwort ein.
Speichere die Integration. Der Sensor erscheint sofort und liefert Radon‑Werte.
Der Air‑Q liefert sehr zuverlässige Daten; im Test gab es keine Aussetzer. Beachte jedoch den hohen Preis.
RadonEye RD200 integrieren
Für den RD200 ist ein Bluetooth‑Proxy erforderlich. Unser Tipp: der M5 Stack Atom* – einen Link zum Video mit den ESP‑Grundlagen findest du hier.
Konfiguriere den Bluetooth‑Proxy
Installiere über HACS die RD200‑Integration. Füge das Repository hinzu und starte Home Assistant neu.
Unter Geräte & Dienste taucht die RD200‑Integration auf. Klicke auf Einrichten, wähle Standort und speichere. Nun siehst du die Radon‑Werte in Home Assistant.
Der RD200 misst zuverlässig. Allerdings ist die Verbindung über Bluetooth weniger komfortabel, wenn du die App verwenden möchtest.
Ecosense EcoCube integrieren
Die EcoCube‑Integration funktioniert über die Cloud, daher musst du deine Anmeldedaten angeben. Die notwendigen Dateien bekommst du über HACS.
Starte Home Assistant neu und wähle unter Integration hinzufügen die EcoCube-Integration.
Gib Benutzername und Passwort ein und wähle Becquerel pro Kubikmeter als Einheit.
Nach der Einrichtung erscheint der Sensor mit Radon‑Wert und Alarmstufe.
Beachte, dass EcoCube gelegentlich Verbindungsprobleme hat und die Cloud‑Anbindung für viele Nutzer ein Nachteil ist.
Radonwerte visualisieren und analysieren
Mit den richtigen Dashboards kannst du deine Radon‑Daten anschaulich darstellen.
Apex Chart Card und Tabbed Cards
In Home Assistant lassen sich Radon‑Werte mit der Apex Chart Card grafisch aufbereiten. Du kannst Zeiträume wie 2, 4 oder 10 Tage wählen und Schwellenwerte als Linien einfügen. Eine Ampel zeigt dir an, ob der Wert unter 100 Bq/m³ (grün), zwischen 100 und 200 Bq/m³ (gelb) oder darüber (rot) liegt.
Für Langzeitstatistiken empfiehlt sich die Kombination aus InfluxDB und Grafana. Diese Lösung speichert große Datenmengen effizient und bietet vielfältige Auswertungen. Der Autor verlinkt ein eigenes Video zur Grafana‑Integration. Details findest du im Beitrag Grafana mit Home Assistant.
Fazit – Welcher Radon Sensor ist der richtige?
Wenn du noch unsicher bist, welcher Sensor für dich der richtige ist – dieser Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide hilft dir bei der Entscheidung.
Alle drei Sensoren liefern brauchbare Messergebnisse. Der Air‑Q überzeugt mit sehr hoher Qualität, lokaler Datenverarbeitung und zusätzlichen Sensoren, ist aber teuer. Der RadonEye RD200 bietet ein gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis, erfordert jedoch einen Bluetooth‑Proxy. Der Ecosense EcoCube ist günstig und misst zuverlässig, benötigt aber die Cloud. Welche Lösung du wählst, hängt daher von deinem Budget und deinen Anforderungen ab.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, schau dir auch meine weiteren Blogbeiträge an. Dort findest du Video‑Tutorials zur Einrichtung, ESP, HACS‑Installation und zu Grafana. Hinterlasse gerne einen Kommentar, wenn du Fragen hast oder eigene Erfahrungen teilen möchtest – so hilfst du der Community und trägst zu einem sicheren Zuhause bei.
Teile gern deine Erfahrungen in den Youtube Kommentaren und sag mir, wie dir der Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide geholfen hat.
Als Technikliebhaber und Camper habe ich mich schon oft gefragt, wie viel Strom eigentlich noch in meiner Batterie steckt. Die Spannung ist ein guter Anhaltspunkt, aber sie verrät nicht immer, wie viel Kapazität wirklich übrig ist. Deshalb habe ich mich entschieden, den Victron SmartShunt zu installieren. Dieser kleine Helfer ersetzt klassische Batteriemonitore, misst Strom und Spannung und berechnet daraus den Ladezustand. In diesem Blogbeitrag nehme ich dich mit auf meine Reise und erkläre dir Schritt für Schritt, wie auch du den Victron SmartShunt installieren kannst, um deine Batterie in Camper, Auto oder Haus zuverlässig zu überwachen.
Ich arbeite mich dabei vom grundsätzlichen Verständnis bis zur vollständigen Integration in Home Assistant vor. Du erhältst Tipps zu verschiedenen Ausführungen des Shunts, zur Verkabelung, zur Einrichtung der Victron‑App und zur Nutzung eines Bluetooth‑Proxys. Außerdem zeige ich dir, wie ich den Victron SmartShunt installierenund anschließend in Home Assistant visualisieren konnte, inklusive einer hübschen Batterieanzeige und nützlichen Automatisierungen.
Warum den Victron SmartShunt installieren?
Als Erstes stellt sich die Frage: Warum sollte ich überhaupt einen Victron SmartShunt installieren? Die Antwort liegt in der präzisen Messung und Visualisierung. Anders als simple Spannungsmesser misst der SmartShunt nicht nur die Spannung, sondern auch den Stromfluss und berechnet daraus den Ladezustand der Batterie. In meinem Camper ermöglicht mir das eine verlässliche Autarkieplanung. Im Auto sehe ich, ob die Starterbatterie bei langen Standzeiten schwächelt, und im Haus kann ich Speicherbatterien von Solaranlagen überwachen. Ein weiterer Vorteil: Durch Bluetooth‑Funktionalität kann ich die Werte drahtlos auslesen und in mein Smart‑Home integrieren.
Wenn du regelmäßig campst oder ein autarkes Setup betreibst, wirst du es zu schätzen wissen, jederzeit zu wissen, wie viel Restkapazität zur Verfügung steht. Auch beim Überwintern des Autos kann es sinnvoll sein, den Victron SmartShunt zu installieren, damit die Batterie nicht unbemerkt tiefentladen wird. In Kombination mit Home Assistant ermöglicht der Shunt außerdem schicke Dashboards und Automationen – etwa eine Benachrichtigung, wenn der Ladezustand kritisch wird.
Funktionsweise des Victron SmartShunt
Bevor ich den Victron SmartShunt installieren konnte, habe ich mich mit seiner Funktionsweise beschäftigt. Der SmartShunt wird in die Masseleitung der Batterie eingebaut und misst den Strom, der hinein- und herausfließt. Zusammen mit der Batteriespannung kann er so die entnommene und zugeführte Energie berechnen und daraus den State of Charge (SoC) ermitteln. Der Vorteil: Du brauchst kein zusätzliches Display, denn die Daten lassen sich per Bluetooth oder über den integrierten VE.Direct‑Port auslesen. Ich habe mich für die Bluetooth Variante entschieden, da sie mir eine nahtlose und einfache Installation in Home Assistant ermöglicht.
Es gibt unterschiedliche Varianten: 300 A, 500 A und 1000 A. Für einen Camper reicht die 300‑A‑Variante zumeist völlig aus. In Hausinstallationen oder bei großen Off‑Grid‑Systemen können auch die größere Varianten sinnvoll sein. Bevor du den Victron SmartShunt* installierenwillst, solltest du dir also überlegen, welche Ströme in deinem Setup fließen. Achte darauf, dass die maximale Stromstärke der Verbraucher und der Ladevorgänge im Rahmen des Shunts liegt.
VICTRON ENERGY BATTERIEWÄCHTER: Victron Energy SmartShunt zeigt den Ladezustand der Batterie in % an und fungiert als Ladezustandsanzeige für Ihre Batterien
ALL-IN-ONE-BATTERIEMONITOR: Victron Energy Smartshunt ist ein hervorragender, einfach einzurichtender All-in-One-Batteriewächter. Es zeichnet Spannung, Strom, Energie und verbleibende Zeit und vieles mehr auf.
BLUETOOTH: Verbinden Sie Victron Energy Shunt über Bluetooth mit Ihrem Telefon oder Tablet und ändern Sie einfach die Einstellungen oder überwachen Sie Ihre Batterien – sparen Sie Platz, indem Sie kein eigenes Display verwenden
VERBINDEN SIE VICTRON ENERGY GX: Victron Energy GX-Gerät mit einem VE.Direct-Kabel an, um eine zweite Batterie, den Mittelpunkt der Bank oder die Temperatur zu überwachen (möglicherweise sind zusätzliche Teile erforderlich)
INSTALLATION: Eine unsachgemäße Installation kann gefährlich sein. Wenden Sie sich an einen Fachmann und befolgen Sie bei der Installation die elektrischen Vorschriften.
Vorbereitung für die Installation des Victron SmartShunt
Auswahl des richtigen Modells und Zubehörs
Bevor ich den Victron SmartShunt installieren konnte, musste ich das richtige Modell auswählen. Für mich war die 500‑A‑Variante passend ( nicht wegen der Leistung, sondern eher, da sie schneller lieferbar war 🙂 ) . Als Zubehör brauchst du außerdem passende Ringkabelschuhe mit einem auf die benötigte Leistung ausgelegten Kabelquerschnitt für die „Minus“ Seite (müssen dazugekauft werden), um die Kabel sicher anzuschließen, sowie eine geeignete Sicherung für den Pluspol ( wird mitgeliefert). Der SmartShunt wird zwar auf der Minus-Seite verbaut, aber der Pluspol des Geräts muss zur Stromversorgung angeschlossen werden.
Für die spätere Integration in Home Assistant habe ich mir außerdem einen ESP32* besorgt. Dieses kleine Modul dient als Bluetooth‑Proxy und leitet BLE‑Daten ins WLAN weiter. Dazu komme ich später noch.
Bevor du mit der Verkabelung beginnst und den Victron SmartShunt installieren möchtest, solltest du sicherstellen, dass deine Batterie spannungsfrei ist. Entferne gegebenenfalls die Sicherungen oder trenne das System vom Netz. Arbeite mit isoliertem Werkzeug und vermeide Kurzschlüsse. Eine saubere Installation erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern sorgt auch für präzise Messwerte.
Verkabelung und Einbau des SmartShunt
Die Verkabelung war einfacher als gedacht, aber dennoch sind ein paar Dinge zu beachten. Um den Victron SmartShunt installieren zu können, wird der Shunt in die Minusleitung der Batterie eingebaut. Alle Verbraucher müssen hinter dem Shunt angeschlossen werden, damit der Stromfluss korrekt gemessen wird.
Minuspol trennen: Ich habe zunächst den Minuspol der Batterie abgeklemmt.
Shunt anschrauben: Der SmartShunt besitzt zwei große Schraubanschlüsse. Eine Seite (Batterieseite) wird direkt mit dem Minuspol der Batterie verbunden, die andere (Lastseite) führt zu den Verbrauchern.
Pluspol des Shunts: Am Gehäuse befindet sich eine kleine Schraubklemme für den Pluspol. Hier habe ich eine Leitung von der Batterie über eine Sicherung angeschlossen. Das versorgt die Elektronik des Shunts.
Hinweis: Achte unbedingt darauf, die Ein- und Ausgangsseite nicht zu vertauschen. Wenn du den Victron SmartShunt installieren möchtest und die Anschlüsse vertauschst, wird der Stromfluss invertiert – die Messwerte sind dann negativ. Du kannst es zwar softwareseitig korrigieren, aber besser ist eine korrekte Installation.
Victron SmartShunt installieren in der Victron‑App
Nachdem der Shunt angeschlossen war, habe ich die Victron‑App aus dem App Store heruntergeladen. Mit ihr lässt sich der SmartShunt via Bluetooth konfigurieren. Der Pairing‑Code lautet standardmäßig 000000, falls du das Gerät noch nicht geändert hast.
Pairing und erste Schritte
Nach dem Öffnen der App hat die App den SmartShunt automatisch gefunden. Ich habe das Gerät ausgewählt und die Verbindung hergestellt. Um den Victron SmartShunt zu installieren, musste ich einige grundlegende Einstellungen vornehmen:
Batterie‑Kapazität: Hier habe ich den Wert meiner LiFePo4‑Batterie (200 Ah) eingetragen.
Ladeschluss‑Spannung: In meinem Fall 14,1 V.
Entladeschwelle: Ich habe 10 % gewählt, um die Batterie zu schützen.
Schweifstrom: 0,5 %, damit der Shunt erkennt, wann die Batterie voll ist.
Ladewirkungsgrad: 95 %.
SOC‑Reset: Es gibt die Möglichkeit, den SoC manuell zurückzusetzen. Das ist nützlich nach einem vollständigen Ladezyklus.
Hinweis: Verwende die zu deiner Batterie passenden Einstellungen. Die hier gezeigten Settings dienen nur als Beispiel!
Die App zeigt auch die MAC‑Adresse und den Verschlüsselungkey an. Letzteren habe ich mir abgeschrieben, denn für die Integration in Home Assistant benötige ich die sogenannte Advertisement‑Key, um die verschlüsselten Daten zu entschlüsseln. Beim Victron SmartShunt installieren solltest du dir diesen Schlüssel unbedingt notieren.
Victron SmartShunt installieren und Bluetooth‑Proxy nutzen
Um die Daten des SmartShunts im ganzen Haus verfügbar zu machen, reicht die Bluetooth‑Verbindung allein oft nicht aus, insbesondere wenn der Camper oder die Garage etwas weiter entfernt ist. Deshalb habe ich einen ESP32 als Bluetooth‑Proxy eingerichtet. Damit lassen sich BLE‑Geräte wie der SmartShunt über das WLAN ins Smart‑Home integrieren.
ESP32 als Bluetooth‑Proxy einrichten
Zuerst habe ich den ESP32 per USB an meinen Computer angeschlossen und die ESP‑Home‑Bluetooth Proxy- Installer ‑Seite geöffnet. Über den Wizard lässt sich mit wenigen Klicks ein generisches Bluetooth‑Proxy‑Image flashen. Nachdem der Flash‑Vorgang abgeschlossen war, habe ich den ESP32 mit meinem WLAN verbunden.
Anschließend habe ich den ESP32 direkt mit meinem Home Assistant verbunden. Im Lovelace‑Dashboard erschien ein neues Gerät, das ich „Bluetooth Proxy Video WW“ genannt habe. Nun ist der Victron SmartShunt im wahrsten Sinne des Wortes bereit für die nächste Stufe.
Tipp: Du kannst mehrere Bluetooth‑Proxies im Haus verteilen, wenn du noch andere BLE‑Sensoren hast. Sie erweitern die Reichweite und bringen die Daten zuverlässig ins Netzwerk.
Victron SmartShunt installieren in Home Assistant
Der spannendste Teil für mich war die Integration in Home Assistant. Um die verschlüsselten Daten des SmartShunts auswerten zu können, braucht man eine passende Integration.
HACS installieren und Victron BLE Integration hinzufügen
Danach musste Home Assistant neu gestartet werden. Unter „Einstellungen → Geräte und Dienste“ konnte ich „Victron BLE“ als neue Integration auswählen. Es wurde der SmartShunt automatisch gefunden, und ich musste nur noch den vorher notierten Advertisement‑Key eingeben. Hier ist eine typische YAML‑Struktur, mit der der Schlüssel hinterlegt wird:
Nach dem Speichern erschienen neue Sensoren in meinem Home Assistant: Batteriespannung, Ladestrom, Ladezustand und vieles mehr. Damit war der Schritt erledigt und der Victron SmartShunt erfolgreich in Home Assistant integriert.
Dashboard mit Batterieanzeige erstellen
Jetzt wollte ich die Daten nicht nur sehen, sondern auch ansprechend präsentieren. Dafür eignet sich die Button‑Card aus HACS. Mit ihr lässt sich eine Batterieanzeige gestalten, die ihre Farbe abhängig vom Ladezustand ändert.
Button‑Card konfigurieren
Ich habe eine neue Button‑Card im Dashboard erstellt und folgende Konfiguration verwendet:
Diese Card zeigt mir den aktuellen Ladezustand, die Spannung und den Strom an. Die Farbe des Symbols wechselt bei 20 % auf Rot und bei 50 % auf Orange. Für mich war es wichtig, beim Victron SmartShunt installieren auch eine optische Rückmeldung zu haben, wann die Batterie sich dem Entladungsbereich nähert.
Automatisierungen und Benachrichtigungen
Ein weiterer großer Vorteil beim Victron SmartShunt installieren ist die Möglichkeit, Automatisierungen in Home Assistant zu nutzen. Ich wollte eine Benachrichtigung bekommen, sobald der Ladezustand unter 20 % fällt. Dafür habe ich eine einfache Automation erstellt:
Mit dieser Automation bekomme ich nach einer Minute unterhalb des Schwellenwerts eine Push‑Nachricht. Dadurch kann ich reagieren, bevor die Batterie zu tief entladen wird. Beim Victron SmartShunt installieren gehört für mich eine solche Benachrichtigung unbedingt dazu.
Verlaufdiagramme und Datenanalyse
Neben der aktuellen Anzeige möchte ich auch wissen, wie sich der Ladezustand über längere Zeit verändert. Home Assistant bietet eine Verlaufdiagramm‑Karte. Ich habe für meine Batterie ein Diagramm angelegt, das die letzten 168 Stunden (sieben Tage) darstellt. So kann ich sehen, wann ich besonders viel Strom verbraucht habe und wie sich das Laden und Entladen verhält.
Es wäre auch möglich, die Daten in Grafana auszuwerten oder in ein anderes Dashboard zu exportieren. Das bietet sich an, wenn du den Victron SmartShunt und die Daten langfristig beobachten möchtest.
Alternativ lassen sich Daten auch über Grafana und Influxdb in Home Assistant visualisieren. Darauf bin ich in einem anderen Blog Beitrag genauer eingegangen.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten des Victron SmartShunt
Der Einsatz beschränkt sich nicht nur auf Camper. Auch im Auto kann man den Victron SmartShunt installieren, um die Starterbatterie zu überwachen. So weißt du immer, ob sie nach längerer Standzeit noch genügend Kapazität hat. Im Haus lässt sich der Shunt an Solarspeicher anschließen, um die Effizienz der Anlage zu überwachen.
Ein weiterer Vorteil: Über den VE.Direct‑Port kannst du den SmartShunt auch mit dem Cerbo GX oder anderen Victron‑Systemen verbinden. Das habe ich bisher nicht ausprobiert, es steht aber auf meiner To‑Do‑Liste. Wenn du dazu einen Erfahrungsbericht wünschst, lass es mich in den Kommentaren wissen.
Fazit: Lohnt es sich, den Victron SmartShunt zu installieren?
Für mich war es eine der lohnendsten Erweiterungen meines Campers. Seitdem ich den Victron SmartShunt installieren und in Home Assistant integrieren konnte, habe ich jederzeit einen Überblick über den Ladezustand meiner Batterie. Die Kombination aus präzisen Messwerten, ansprechender Visualisierung und praktischen Benachrichtigungen gibt mir die Sicherheit, länger autark zu bleiben und die Batterie vor Tiefentladung zu schützen.
Ich hoffe, diese ausführliche Anleitung hilft dir weiter. Falls du Fragen hast oder Anmerkungen, hinterlasse gerne einen Kommentar bei Youtube. Viel Spaß beim Basteln!
Radon messen im Smart Home – Geräte, Analyse und Home‑Assistant‑Integration
Radon ist ein radioaktives Edelgas, das aus dem Zerfall von Uran im Erdreich entsteht und durch Risse oder Undichtigkeiten in Gebäudefundamenten in unsere Wohnräume eindringen kann. Das Gas ist unsichtbar und geruchlos; die meisten Betroffenen bemerken seine Anwesenheit erst durch Messungen. Studien zeigen, dass Radon nach dem Rauchen eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs in Deutschland ist – es wird geschätzt, dass rund fünf Prozent aller Lungenkrebstodesfälle im Land auf eine erhöhte Radonbelastung zurückzuführen sind. Mit der Verabschiedung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zum Jahresende 2018 gibt es in Deutschland erstmals verbindliche Referenzwerte für Innenräume: Für Neu‑ und Altbauten gilt im Jahresmittel ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfehlen sogar, die Radonkonzentration möglichst unter 100 Bq/m³ zu halten. Ab etwa 100 Bq/m³ steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich an; bei 100 Bq/m³ erhöht sich das Risiko um bis zu 16 Prozent.
Patentierter Hochpräzisions-Radon-Sensor misst zuverlässig radioaktives Gas und schützt vor Gesundheitsrisiken in Innenräumen.
Integrierte Sensoren überwachen zudem Feinstaub (PM1, PM2,5, PM10), VOC, CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck für ganzheitliche Raumluftanalyse.
Echtzeit-Messung mit 1,8 Sekunden Intervall sichert präzise Daten zur sofortigen Raumluftbewertung und effektiven Schadstoffkontrolle.
Benutzerfreundliche air-Q App mit KI-gestützter Analyse, individuellen Gesundheitstipps und flexibler Smart-Home-Integration, auch offline nutzbar. MQTT, IFTTT, Home Assistant und viele weitere Integrationen.
Erweiterbar mit Zusatzsensoren und professioneller Science-Option inkl. API-Zugriff und CSV-Export für intensive Datenanalyse und Anpassungen.
Präzise Radon-Messung mit patentiertem Sensor plus 10 weitere Sensoren überwachen Feinstaub, VOC, CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck für umfassende Raumluftqualität.
Echtzeit-Luftqualitätsanalyse mit ca. 1,8 Sekunden Intervall liefert zuverlässige Daten für gesundes Wohnen und Arbeiten, auch ohne Internetverbindung
Intuitive App für iOS und Android mit detaillierten Diagrammen, KI-gestützten Analysen und individuellen Tipps zur Verbesserung der Luftqualität.
Flexible Erweiterbarkeit mit zusätzlichem Sensor und Science-Option für API-Zugriff, CSV-Export und individuelle Datenanpassung. IFTTT, MQTT, Home Assistant und viele weitere Integrationen.
Ideal für private Haushalte, Unternehmen, Forscher und Smart Home Nutzer zur dauerhaften Überwachung, Gefahrenwarnung und Verbesserung des Raumklimas.
Radon entsteht im natürlichen Zerfallsprozess von Uran und Radium. Im Boden bildet sich Radongas, das durch Diffusion und Unterdruck in den Oberboden aufsteigt. In Innenräumen kann es sich dann ungehindert anreichern, wenn es unbemerkt über Spalten, Fugen, Rohrdurchführungen oder poröse Materialien in Keller und Erdgeschoss eindringt. Besonders im Winter, wenn beheizte Innenräume einen höheren Unterdruck erzeugen und die Lüftung oft reduziert wird, steigt das Risiko für erhöhte Radonkonzentrationen, wie auch im Video erläutert wird. Die geografische Lage spielt ebenfalls eine Rolle: Die Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zeigt, dass vor allem Süd‑ und Ostdeutschland, das Erzgebirge, der Schwarzwald oder ehemalige Bergbauregionen erhöhte Werte aufweisen. Dennoch können auch in radonarmen Gebieten hohe Werte auftreten, da die Werte von Gebäude zu Gebäude stark variieren.
Gesundheitliche Risiken und Grenzwerte
Radon zerfällt zu radioaktiven Tochterprodukten, die sich an kleinste Staubpartikel binden. Beim Einatmen dieser Partikel können die Radonfolgeprodukte in der Lunge verbleiben und das umliegende Gewebe durch ionisierende Strahlung schädigen. Epidemiologische Studien und Erfahrungen aus dem Bergbau belegen, dass Radon ein signifikanter Risikofaktor für Lungenkrebs ist. Der deutsche Gesetzgeber orientiert sich an der EU‑Richtlinie 2013/59/Euratom und hat einen Referenzwert von 300 Bq/m³ festgelegt; damit soll überprüft werden, ob Gegenmaßnahmen wie Lüftung oder Abdichtung erforderlich sind. Die WHO sieht bereits ab 100 Bq/m³ Handlungsbedarf.
Messgeräte im Vergleich: Exposimeter, Air‑Q, Radon Eye und EcoCube
Um die Radonkonzentration im eigenen Haus zu beurteilen, gibt es zwei grundsätzliche Messansätze: passive Messungen mit Exposimetern und aktive Messungen mit elektronischen Sensoren. Ich habe verschiedene Lösungen getestet und miteinander verglichen. Ziel des Tests war es, die Messgeräte zu bewerten und ihre Integration in Home Assistant zu untersuchen.
Exposimeter – die langfristige Methode zur Radonmessung
Ein Exposimeter ist eine kleine Messdose, die über einen längeren Zeitraum (typischerweise drei bis zwölf Monate) im Wohnraum platziert wird. Weil Radon schwerer als Luft ist, sollte das Exposimeter in Bodennähe stehen. Nach der Messung wird das Exposimeter an ein Labor geschickt und analysiert. Der Vorteil: Man erhält einen zuverlässigen Mittelwert über einen langen Zeitraum, der vom BfS anerkannt wird und für offizielle Messungen (beispielsweise im Rahmen der gesetzlichen Messpflicht) genutzt werden kann. Der Nachteil: Kurzfristige Spitzenwerte oder saisonale Schwankungen werden verschleiert; während einer Lüftungsphase kann der Mittelwert niedriger ausfallen, obwohl es vorher hohe Peaks gab. Deshalb empfehle ich, das Exposimeter nur als erste Indikation zu nutzen und parallele elektronische Messungen durchzuführen.
Air‑Q Radon (Science) – High‑End‑Sensor mit vielen Messgrößen
Der Air‑Q Radon (Science) zählt zu den umfangreichsten Radon‑Messgeräten auf dem Markt. Ich habe die „Science“-Variante verwendet, die neben Radon noch flüchtige organische Verbindungen (VOCs), Feinstaub in verschiedenen Größenklassen (PM 1, 2,5, 4, 10), Temperatur, relative und absolute Luftfeuchtigkeit, Luftdruck sowie den Taupunkt misst. Dank dieser Sensorvielfalt erhält man ein umfassendes Bild der Raumluftqualität und kann Korrelationen zwischen Radon und anderen Parametern erkennen. Die Daten werden lokal per WLAN bereitgestellt; eine Cloud‑Anbindung ist optional und lässt sich komplett deaktivieren, was im Hinblick auf Datenschutz positiv hervorzuheben ist. Das Gerät hat in der gesamten Testphase absolut zuverlässig und mit einer hohen Messfrequenz gearbeitet: Alle paar Sekunden liefert der Air‑Q einen neuen Wert. Allerdings hat die Qualität ihren Preis – je nach Ausstattung liegen die Kosten zwischen 400 und 700 Euro.
Radon Eye – Bluetooth‑Sensor mit gutem Preis‑Leistungs‑Verhältnis
Der Radon Eye ist ein elektronischer Radon‑Sensor, der über Bluetooth kommuniziert. Im Gegensatz zum Air‑Q setzt der Hersteller vollständig auf lokale Datenübertragung; das Gerät sendet keine Daten ins Internet. Der Messintervall liegt bei etwa einer Stunde, wodurch eine gewisse Glättung erfolgt. Für viele Anwendungen reicht dieser Intervall aus, denn Radonkonzentrationen ändern sich nicht sekündlich. Der Radon Eye kostet rund 180 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Air‑Q. Für Home‑Assistant‑Nutzer gibt es eine Integration über HACS (Home Assistant Community Store), die den Sensor problemlos in Dashboards einbindet. Wer keinen Home Assistant nutzt, kann die Werte nur vor Ort per App abrufen; eine Fernüberwachung ist ohne Heimautomation nicht vorgesehen.
EcoCube – Kompakter WLAN‑Sensor mit Cloud‑Anbindung
Der EcoCube misst Radon ebenfalls elektronisch, allerdings werden die Daten zwingend über die Cloud des Herstellers synchronisiert. Diese Abhängigkeit empfinde ich als ein wenig störend, da man sich registrieren und persönliche Daten angeben muss. In meinen Tests hat der Sensor allerdings gute Werte geliefert; die Messfrequenz ist geringer als beim Air‑Q, aber vermutlich höher als beim Radon Eye (geschätzt kürzer als eine Stunde). Der EcoCube lässt sich über eine eigene App auslesen und per HACS in Home Assistant integrieren – allerdings funktioniert die Integration nur über die Cloud. Während der Testphase kam es zu Aussetzern, bei denen der Sensor neu gestartet werden musste; ob dies ein Einzelfall war, lässt sich nicht abschließend beurteilen. Mit einem Preis im Bereich des Radon Eye und durch seine kompakte Bauform ist der EcoCube dennoch eine interessante Option für Nutzer, die ihre Räumlichkeiten überwachen wollen.
Messstrategie: Platzierung, Auswertung und Vergleich
Die Praxistests im Video zeigen, dass die Positionierung der Sensoren entscheidend ist. Weil Radon schwerer als Luft ist, sollte man alle Geräte in Bodennähe aufstellen – idealerweise im Keller oder Erdgeschoss. Ich habe die Sensoren in meinem Studio getestet, wobei ich sie direkt nebeneinander platziert habe, um direkte Vergleiche zu ermöglichen. Radon hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen. Dieser radioaktive Zerfall führt zu Messabweichungen: Selbst wenn zwei Geräte nebeneinander stehen, messen sie den Zerfall zeitlich leicht versetzt. Deshalb ist es sinnvoll, Tagesmittelwerte zu betrachten und differenzielle Analysen durchzuführen. In meinen Auswertungen, die über Grafana und ApexCharts visualisiert werden, erkennt man die Abweichungen zwischen den Tageswerten der Geräte. Die Differenzen liegen bei wenigen Becquerel – der Radon Eye misst im Schnitt etwa 3,3 Bq/m³ weniger als der Air‑Q und der EcoCube liegt 0,27 Bq/m³ darüber. Trotz unterschiedlicher Messfrequenzen verlaufen die Kurven weitgehend parallel, was für eine gute Vergleichbarkeit spricht.
Um eine Extremsituation nachzustellen, habe ich einen Lüftungsstopp simuliert, indem ich alle Türen und Fenster für einen Tag in dem Raum verschlossen gehalten habe. Innerhalb kurzer Zeit stiegen die Radonwerte auf über 175 Bq/m³ an. Sobald gelüftet wird, sinkt die Konzentration rasch wieder ab. Für Smart‑Home‑Nutzer eröffnet sich hier ein einfaches Anwendungsfeld: Man kann einen Schwellenwert definieren (zum Beispiel 100 Bq/m³) und mit Hilfe von Home Assistant eine Benachrichtigung auslösen oder automatisch Fenster‑Aktoren ansteuern. In der Grafik lässt sich erkennen, wie durch gezieltes Lüften – selbst ohne bauliche Maßnahmen – die Werte zuverlässig unter 100 Bq/m³ bleiben.
Integration in Home Assistant
Ein wesentlicher Aspekt des Videos ist die Integration der Messgeräte in Home Assistant. Ich nutze diese Plattform, um alle Sensoren zu visualisieren und Automatisierungen zu erstellen.
Air‑Q‑Integration: Der Air‑Q kann per WLAN mit Home Assistant verbunden werden, ohne dass Daten das lokale Netzwerk verlassen. Dank der umfangreichen Sensorik lassen sich Korrelationen zwischen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Radonwerten visualisieren. Ich habe die Cloud‑Funktion deaktiviert und ausschließlich auf die lokalen Daten zugegriffen.
Radon Eye: Für den Radon Eye steht eine HACS‑Integration zur Verfügung. Diese verwendet Bluetooth‑Low‑Energy (BLE). Voraussetzung ist ein passender BLE‑Adapter im Home‑Assistant‑Server (z. B. ein ESP32 oder ein Atom M5 Lite). Die Werte werden stündlich aktualisiert und können in Dashboards oder Automatisierungen genutzt werden.
EcoCube: Der EcoCube lässt sich ebenfalls per HACS einbinden – jedoch nur über die Cloud. Diese Abhängigkeit hat einen entscheidenden Nachteil: Wenn eine Internetverbindung nicht verfügbar ist oder die Server nicht erreichbar sind, erhalte ich keine Messwerte. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte besser zu einem der anderen Geräte greifen.
Wenn Messungen dauerhaft Werte über 300 Bq/m³ ergeben, sollten Hausbesitzer weitere Schritte einleiten. Zunächst ist regelmäßiges Stoßlüften die einfachste Maßnahme; wie die Tests zeigen, reduziert dies die Konzentration schnell. In Regionen mit sehr hoher Bodenbelastung oder bei großen Rissen im Fundament kann allerdings Lüften allein nicht ausreichen. Dann ist es sinnvoll, die Ursachen zu beseitigen. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, deshalb empfehle ich in solchen Fällen, sich an einen Radon‑Fachbetrieb zu wenden und entsprechende Maßnahmen zu erörtern.
Fazit und Ausblick
Ich hoffe, ihr konntet verstehen, wie wichtig eine Radonmessung im eigenen Zuhause ist. Obwohl die gesetzliche Schwelle bei 300 Bq/m³ liegt, empfiehlt es sich, Werte möglichst unter 100 Bq/m³ zu halten. Einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Stoßlüften können Radon innerhalb kurzer Zeit senken. Moderne elektronische Sensoren erleichtern die Überwachung und ermöglichen mit Home Assistant automatisierte Maßnahmen. Der Air‑Q liefert extrem detaillierte Daten, ist jedoch kostenintensiv; der Radon Eye bietet ein gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis und arbeitet ohne Cloud; der EcoCube ist kompakt, erfordert aber eine Cloud‑Anbindung. Das passive Exposimeter liefert einen Langzeitwert und eignet sich zur behördlich anerkannten Messung.
Für Smart‑Home‑Enthusiasten lohnt sich die Integration der Sensoren in Home Assistant. Mit Grafana und ApexCharts lassen sich die Daten übersichtlich darstellen, Trends erkennen und Aktionen automatisieren. In einem Folgevideo werde ich die Integration der drei Sensoren in Home Assistant zeigen, wie Anbindung und Visualisierung eingerichtet werden. Den Code für die Apex‑Chart‑Cards und auch das Grafana‑Dashboard werde ich auf meinem Blog verfügbar machen.
GLKVM Remote KVM im Praxis-Test: Der Gamechanger für Fernwartung?
Einleitung: Warum ich auf dieses Produkt gewartet habe
Manche Geräte begegnen einem und man fragt sich: „Warum habe ich das nicht früher entdeckt?“ Der GLKVM Remote KVM von GaliNet ist genau so ein Produkt. Nach langer Suche nach einer bezahlbaren, leistungsfähigen Fernwartungslösung habe ich endlich ein Gerät gefunden, das meine Anforderungen mehr als erfüllt. Und genau das möchte ich heute mit dir teilen: in aller Ausführlichkeit, mit Beispielen und klarer Meinung.
Transparenzhinweis: Ich habe dieses Produkt selbst gekauft und nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen. Dennoch handelt es sich bei diesem Beitrag um eine Produktvorstellung mit persönlicher Meinung.
Ein KVM steht für Keyboard-Video-Mouse. Ein klassischer KVM-Switch erlaubt es, mehrere Rechner mit nur einer Peripherieeinheit zu bedienen. Ein Remote KVM geht einen Schritt weiter:
Es simuliert Tastatur, Maus und Bildausgabe über das Internet.
Du kannst damit einen PC aus der Ferne so bedienen, als wärst du physisch davor.
Zugriff ist sogar im BIOS möglich.
Funktioniert unabhängig vom Betriebssystem.
Vergleich mit herkömmlichen Remote-Lösungen
Funktion
GLKVM
RDP
VNC
Parsec
BIOS-Zugriff
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GPU-Nutzung
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Eingeschränkt
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Plug-and-Play-Setup
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Peripherie-Simulation
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ISO-Installationen
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Der Lieferumfang: Alles dabei?
Im Karton enthalten:
GLKVM Box (Alu-Gehäuse, hochwertig verarbeitet)
HDMI-Kabel
USB-C zu USB-C Kabel
USB-C zu USB-A Kabel
Netzwerkkabel
Nicht enthalten:
USB-C Netzteil (aber leicht zu beschaffen)
Besonderes Highlight: Es ist wirklich alles dabei, was man zum Start braucht – Plug & Play für Fortgeschrittene.
Einrichtung: Schritt für Schritt
Gerät anschließen (HDMI + USB + LAN)
IP-Adresse über den Router herausfinden (Tipp: Suche nach „glkvm“)
Schon bist du drin: Bildschirm, Tastatur, Maus – alles funktioniert, wie lokal angeschlossen.
Besondere Funktionen im Detail
1. 4K / 30 FPS & Hardware-Encoding
Auflösung bis 3840×2160 bei 30 FPS
Alternativ: FullHD/60 FPS
Hardware-Encoding bedeutet: Keine CPU-Belastung des Ziel-PCs
Ultra geringe Latenz bei der Bildübertragung
2. BIOS-Zugriff
Du kannst den Rechner starten, stoppen und sogar BIOS-Einstellungen ändern
Auch Neustarts in ein Installationsmedium sind möglich
3. Virtual Media (ISO-Mounting)
Lade ISO-Dateien über die Weboberfläche hoch (z. B. CloneZilla)
Mount als „virtuelles Laufwerk“
Direkt vom ISO-Image booten
Speicherplatz aktuell: 5,7 GB (leider etwas knapp)
4. Wake On LAN & Power Control Board
GLKVM kann WOL-Pakete senden
Mit dem optionalen GLKVM RTX Power Board kannst du den PC starten wie mit einem echten Power-Knopf
5. Audio & Mikrofon
Audio über HDMI funktioniert
Mikrofon aktuell bei mir noch nicht nutzbar
6. VPN & Cloud-Anbindung
über Tailscale mit einem Klick konfigurierbar
Auch Cloud-Zugriff über GL.inet möglich (ich empfehle lokal/VPN)
Use Case: Wie ich GLKVM nutze
Ich nutze den GLKVM für:
Zugriff auf meinen Schnitt-PC, wenn ich unterwegs bin
Zugriff auf Proxmox-Server und TrueNAS bei Fehlern
BIOS-Update oder OS-Installation von überall
Fernzugriff ohne Cloud, ohne Abos, ohne Umwege
Besonders praktisch: Ich kann mir ein Image mounten und CloneZilla-Backups remote einspielen – ein Gamechanger für den Notfall.
Kritikpunkte und Verbesserungspotential
Speicherplatz für Virtual Media ist knapp (5,7 GB)
USB-Devices lassen sich nicht direkt als ISO-Mount einbinden
Kein Netzteil enthalten (obwohl Standard-USB-C reicht)
Audio funktioniert, aber kein Mikrofon
Webinterface wirkt funktional, aber nicht besonders schön
Fazit: Meine ehrliche Meinung
Der GLKVM ist für mich ein absoluter Gamechanger. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, die genau das bietet: Voller Remote-Zugriff inkl. BIOS, keine Abos, keine Drittanbieter-Software, volle Kontrolle. Genau das liefert GLKVM – und das zu einem Preis unter 100 € (ca. 120€ mit ATX Controller).
Es ist nicht perfekt, aber das Gesamtpaket überzeugt mich. Ich werde mir definitiv noch ein weiteres Gerät für meine Rechner zulegen.
FAQ: Häufige Fragen
Kann ich das Gerät für Proxmox verwenden? Ja, perfekt geeignet. Selbst wenn Proxmox nicht mehr startet, kannst du direkt eingreifen.
Funktioniert das auf einem Mac? Die Weboberfläche ist systemunabhängig, funktioniert auch auf macOS.
Kann ich damit Windows neu installieren? Ja, über Virtual Media ISO mounten und booten.
Geht auch Wake On LAN? Ja, muss aber im BIOS des Ziel-PCs aktiviert sein.
Wie sicher ist der Remote-Zugriff? Ohne Passwort geht gar nichts. 2FA ist ebenfalls verfügbar.
Jetzt bist du dran!
Was denkst du über den GLKVM? Coole Technik oder unnötiger Nerd-Kram?
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Nach langem Zögern war es nun soweit: Ich habe mein ZigBee-System von Sonoff auf den SM-Light SLZB-06 umgestellt. Viele andere Smart-Home-Enthusiasten haben diesen Schritt bereits gewagt, jetzt war ich dran. In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Erfahrung mit dem Setup, der Migration und der Integration in Home Assistant. Dabei geht es um echte Alltagstauglichkeit und Praxistests – ungeschönt und ehrlich.
Transparenz-Hinweis
Ich habe den SLZB-06 ursprünglich selbst gekauft – leider war mein erster Stick defekt. Später hat mich SM-Light kontaktiert und mir ein neues Gerät sowie den P7 (mehr Speicher) und einen P8 PoE-Adapter zur Verfügung gestellt – ohne Bedingungen oder Verpflichtungen. Deshalb kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung, auch wenn es sich nicht um klassische bezahlte Kooperation handelt.
Warum der Umstieg?
Mein Sonoff-Stick mit CC2652P lief grundsätzlich sehr stabil. Doch durch meinen verstärkten Fokus auf virtualisierte Umgebungen wie Proxmox suchte ich nach einer LAN-basierten ZigBee-Lösung, um USB-Durchreichung zu vermeiden. Der SLZB-06 bringt genau das mit: ZigBee über LAN – PoE-fähig, stabil und zukunftssicher.
Vorbereitung & Kompatibilität
Wichtig: Es gibt verschiedene Versionen des SLZB-06. Achte auf den verwendeten Chipsatz:
Sonoff USB-Dongle Plus: EFR32MG21
SLZB-06 (Standard): CC2652P
SLZB-06M: EFR32MG21
Nicht kompatible Chips bedeuten: Kein direkter Adress-Umzug. Ich nutze die CC2652P-Version.
Voraussetzungen für das Setup:
Home Assistant (am besten mit Zigbee2MQTT)
Grundwissen über Add-ons, YAML und IP-Netzwerke
Backup deiner Home Assistant Konfiguration (dringend empfohlen!)
Physischer Aufbau
SLZB-06 in 3D-gedrucktem Gehäuse
PoE-Adapter mit dem Netzwerk verbinden
LAN-Kabel direkt an den Koordinator anschließen
Danach wurde automatisch eine IP-Adresse vergeben – das hatte bei meinem ersten (defekten) Gerät nicht funktioniert.
Firmware-Update und Einrichtung
Zugriff über die lokale IP-Adresse
Firmware-Update durchführen:
Koordinator Firmware
ZigBee Firmware (Developer oder Stable)
Koordinator-Adresse (IEEE) kopieren für die Geräteübernahme
Migration von Sonoff zu SLZB-06
Ziel: Die neuen Koordinatoren sollen die alte IEEE-Adresse übernehmen. So erkennen die bereits eingelernten ZigBee-Geräte den neuen Stick als bekannten Koordinator.
Schritte:
Im SLZB-06-Menü: alte IEEE-Adresse setzen („Flash Custom IEE Address“)
Überprüfen, ob die Adresse korrekt gesetzt wurde
Zigbee2MQTT anpassen:
Konfiguration im Add-on und im YAML-Editor übernehmen
Zigbee2MQTT neustarten
Erfolgskontrolle & Test
Bereits wenige Sekunden nach dem Start von Zigbee2MQTT erschienen die ersten Geräte wieder online. Nach kurzer Zeit waren nahezu alle 130 ZigBee-Geräte verbunden, inklusive meiner Test-Geräte und Sensoren. Schaltbefehle funktionierten sofort und ohne Verzögerung.
Vorteile des SLZB-06
LAN statt USB: Keine Durchreichung bei Virtualisierung nötig
PoE: Nur ein Kabel für Strom und Netzwerk
Web-Oberfläche: Zugriff auf Status, Updates und Koordinator-ID
Volle Kompatibilität mit Zigbee2MQTT
Kein Unterschied für Familienmitglieder – alles lief weiter
Mein Fazit nach 24 Stunden Dauerbetrieb
Ich bin ehrlich überrascht, wie schnell und problemlos der Umstieg funktioniert hat. Innerhalb von weniger als 20 Minuten war das komplette System wieder einsatzbereit. Kein einziges Gerät fiel aus. Niemand im Haushalt hat die Umstellung bemerkt – genau so sollte es sein.
Klare Empfehlung:
Wer auf Virtualisierung setzt oder Netzwerkintegration will, findet im SLZB-06 einen preiswerten, robusten und modernen ZigBee-Koordinator.
Bonus: Warum LAN besser ist als USB im Smart Home
Keine USB-Probleme bei Reboots oder Host-Wechseln
Skalierbar in Server-Umgebungen wie Proxmox oder TrueNAS
Trennung von Hardware und Host-Gerät
Zukunftssicher und servicefreundlich
Fragen oder Feedback?
Hast du bereits eigene Erfahrungen mit SM-Light gemacht? Oder planst du ebenfalls den Umstieg? Schreib mir gerne in die Kommentare oder auf meinem YouTube-Kanal Smart Home & More.
Dieser Beitrag basiert auf meiner persönlichen Erfahrung mit dem SLZB-06 von SM-Light. Vielen Dank an SM-Light für das Bereitstellen des funktionierenden Ersatzgeräts.