In den Videos wird die Einrichtung von Home Assistant auf verschiedenen Hardwarekomponenten gezeigt. Auch werden die ersten Schritte mit Home Assistant veranschaulicht.
Home Assistant Automatisierungen debuggen: Wenn Automatisierungen versagen, wird es schnell ungemütlich
Wer Home Assistant intensiv nutzt, kennt diese Situationen nur zu gut: Man geht in den Flur – und das Licht bleibt aus. Oder morgens bleiben die Rollläden unten, obwohl sie seit Monaten zuverlässig funktioniert haben. Solche Fehler sind nicht nur technisch ärgerlich, sie sorgen auch im Alltag schnell für Frust. Gerade dann, wenn andere Personen im Haushalt dem Smart Home ohnehin skeptisch gegenüberstehen.
In diesem Beitrag zeige ich keinen neuen Sensor, keine neue Integration und auch keine klassische „Automatisierung des Monats“. Stattdessen geht es um eine Frage, die mir regelmäßig gestellt wird – und die ich mir selbst oft genug stellen muss:
Warum läuft meine Automatisierung nicht, obwohl eigentlich alles richtig aussieht?
Warum die Home-Assistant-Traces oft nicht ausreichen
Home Assistant bringt mit den Traces bereits ein sehr mächtiges Werkzeug zur Fehlersuche mit. Man sieht, welche Trigger ausgelöst wurden, welche Bedingungen geprüft wurden und an welcher Stelle eine Automatisierung eventuell abgebrochen ist.
In der Praxis stoße ich damit aber immer wieder an Grenzen:
Traces werden schnell unübersichtlich
Zustände werden nur punktuell angezeigt
Zusatzinformationen wie „Wann hat sich dieser Zustand zuletzt geändert?“ fehlen
Zusammenhänge zwischen mehreren Entitäten sind schwer zu erkennen
Gerade bei komplexeren Automatisierungen mit Zeitfenstern, Nachtmodi, Helligkeitswerten oder mehreren Bedingungen wird das Debugging schnell zur Fleißarbeit.
An genau dieser Stelle setze ich mit meinem eigenen Ansatz an.
Mein Ansatz: Debug-Snapshots statt Rätselraten
Statt mich ausschließlich auf Traces zu verlassen, arbeite ich mit sogenannten Debug-Snapshots. Die Idee dahinter ist simpel:
Ich speichere mir zu definierten Zeitpunkten innerhalb einer Automatisierung den Zustand relevanter Entitäten – strukturiert, nachvollziehbar und dauerhaft in einer Logdatei.
So sehe ich später ganz in Ruhe:
Welche Entitäten welchen Status hatten
Wann sich ein Zustand zuletzt geändert hat
Ob Bedingungen wirklich erfüllt waren
Wie sich Zustände vor und nach einer Aktion unterscheiden
Das Ganze ist kein Ersatz für Traces, sondern eine Ergänzung – vor allem dann, wenn man systematisch verstehen möchte, warum eine Automatisierung nicht so läuft wie gedacht.
Debug-Snapshots in der Praxis
Ich nutze dafür ein eigenes Skript, das ich an beliebigen Stellen in einer Automatisierung aufrufen kann. Typischerweise setze ich es:
direkt am Start der Automatisierung
vor kritischen Aktionen
nach der eigentlichen Aktion
Jeder Aufruf erzeugt einen Snapshot, der folgende Informationen enthalten kann:
Name der Automatisierung
aktuelle Phase (z. B. Start, Before Action, After Action)
Zeitstempel
Zustände definierter Entitäten
„Last Changed“-Informationen
So entsteht Schritt für Schritt ein klares Bild davon, was in der Automatisierung tatsächlich passiert.
Welche Entitäten sind wirklich relevant?
Ein großer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass ich selbst entscheide, was geloggt wird. Typische Kandidaten sind bei mir:
Bewegungsmelder (inkl. last_changed)
Lichtzustände
Helligkeitssensoren
Zeit- oder Datumsbedingungen
Nachtmodus (z. B. über input_boolean)
Gerade der Nachtmodus ist in der Praxis eine häufige Fehlerquelle. Ich hatte schon mehrfach Situationen, in denen eine Automatisierung „nicht funktionierte“, weil schlicht noch der Nachtmodus aktiv war. Im Debug-Log sehe ich das sofort – ohne langes Suchen.
File-Integration: Logdateien direkt in Home Assistant
Damit die Debug-Snapshots nicht irgendwo verschwinden, nutze ich die File-Integration von Home Assistant. Darüber lässt sich ein Notify-Dienst anlegen, der Text direkt in eine Datei schreibt.
Der große Vorteil:
keine externe Infrastruktur
keine zusätzlichen Tools
alles bleibt innerhalb von Home Assistant
Die Logdatei liegt im „www" -Verzeichnis und kann bequem über den File Editor oder per Browser eingesehen werden.
Debug-Log lesen und richtig interpretieren
Ein einzelner Logeintrag besteht aus mehreren Blöcken:
Metainformationen (Zeitpunkt, Phase, Name)
Zustände der Entitäten
Zusatzinformationen wie last_changed
Besonders hilfreich ist der direkte Vergleich zwischen Before Action und After Action. So sehe ich zum Beispiel:
Wurde das Licht wirklich eingeschaltet?
Hat sich der Status geändert?
Wurde eine Bedingung vielleicht doch nicht erfüllt?
Mit diesen Informationen kann ich Automatisierungen gezielt anpassen, statt nur „auf Verdacht“ Werte zu ändern.
Typische Fehlerquellen, die schnell sichtbar werden
Mit Debug-Snapshots lassen sich viele Klassiker schnell entlarven:
Nachtmodus noch aktiv
Helligkeitswert knapp über oder unter dem Grenzwert
Zeitfenster falsch gewählt
Entität war länger unverändert als erwartet
Gerade bei Helligkeitssensoren nutze ich die Logs auch, um über mehrere Tage Daten zu sammeln und Grenzwerte realistisch festzulegen.
Für wen ist dieser Ansatz sinnvoll?
Ganz klar: Das ist kein Einsteiger-Thema.
Wenn du gerade erst mit Home Assistant anfängst, brauchst du dieses Werkzeug vermutlich noch nicht. Aber es ist gut zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt.
Für fortgeschrittene Nutzer, die:
viele Automatisierungen betreiben
komplexe Bedingungen nutzen
nachvollziehbar debuggen möchten
ist dieser Ansatz extrem hilfreich.
Fazit: Debuggen mit System statt Trial-and-Error
Automatisierungen, die nicht funktionieren, gehören leider zum Smart-Home-Alltag dazu. Entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Mit Debug-Snapshots habe ich für mich einen Weg gefunden, Probleme systematisch zu analysieren, statt im Nebel zu stochern. In Kombination mit den Home-Assistant-Traces ergibt sich ein sehr mächtiges Werkzeug zur Fehlersuche.
Den kompletten Code für das Debug-Snapshot-Skript stelle ich wie immer in meinem Blog bereit.
alias: debug_snapshot
description: Debug Snapshot (JSONL, dynamisches Ziel)
fields:
name:
name: Name
description: Bezeichnung des Snapshots
selector:
text: null
phase:
name: Phase
description: Status oder Phase (z.B. Start, Error, Ende)
default: info
selector:
text: null
entities:
name: Entitäten
description: Liste der zu loggenden Entitäten
selector:
entity:
multiple: true
zusatzdaten:
name: Zusatzdaten
description: Ein Dictionary für extra Infos
default: {}
selector:
object: null
benachrichtigungsdienst:
name: Benachrichtigungsdienst
description: Welcher Dienst soll genutzt werden?
default: notify.file
selector:
text: null
sequence:
- variables:
ent_list: >-
{{ entities if entities is iterable and entities is not string else
([entities] if entities else []) }}
payload: |-
{% set ns = namespace(snapshot={}) %}
{% for e in ent_list %}
{% if states[e] is defined %}
{% set obj = states[e] %}
{% set lc = obj.last_changed.astimezone() %}
{% set ns.snapshot = dict(ns.snapshot, **{e: {
"state": states(e),
"last_changed": lc.isoformat(),
"seconds_since_change": (now() - lc).total_seconds() | int,
"attributes": obj.attributes
}}) %}
{% endif %}
{% endfor %}
{{ {
"ts": now().isoformat(),
"name": name,
"phase": (phase | default("info")),
"extra": (zusatzdaten | default({})),
"snapshot": ns.snapshot
} | tojson }}
- action: notify.send_message
target:
entity_id: "{{ benachrichtigungsdienst }}"
data:
message: "{{ payload }}"
mode: queued
max: 200
Deine Meinung ist gefragt
Mich interessiert, wie du Automatisierungen debuggt:
Arbeitest du nur mit Traces?
Nutzt du eigene Logs?
Oder ganz andere Ansätze?
Schreib mir das gerne in die Youtube Kommentare.
Und falls du Wünsche für eine kommende Automatisierung des Monats hast – lass es mich wissen.
Home Assistant Backup ist eines der meist unterschätzten Themen im Smart Home. Erst wenn der Server ausfällt, eine VM beschädigt ist oder eine SD-Karte den Geist aufgibt, zeigt sich, ob das eigene Backup-Konzept wirklich funktioniert.
Warum ein Home‑Assistant‑Backup erst im Ernstfall seinen Wert zeigt
Was passiert eigentlich, wenn heute Nacht dein Home‑Assistant‑Server ausfällt? Festplatte defekt, VM gelöscht, SD‑Karte korrupt – und plötzlich ist alles weg. Automationen, Dashboards, Tokens, Integrationen. Genau dieses Szenario ist der Grund, warum ich mich intensiv mit Backups beschäftigt habe.
Viele Nutzer haben irgendwo ein Backup laufen. Aber die entscheidende Frage lautet nicht: Habe ich ein Backup? Sondern: Kann ich es im Worst Case wirklich wiederherstellen?
In diesem Beitrag zeige ich dir mein vollständiges Backup‑Konzept für Home Assistant – inklusive echter Wiederherstellung auf neue Hardware. Kein Theorie‑Artikel, sondern ein praxisnaher Leitfaden, der sich an genau dem orientiert, was im Ernstfall zählt.
Die 3‑2‑1‑Regel – Fundament jedes seriösen Backup‑Konzepts
Bevor wir über Home Assistant sprechen, müssen wir über das Grundprinzip reden. Die 3‑2‑1‑Backup‑Regel ist kein Buzzword, sondern ein bewährter Standard:
3 Kopien deiner Daten
2 unterschiedliche Medien
1 Kopie außerhalb deines Systems
Für Home Assistant bedeutet das konkret:
ein lokales Backup für schnelle Rollbacks
ein Netzwerkspeicher (NAS/SMB) als zweites Medium
ein externes Ziel, z. B. Cloud oder Offsite‑Storage
Alles andere ist kein Backup‑Konzept, sondern Hoffnung.
Ich habe in diesem Beitrag bewusst auf die Nabu Casa Cloud als externes Backup Ziel verzichtet. Für die Cloud ist eine Subscription nötig und mein Ziel war es Möglichkeiten ohne zusätzliche Kosten aufzuzeigen. Dennoch kann ich die Nabu Casa Cloud empfehlen. Man unterstützt damit auch die Weiterentwicklung von Home Assistant.
Home Assistant Backups richtig konfigurieren
In Home Assistant selbst stehen dir mittlerweile sehr gute Bordmittel zur Verfügung. Wichtig ist, dass du sie bewusst konfigurierst und nicht einfach auf den Standardwerten stehen lässt.
Automatische Backups
Ich setze auf tägliche automatische Backups, zeitlich so gelegt, dass sie nicht mit anderen Wartungsaufgaben kollidieren. Zusätzlich begrenze ich die Anzahl der Backups pro Ziel, damit Speicher nicht unkontrolliert vollläuft.
Was gehört ins Backup?
Für ein echtes Worst‑Case‑Backup sichere ich:
Konfiguration
Add-ons
Datenbanken
Share‑Ordner
Ja, das Backup wird größer – aber genau das ist der Punkt. Im Ernstfall möchte ich nichts manuell rekonstruieren müssen.
Verschlüsselung: Dein Notfall‑Set ist entscheidend
Sobald Backups außerhalb deines Systems liegen, ist Verschlüsselung Pflicht. In einem Home‑Assistant‑Backup befinden sich unter anderem:
API‑Tokens
Zugangsdaten
Integrations‑Secrets
Informationen über dein Smart Home
Ohne Verschlüsselung liegen diese Daten im Klartext vor.
Das Notfall‑Set
Home Assistant generiert bei der Einrichtung ein Notfall‑Set mit dem Verschlüsselungs‑Key. Dieser Punkt ist kritisch:
Ohne diesen Schlüssel ist ein Restore unmöglich.
Ich speichere das Notfall‑Set:
offline
redundant
getrennt vom System
Das ist keine Paranoia, sondern Vorsorge.
Ich nutze dafür eine lokal gehostete Vaultwarden Lösung und speichere dort alle meine Kennwörter und Daten redundant. Der Verschlüsselungscode ist elementar. Ohne sind eure Backups wertlos und ihr könnt diese nicht wiederherstellen.
Backup‑Ziel 1: Lokale Backups
Lokale Backups sind perfekt für:
schnelle Rollbacks
Fehlkonfigurationen
Updates, die schiefgehen
Sie sind kein Schutz vor Hardware‑Ausfall, aber ein wichtiger Baustein. Ich betrachte sie als Komfort‑Backup – nicht als Lebensversicherung.
Backup‑Ziel 2: NAS / SMB‑Freigabe
Als zweites Medium nutze ich eine SMB‑Freigabe auf einem NAS. Das kann ein klassisches NAS sein oder ein Server im Netzwerk.
Wichtig dabei:
eigener Benutzer nur für Backups
klare Freigaberechte
stabiler Netzwerkspeicher
Dieses Ziel deckt bereits viele Ausfallszenarien ab – aber noch nicht alle. In meinem Setup habe ich eine SMB-Freigabe auf einem virtuellen Unraid System im Einsatz. Jede beliebige andere Freigabe , sei es auf einem Synology, QNAP, Terramaster , UGreen – NAS erfüllen aber den gleichen Zweck.
Backup‑Ziel 3: Cloud / WebDAV mit Nextcloud
Für das externe Backup‑Ziel setze ich auf WebDAV, z. B. über Nextcloud. Der große Vorteil: Plattformunabhängig, bewährt und gut integriert.
Zwei‑Faktor‑Authentifizierung richtig lösen
Viele scheitern hier an 2FA. Die Lösung ist kein Abschalten der Sicherheit, sondern:
Nutzung eines App‑Passworts
2FA bleibt aktiv
Zugriff ist sauber begrenzt
So funktioniert Cloud‑Backup ohne Sicherheitskompromisse. Die Nextcloud ist in einem Rechenzentrum gehostet und wird von mir selber verwaltet. Es können aber genauso auch andere Lösungen angewendet werden. Interessant finde ich z.B. auch SFTP Storage, da man sich so schnell einen eigenen günstigen virtuellen Server für kleines Geld bei IONOS, Hetzner etc.. mieten kann und ohne große Infrastruktur und Verwaltungsaufwand nur mit einem SSH Server eine externe Speicherfreigabe hat.
Der entscheidende Test: Restore im Worst Case
Ein Backup ist erst dann ein Backup, wenn es erfolgreich wiederhergestellt wurde.
Ich habe deshalb bewusst den Worst Case simuliert:
bestehende VM außer Betrieb
neues System aufgesetzt
Restore auf komplett andere Architektur (x86 → ARM)
Home Assistant macht das erstaunlich sauber – wenn das Backup korrekt erstellt wurde. Ich habe mich bewusst auch für eine andere Architektur entschieden, um euch im Video direkt zu zeigen, dass ihr selbst vor einem Wechsel , sei es x86 zu ARM oder ARM zu x86 keine Sorge haben müsst, so lange ihr das Home Assistant OS verwendet.
Typische Probleme nach dem Restore – und wie man sie löst
IP‑Adressen
Nach einem Restore ändern sich oft IP‑Adressen. Das betrifft:
MQTT
Integrationen
externe Dienste
Meine Empfehlung: feste IPs oder DHCP‑Reservierungen.
Grundsätzlich würde ich eine DHCP Reservierung im Router per MAC Adresse bevorzugen, da sie hinterher einfacher zu veralten ist. Das unterstützt mittlerweile jeder halbwegs vernünftige Router. Ihr spart euch so später manuelles „Gefrickel“ nach dem Restore.
USB‑Geräte & Device‑by‑ID
USB‑Sticks (Zigbee, Z‑Wave) sollten immer per Device‑by‑ID eingebunden werden. Dann spielt es keine Rolle, an welchem Port sie stecken – auch nach einem Hardware‑Wechsel. Ich habe mich in meinem Beitrag deshalb bewusst entschieden eine USB-ZigBee Verbindung zu verwenden, um euch dieses Szenario ebenfalls direkt zeigen zu können und die Sorge vor einem Wechsel oder einer Wiederherstellung zu nehmen.
Warum dieses Backup‑Konzept bewusst ausführlich ist
Dieses Setup ist kein Minimal‑Guide. Es ist ein Referenz‑Konzept. Ziel ist nicht, möglichst schnell fertig zu sein, sondern:
vorbereitet zu sein
reproduzierbar zu bleiben
im Ernstfall ruhig reagieren zu können
Ein echtes Backup‑Konzept zeigt seinen Wert nicht im Alltag – sondern dann, wenn alles schiefgeht.
Fazit: Backup ist keine Funktion, sondern ein Prozess
Wenn du aus diesem Beitrag nur eines mitnimmst, dann das:
Ein Backup, das du nie getestet hast, ist kein Backup.
Mit der 3‑2‑1‑Regel, Verschlüsselung, mehreren Zielen und einem getesteten Restore bist du auf der sicheren Seite – auch dann, wenn dein Home‑Assistant‑Server plötzlich nicht mehr startet.
Kurzfassung für Eilige (Backup‑Checkliste)
Wenn du Home Assistant ernsthaft betreibst, solltest du mindestens diese Punkte erfüllen:
✔️ Automatische Backups aktiviert
✔️ Backups verschlüsselt
✔️ 3‑2‑1‑Regel umgesetzt (lokal, NAS, extern)
✔️ Externes Ziel unabhängig vom Home‑Assistant‑System
✔️ Notfall‑Set sicher und offline abgelegt
✔️ Restore mindestens einmal getestet (idealerweise auf anderer Hardware)
Wenn einer dieser Punkte fehlt, ist dein Backup‑Konzept unvollständig.
Typische Fehler bei Home‑Assistant‑Backups
Aus Erfahrung scheitern Backups selten an der Technik, sondern an Kleinigkeiten:
Backups werden nie getestet
Verschlüsselungs‑Key geht verloren
Backups liegen nur lokal
Cloud‑Backups ohne Verschlüsselung
USB‑Geräte nicht per Device‑by‑ID eingebunden
Diese Fehler fallen meist erst auf, wenn es zu spät ist.
Die Adventszeit ist für viele eine der schönsten Zeiten im Jahr – und gleichzeitig eine der stressigsten. Zwischen Terminen, Familie und Alltag bleibt oft wenig Zeit, sich um die Weihnachtsbeleuchtung zu kümmern. Immer wieder Schalter drücken, Lichterketten einschalten, Außenbeleuchtung aktivieren und am Ende des Tages wieder alles abschalten – das kostet Zeit und Nerven.
Genau deshalb habe ich mir dieses Jahr eine besonders flexible und wiederverwendbare Lösung gebaut: Eine Home Assistant Weihnachtsbeleuchtung, die komplett automatisch funktioniert und sich über Kalender, Label, Zeitpläne und einen Template-Sensor steuern lässt. Das Ganze ist meine Automatisierung des Monats – und sie lässt sich perfekt auf andere Jahreszeiten oder Anlässe übertragen.
In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt, wie ich das Ganze umgesetzt habe, welche Bausteine ich verwende und wie du die Automatisierung für dein eigenes Zuhause anpassen kannst.
Warum eine Home Assistant Weihnachtsbeleuchtung?
Die tägliche Routine rund um die Beleuchtung hat mich jedes Jahr aufs Neue genervt: Schalter drücken, einzelne Lampen aktivieren oder vergessen auszuschalten. Gerade wenn man Home Assistant nutzt, liegt es nahe, diese Abläufe vollständig zu automatisieren.
Wichtig war mir dabei:
Innen- und Außenbeleuchtung getrennt steuern zu können
Bedingungen wie Anwesenheit, Nachtmodus, Sonnenstand und Zeitfenster kombinieren zu können
Eine Lösung zu haben, die jedes Jahr ohne Anpassung funktioniert
Neue Lampen oder Steckdosen ohne Änderungen an der Automatisierung einbinden zu können
Die Grundlage dafür bilden Kalender, Template-Sensor, Labels und Zeitpläne.
Schritt 1: Kalender für die Weihnachtszeit
Damit die Automatisierung jedes Jahr ohne Anpassung funktioniert, lege ich in Home Assistant einen Kalender an. Dort definiere ich den Zeitraum der Weihnachtszeit. Der Kalender steuert später, ob die Automation aktiv ist oder nicht.
Vorgehen:
Die Integration „Kalender“ hinzufügen
Einen Kalender „Automatisierung“ anlegen
Einen Termin „Weihnachtszeit“ erstellen
Jährlich wiederholen aktivieren
Damit weiß Home Assistant jedes Jahr automatisch, ob sich die Weihnachtszeit gerade im aktiven Zeitraum befindet.
Schritt 2: Template-Sensor für den Zustand „Weihnachtszeit“
Aus dem Kalender erstelle ich einen Template-Sensor-Helfer, der lediglich den Zustand „an“ oder „aus“ besitzt. Dieser Sensor ist später eine zentrale Bedingung in der Automatisierung und greift auf den Automatisierungskalender zurück.
Beispielcode:
{{ is_state('calendar.automatisierung', 'on')
and state_attr('calendar.automatisierung', 'message') == 'Weihnachtszeit' }}
Dieser Sensor liefert ein sauberes Boolean-Ergebnis und erleichtert die Logik deutlich.
Schritt 3: Labels für Innen und Außen
Labels sind ein extrem hilfreiches Werkzeug in Home Assistant. Ich nutze zwei Labels:
Weihnachtsbeleuchtung (Innen)
Weihnachtsbeleuchtung (Außen)
Mit Labels kann ich flexibel Lampen hinzufügen oder entfernen, ohne jemals den Automationscode anfassen zu müssen. Gerade bei saisonaler Deko ist das ideal.
Dann werden alle zu verwendeten Beleuchtungen mit den jeweiligen Labeln versehen.
Schritt 4: Zeitpläne für die Innenbeleuchtung
Die Innenbeleuchtung benötigt andere Regeln als die Außenbeleuchtung. Drinnen möchte ich feste Zeitfenster nutzen, die sich außerdem nach Wochentagen und dem Nachtmodus richten.
Ich arbeite mit einem Zeitplan Helfer
Morgens: 5:00 bis 10:30 (Wochenende ab 6:30)
Nachmittags bis abends: 15:00 bis 24:00
Diese Zeitpläne lassen sich jederzeit anpassen, ohne die Automatisierung zu verändern.
Schritt 5: Außenbeleuchtung mit Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
Für die Außenbeleuchtung nutze ich den Sonnenstand:
Einschalten: eine Stunde vor Sonnenuntergang
Ausschalten: bei Sonnenaufgang
Damit läuft die Außenbeleuchtung immer zu den richtigen Zeiten, ohne dass ich eingreifen muss.
Schritt 6: Die Automatisierung – alles zusammengeführt
Die Automatisierung kombiniert:
Kalender
Template-Sensor
Zeitpläne
Nachtmodus
Anwesenheit
Sonnenstand
Labels
Die Automation reagiert auf verschiedene Trigger und führt dann die passenden Aktionen aus.
Beispielsweise:
Wenn die Weihnachtszeit endet, wird jede Beleuchtung deaktiviert.
Wenn morgens der Nachtmodus endet und der Zeitplan aktiv ist, wird innen die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet.
Wenn jemand nach Hause kommt, wird die Weihnachtsbeleuchtung aktiviert, sofern kein Nachtmodus aktiv ist.
Wenn der Scheduler triggert und jemand zu Hause ist, wird die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet.
Beim Sonnenuntergang wird die Weihnachtsbeleuchtung-Außen eingeschaltet.
Beim Sonnenaufgang oder bei Ende der Weihnachtszeit wird die Weihnachtsbeleuchtung-Außen ausgeschaltet.
Welche Entitäten musst du für deine eigene Installation anpassen?
Damit die Automatisierung für deine Weihnachtsbeleuchtung korrekt funktioniert, solltest du einige Entitäten an dein eigenes Home-Assistant-Setup anpassen. Im Folgenden findest du alle Stellen, an denen du eigene Namen, Gruppen oder Helper verwenden musst.
Sensoren und Helper
binary_sensor.weihnachtszeit Dieser Sensor entscheidet, ob gerade „Weihnachtszeit“ ist. Du kannst stattdessen auch einen eigenen Helper oder eine Bedingung verwenden.
input_boolean.notify_night Der Nachtmodus-Schalter. Falls du einen anderen Boolean für deinen Nachtmodus nutzt, musst du diesen hier ersetzen.
input_select.haus_modus Der Hausmodus (z. B. „Anwesend“ oder „Abwesend“). Achte darauf, dass deine eigenen Auswahlwerte exakt zu deiner Konfiguration passen.
Zeitplan / Schedule
schedule.zeitplan_weihnachtsdeko Dies ist der Zeitplan, der festlegt, wann die Weihnachtsbeleuchtung aktiv sein soll. Passe den Namen an deinen eigenen Zeitplan an.
Lichtgruppen oder Labels Die wichtigste Anpassung betrifft die Zielbeleuchtung. In der Automation werden Labels verwendet, um mehrere Geräte gleichzeitig anzusteuern.
weihnachtsbeleuchtung_innen Gruppe bzw. Label für alle Innenlichter.
weihnachtsbeleuchtung_aussen Gruppe bzw. Label für alle Außenlichter.
Wenn du keine Labels verwendest, kannst du stattdessen auch einzelne Licht-Entitäten direkt im Zielbereich der Automation eintragen.
Sonnenuntergang und Sonnenaufgang Die Automation reagiert zusätzlich mit folgenden Offsets:
Sonnenuntergang: 1 Stunde vorher
Sonnenaufgang: 1 Stunde später Diese Offsets kannst du bei Bedarf an deine eigenen Lichtverhältnisse anpassen.
Wenn du diese Entitäten im Skript austauschst, kannst du die komplette Automation sofort in deinem eigenen Home Assistant verwenden.
alias: Weihnachtsbeleuchtung
description: ""
triggers:
- trigger: state
entity_id:
- binary_sensor.weihnachtszeit
to:
- "off"
id: id_xmas_end
- trigger: state
entity_id:
- input_boolean.notify_night
to:
- "off"
id: id_night_off
- trigger: state
entity_id:
- input_boolean.notify_night
to:
- "on"
id: id_night_on
- trigger: state
entity_id:
- input_select.haus_modus
to:
- Abwesend
id: id_away
- trigger: state
entity_id:
- input_select.haus_modus
to:
- Anwesend
id: id_home
- trigger: state
entity_id:
- schedule.zeitplan_weihnachtsdeko
to:
- "on"
id: id_sched_on
- trigger: state
entity_id:
- schedule.zeitplan_weihnachtsdeko
to:
- "off"
id: id_sched_off
- trigger: sun
event: sunset
offset: "-01:00:00"
id: id_sunset
- trigger: sun
event: sunrise
offset: "01:00:00"
id: id_sunrise
conditions:
- condition: or
conditions:
- condition: state
entity_id: binary_sensor.weihnachtszeit
state:
- "on"
- condition: trigger
id:
- id_xmas_end
actions:
- alias: Wenn Weihnachtszeit zu Ende
choose:
- conditions:
- condition: trigger
id:
- id_xmas_end
sequence:
- action: light.turn_off
metadata: {}
data: {}
target:
label_id:
- weihnachtsbeleuchtung_innen
- weihnachtsbeleuchtung_aussen
- conditions:
- condition: and
conditions:
- condition: trigger
id:
- id_night_off
- condition: state
entity_id: schedule.zeitplan_weihnachtsdeko
state:
- "on"
sequence:
- action: light.turn_on
metadata: {}
data: {}
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_innen
alias: >-
Morgens früh, wenn Nachtmodus ausgeschaltet wird,
Weihnachtsbeleuchtung innen einschalten
- conditions:
- condition: and
conditions:
- condition: trigger
id:
- id_home
- condition: state
entity_id: input_boolean.notify_night
state:
- "off"
- condition: state
entity_id: schedule.zeitplan_weihnachtsdeko
state:
- "on"
alias: Jemand kommt nach Hause
sequence:
- action: light.turn_on
metadata: {}
data: {}
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_innen
alias: Jemand kommt nach Hause
- conditions:
- condition: and
conditions:
- condition: state
entity_id: input_boolean.notify_night
state:
- "off"
- condition: state
entity_id: input_select.haus_modus
state:
- Anwesend
- condition: trigger
id:
- id_sched_on
sequence:
- action: light.turn_on
metadata: {}
data: {}
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_innen
alias: Weihnachtsscheduler On
- conditions:
- condition: trigger
id:
- id_sunset
sequence:
- action: light.turn_on
metadata: {}
data:
rgb_color:
- 240
- 5
- 5
brightness_pct: 20
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_aussen
alias: Sonnenuntergang Außenbeleuchtung an
- conditions:
- condition: or
conditions:
- condition: trigger
id:
- id_away
- condition: trigger
id:
- id_sched_off
- condition: trigger
id:
- id_xmas_end
- condition: trigger
id:
- id_night_on
sequence:
- action: light.turn_off
metadata: {}
data: {}
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_innen
alias: Beleuchtung innen aus
- conditions:
- condition: or
conditions:
- condition: trigger
id:
- id_sunrise
- condition: trigger
id:
- id_xmas_end
sequence:
- action: light.turn_off
metadata: {}
data: {}
target:
label_id: weihnachtsbeleuchtung_aussen
alias: Beleuchtung Außen aus
mode: queued
max: 10
Erweiterungsmöglichkeiten
Die Automatisierung ist so aufgebaut, dass ich sie jederzeit für andere Zwecke wiederverwenden kann. Denkbare Erweiterungen:
Halloween
Gartenbeleuchtung
saisonale Outdoor-Deko
Bewässerungssysteme
Ambient-Licht-Szenen
Ich ändere lediglich die Labels oder Zeitpläne – die Grundstruktur bleibt gleich.
Mit meiner Home Assistant Weihnachtsbeleuchtung habe ich eine Automation umgesetzt, die vollständig automatisch läuft und jedes Jahr ohne Änderungen wiederverwendet werden kann. Durch die Kombination aus Kalender, Template-Sensor, Labeln und Zeitplänen entsteht eine sehr flexible und robuste Lösung, die mir im Alltag Arbeit abnimmt und zuverlässig funktioniert.
Ich hoffe, diese Automatisierung des Monats inspiriert dich zu eigenen Projekten und gibt dir eine klare Struktur, wie du ähnliche Aufgaben in Home Assistant lösen kannst. Wenn du Fragen hast oder deine eigene Version teilen möchtest, freue ich mich über Rückmeldungen auf meinem Youtube Kanal
Seit 2019 setze ich Roborock-Saugroboter zuverlässig in meinem Zuhause ein. Von älteren Modellen bis hin zu aktuellen Geräten arbeiten sie täglich für uns – und sind für unsere Familie nicht mehr wegzudenken. Gerade weil wir in jedem Stockwerk einen Roborock nutzen, ist mir eine effiziente Integration in Home Assistant besonders wichtig.
Bereits vor längerer Zeit hatte ich dazu ein Video sowie ein Skript bereitgestellt. Dieses funktionierte zuverlässig, war jedoch an ein grundlegendes Problem gebunden: Es arbeitete auf Geräte-IDs statt Entitäten. Wenn ein neuer Roboter hinzukam, musste das gesamte Skript manuell angepasst werden. Da bei uns immer wieder ein neues Modell seinen Platz findet, wurde diese Anpassung zunehmend unübersichtlich. Aus diesem Grund habe ich eine modernisierte, flexiblere Lösung entwickelt.
In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt, wie du:
Roborock korrekt in Home Assistant einbindest
die Roborock Custom Map Integration installierst
die Vacuum Map Card einrichtest
Räume sauber konfigurierst
die Karte vollständig nutzen kannst
Das Ziel ist, Roborock komfortabel und visuell ansprechend zu steuern – ganz ohne komplexe Skriptanpassungen.
Unterstützung des Kanals
Die Erstellung meiner Skripte und Videos ist mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden – von der technischen Vorbereitung und intensiven Recherche bis hin zu Tests, Aufnahmen und Nachbearbeitung. Alle Inhalte stelle ich dir dennoch vollständig kostenlos zur Verfügung.
Aktuell gibt es in den Black Weeks besonders attraktive Angebote. Ich selbst habe mir zu diesen hervorragenden Konditionen einen neuen Roborock-Saugroboter gegönnt – die Preise sind wirklich stark.
Wenn du ebenfalls über den Kauf eines Roborock nachdenkst, kannst du meinen Kanal und meine Arbeit wirkungsvoll unterstützen, indem du den Roboter über meinen Affiliate-Link bestellst. Für dich bleibt der Preis unverändert, aber ein kleiner Anteil des Kaufpreises hilft mir, weiterhin hochwertige Inhalte bereitzustellen. Wenn du vielleicht etwas anderes in den Black Wecks kaufen möchtest, kannst du mich dennoch unterstützen, wenn du meinen allgemeinen amazon Link für deinen Einkauf verwendest.
[Dual Anti-Tangle-System] Entdecke das revolutionäre doppelte Verhedderungsschutz-System des roborock Qrevo Curv mit Hauptbürste und Seitenbürste, einfach perfekt für den Umgang mit langen Haaren und für haustierfreundliche Wohnungen. Genieße eine Reinigung ohne verhedderte Haare und ähnliches, die Bürste reinigt sich fast von selbst.
[Extreme Saugkraft von 18.500 Pa] Branchenführende 18.500 Pa HyperForce Saugkraft in Kombination mit den Borsten der DuoDivide Bürste garantieren, dass der roborock Qrevo Curv auch anspruchsvolle Stellen wie Teppiche und Lücken in harten Böden gründlich reinigt und dabei selbst die kleinsten Partikel entfernt.
[FlexiArm Technologie] Die FlexiArm Arc Seitenbürste und das Kantenwischsystem, die exklusiv von Roborock angeboten werden, ermöglichen eine unvergleichliche Reinigungsabdeckung, da blinde Flecken beseitigt werden und somit kein Schmutz zurückbleibt.
[AdaptiLift Chassis] Erreiche ein höheres Niveau bei der Reinigung mit dem AdaptiLift Chassis, einer Premiere in der Branche, bei der viele verschiedene Anhebezustände dank drei unabhängig einstellbarer Räder erreicht werden können. So kann das gesamte Chassis um 10 mm angehoben werden oder nur die vordere, hintere, linke oder rechte Hälfte, damit die Anpassung an deine heimische Umgebung problemlos möglich ist.
[75 °C Heißwasser-Moppwäsche] Beseitige problemlos hartnäckige Flecken und fettige Verschmutzungen mit 75 °C heißem Wasser von deinen Mopps, gleichermaßen perfekt für Küchen und Essbereiche. Das heiße Wasser beseitigt über 99,99 % der Bakterien und gewährleistet optimale Hygiene. Mit drei einstellbaren Temperatureinstellungen bist du auf jedes Reinigungsszenario vorbereitet.
7,98cm Ultraflaches Design – Dank des autonomen StarSight Systems 2.0 der nächsten Generation ist der Saros 10R unglaublich smart und beeindruckend flach. Mit seiner hochentwickelten Positionierungs- und Kartierungsfunktiornen navigiert er mühelos unter Sofas und Betten.
Autonomes StarSight System 2.0 – Mithilfe fortschrittlicher Technologie zur Vermeidung seitlicher Hindernisse gleitet er mühelos um unregelmäßig geformte Möbel und Wände herum und reinigt sogar die Umgebung herumliegender Kabel garantiert gründlich.
Zero-Tangle-System – Ständige Wartung der Bürste ist für dich kein Thema mehr- dank des revolutionären Anti-Tangle-Systems an Hauptbürste und Seitenbürste. Das System reinigt sich selbst und kommt selbst mit langen Haaren zurecht. Dank HyperForce Saugleistung verschwinden Staub und Schmutz auf verschiedenen Arten von Böden und Teppichen, da auch die kleinsten Partikel spurlos beseitigt werden.
FlexiArm Riser Seitenbürste und Mopp – Die FlexiArm Technologie ist die Grundlage der doppelten Roboterarme für die Seitenbürste und den Mopp, damit Schmutz aus Ecken, an Kanten und unter Möbeln gekonnt aufgekehrt wird.
AdaptiLift Chassis als Branchenpremiere – Das gesamte Gehäuse kann abgenommen werden. Dabei sind die drei Räder unabhängig voneinander einstellbar. So erreicht dein Roborock auch schwer erreichbarre Stellen wie ein allrad-betriebener Geländewagen – für optimale Reinigungsabdeckung.
Roborock Core Integration installieren
Ich beginne in Home Assistant mit einer sauberen Testumgebung, sodass jeder Schritt nachvollziehbar ist. Die Core Integration lässt sich über Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen installieren. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse und des Bestätigungscodes erscheinen alle Roborock-Geräte automatisch in der Übersicht.
Damit steht das Fundament, auf dem die gesamte spätere Kartenfunktionalität aufbaut.
Custom Map Integration über HACS installieren
Die Vacuum Map Card benötigt spezielle Map-Datenstrukturen. Die normale Roborock-Integration stellt diese jedoch nicht vollständig bereit. Genau dafür dient die Roborock Custom Map Integration.
Nach dem Öffnen des Repositorys in HACS sucht man nach Roborock Custom Map Integration und drückt auf herunterladen. Anschließend ist ein Neustart von Home Assistant erforderlich. Roborock
Wichtig: Die bisherige Image-Entität des Roboters sollte deaktiviert werden. Die neue Custom-Image-Entität wird später in der Vacuum Map Card genutzt.
Vacuum Map Card installieren
Die Karte selbst wird ebenfalls über HACS installiert.
Ein Neustart ist hier nicht notwendig. Danach kann ich direkt im Dashboard eine neue Karte hinzufügen und folgende Einstellungen setzen:
Plattform: Roborock
Staubsauger: Eure Sauger Entität
Image: die neue, durch die Custom Map Integration erzeugte Map-Entität
Die Karte zeigt nun die vollständige Umgebung an und bildet die Grundlage für die spätere Raumsteuerung.
Räume korrekt einrichten
Damit die Karte weiß, welche Bereiche ausgewählt werden können, müssen die Räume in der Roborock App korrekt definiert bzw. bereinigt werden.
Über Karte bearbeiten → Erstelle Raumkonfiguration wird die Raumkonfiguration ausgelesen und im YAML Code der Karte angelegt. Im Code-Editor kann man dann die Erstellung überprüfen.
Hier zeigt Home Assistant zwar sämtliche Räume an, allerdings meist in mehrfacher Ausführung. Ich lösche alle überflüssigen Einträge und behalte nur diejenigen, die tatsächlich existieren – in meinem Fall Flur, Studio und Büro. Mir ist dabei aufgefallen, wenn man von unten nach oben geht, dann hat man an den letzten Stellen immer die korrekten Räume mit ihren IDs. D.h. ich geht wie im Beispiel Studio, Büro, Flur nach oben und löscht wie im Video gezeigt die überflüssigen Räume
Nach dem Speichern erscheinen die Räume korrekt und lassen sich über die Karte selektieren.
Erweiterte Reinigungsoptionen – ohne Skriptanpassungen
Viele Anwender starten die Reinigung direkt über die Karte und stellen die gewünschten Parameter dort ein. Das funktioniert zuverlässig. Auch Saugleistung, Modi und Wischintensitäten lassen sich dort einstellen.
Da ich selbst häufig erst sauge und anschließend wische, habe ich ein eigenes erweitertes Vorgehen entwickelt. Dieses ermöglicht es mir über ein Skript erst zu saugen und dann zu wischen und gleichzeitig alle relevanten Parameter vorzubelegen.
Die benötigten Entitäten – etwa für Mop-Modus, Wischintensität oder Ventilatorgeschwindigkeit – lassen sich zuvor über die Entwicklerwerkzeuge bestimmen. Wichtig, achtet darauf, dass wir die korrekten Attribute bei der Übergabe an das Skript übernehmt.
Dynamisches Skript für erst Saugen und dann Wischen ( nur für Roborock Saugroboter)
Damit die Reinigung komfortabel über einen einzigen Button in der Karte ausgelöst werden kann, erweitere ich die Kartenkonfiguration. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Menüpunkt wie „Saugen und Wischen“. Dieser greift auf die zuvor definierten Parameter zu und löst die Reinigungssequenz aus. Roborock
Um jetzt ein zusätzliches Skript aufzurufen, müssen wir ein paar Parameter im YAML Code ergänzen. Diese fügen wird direkt unterhalb der vorherigen Eintragungen ( bei euch demnach nach euren Räumen mit den Koordinaten ) ein.
Die Parameter fan_speed_saugen, fan_speed_wischen, mop_intensity_saugen. mop_intensity_wischen, sind nach den zuvor ausgelesenen Attributen aus den Entwicklerwerkzeugen einzusetzen. Bitte nicht einfach kopieren, denn jeder Roborock Roboter hat hier unter Umständen andere Namen in den Attributen!
Jetzt fehlen und bei de predefined_selections: nur noch die Räume. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder man kopiert sich die „predefined_selections“ aus dem vorherigen Code Abschnitt, oder aber man nutzt einen YAML-Anker. Ich nutze einen YAML-Anker, um Raumdefinitionen nicht doppelt pflegen zu müssen. Das reduziert die Fehleranfälligkeit und erleichtert spätere Anpassungen.
Dazu geht an die erste Stelle mit“ predefined_selections“ im Code.
und fügt dort folgendes nach dem Doppelpunkt ein:
&seg
Dann geht zum letzten Eintrag mit „predefined_selections“, also der Blog, den ihr zuvor eingefügt hattet.
Dort fügt nun nach dem Doppelpunkt ein :
*seg
ein.
Jetzt nur noch auf „Speichern“ drücken. Und der Abschnitt nach eurem letzten „predefined_selections“ wird automatisch mit den Eintragungen aus dem oberen Abschnitt gefüllt. Das Verfahren verringert aus meiner Sicht die Fehleranfälligkeit beim Kopieren und Einfügen.
Um euch die Möglichkeit zu geben eure YAML Konfiguration der Vacuum Map Card abzugleichen, habt ihr hier nochmal den kompletten YAML Code meiner eigenen Konfiguration. Bitte beachtet, dass ihr eure eigene Raumkonfiguration erstellen müsst, da diese in meinem Setup auf unsere Raumkonfiguration in der Roborock App abgestimmt ist!
Nach der vollständigen Einrichtung lassen sich Räume über die Vacuum Map Card einfach auswählen. Wenn ich einzelne Bereiche oder mehrere Räume zu einer kombinierten Reinigung zusammenfasse, genügt ein Klick auf den jeweiligen Button. Der Roboter fährt die Bereiche nacheinander ab und führt, je nach Einstellung, Saugen und Wischen exakt in dieser Reihenfolge aus. Roborock
Diese Lösung funktioniert zuverlässig mit allen Roborock-Modellen, die von der Core-Integration unterstützt werden.
Fazit
Durch die Kombination aus Roborock Core Integration, Roborock Custom Map Integration und Vacuum Map Card wird Home Assistant deutlich leistungsfähiger. Die Kartenansicht erleichtert die Steuerung im Alltag erheblich und bietet eine sehr klare Übersicht über alle Räume.
Während bei uns zu Hause meine Frau die puristische Ansicht bevorzugt, nutze ich gerne die Vacuum Map Card mit den erweiterten Funktionen. Beide Varianten haben ihre Vorteile – entscheidend ist, was im Alltag besser funktioniert. Den Blogbeitrag zu meiner alten Lösung findet ihr hier:
Wenn du eigene Ideen oder Optimierungen hast, freue ich mich über Rückmeldungen. Ergänzende Dateien und Konfigurationen findest du wie gewohnt auf meiner Blogseite.
Kennst du das Problem, dass Home Assistant manchmal „denkt“, du bist nicht zu Hause – obwohl du gerade gemütlich auf der Couch sitzt? Oft liegt das daran, dass ein einzelner Sensor (z. B. dein Handy im WLAN) den Ausschlag gibt. Ist der Akku leer oder das WLAN kurz aus, geht Home Assistant davon aus: niemand zu Hause!
Genau hier kommt der Bayesian Sensor ins Spiel. Er arbeitet nicht mit starrer Logik, sondern mit Wahrscheinlichkeiten. Damit wird deine Präsenzerkennung so zuverlässig wie nie zuvor.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Bayesian Sensor in Home Assistant einrichtest, konfigurierst und sinnvoll in deine Automatisierungen einbindest.
Was ist der Bayesian Sensor?
Der Bayesian Sensor (oft auch „Bayes-Sensor“ genannt) ist eine Integration in Home Assistant, die auf dem Bayes’schen Wahrscheinlichkeitsprinzip basiert. Das klingt erst mal nach Statistik, ist aber unglaublich nützlich: Der Sensor kombiniert verschiedene Zustände (z. B. WLAN-Verbindung, Tür geöffnet, Bewegung erkannt) und berechnet daraus eine Gesamtwahrscheinlichkeit, ob du zu Hause bist oder nicht.
Das Entscheidende: Du kannst jedem Sensor eine eigene Gewichtung geben. So denkt dein Smart Home nicht mehr in „Ja/Nein“, sondern in „Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand da ist?“
Beispiel:
WLAN ist verbunden → +20 %
Companion App meldet „Zuhause“ → +30 %
Haustür wurde geöffnet → +10 %
Bewegung im Flur → +15 %
➡️ Ab einer bestimmten Schwelle (z. B. 60 %) wird der Zustand auf „anwesend“ gesetzt.
Warum Wahrscheinlichkeiten besser sind als Logik
Die klassische Logik („UND“ / „ODER“) in Home Assistant ist anfällig für Störungen. Wenn du zum Beispiel folgende Bedingung nutzt:
„Nur wenn WLAN und Companion App beide ‘Home’ melden, gilt Anwesenheit als wahr“
…dann reicht ein kleiner WLAN-Aussetzer – und dein ganzes System glaubt, du bist weg. Lichter gehen aus, Heizung wird abgesenkt, und du wunderst dich, warum alles dunkel wird.
Mit dem Bayesian Sensor passiert das nicht. Er „denkt“ wie ein Mensch und gewichtet jede Information nach ihrer Verlässlichkeit.
Einrichtung des Bayesian Sensors in Home Assistant
🧭 Hinweis: Du findest die Integration unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen → Bayesian Sensor
Ich zeige dir hier die wichtigsten Schritte an einem Beispiel für die Präsenzerkennung.
Grundwahrscheinlichkeit festlegen
Zuerst definierst du, wie wahrscheinlich es generell ist, dass du zu Hause bist. Wenn du z. B. werktags 8 Stunden arbeitest, kannst du sagen:
Grundwahrscheinlichkeit : 40 % , dass ich zu Hause bin
Die Wahrscheinlichkeitsschwelle habe ich auf 60% gelegt. D.h. wenn diese Schwelle überschritten wird, gilt der Zustand „zu Hause“ .
Beobachtungen (Observations) hinzufügen
Jetzt kommen deine Sensoren ins Spiel. Jede Beobachtung bekommt zwei Werte:
prob_given_true: Wahrscheinlichkeit, dass der Sensor „an“ ist, wenn du da bist
prob_given_false: Wahrscheinlichkeit, dass der Sensor „an“ ist, obwohl du nicht da bist
Hier ein Beispiel für die Companion App:
🧩 Damit sagst du: Wenn mein iPhone auf „home“ steht, bin ich mit 95 %iger Sicherheit zu Hause.
WLAN-Sensor hinzufügen
WLAN-Verbindungen sind nützlich, aber nicht immer zuverlässig (z. B. bei iPhones im Sleep-Modus). Ich nutze in meinem Setup Unifi, du kannst aber genauso gut die FritzBox-Integration oder einen Ping-Sensor verwenden.
Beispiel-Template (mit 10-Minuten-Check):
{% set wlan = states('device_tracker.unifi_default_54_eb_e9_bd_03_13') %}
{% set last_upd = as_timestamp(states.device_tracker.unifi_default_54_eb_e9_bd_03_13.last_updated, 0) %}
{% set age = as_timestamp(now()) - (last_upd or 0) %}
{{ wlan == 'home' or (age < 10) }}
Türkontakt als zusätzlicher Indikator
Wenn du nach Hause kommst, öffnest du normalerweise eine Tür. Das kannst du clever nutzen, um die Wahrscheinlichkeit weiter zu erhöhen:
Dadurch berücksichtigt der Sensor Türaktivität nur in den letzten zwei Minuten – perfekt für das Szenario „Nach Hause kommen“.
Live-Test & Feinabstimmung
Nachdem du alles eingerichtet hast, kannst du den Zustand in den Entwicklerwerkzeugen prüfen. Die Entität zeigt dir:
Wenn du z. B. dein WLAN deaktivierst, sinkt der Wert leicht – bleibt aber über 0.6, solange andere Sensoren „Zuhause“ melden.
So erreichst du endlich ein stabiles Verhalten, auch bei kleinen Aussetzern.
Erweiterte Anwendungen
Der Bayesian Sensor kann weit mehr als nur Präsenzerkennung. Ein paar Ideen, wie du ihn nutzen kannst:
Nachtmodus aktivieren, wenn:
keine Bewegung mehr erkannt wird
alle Media Player aus sind
bestimmte Lichter aus sind
„Nicht zu Hause“-Modus, wenn:
niemand mehr aktiv ist
Tür längere Zeit geschlossen bleibt
Bewegungsmelder inaktiv sind
Dadurch erhältst du fließende Zustände, die viel realistischer wirken als reine Logik.
Kombination mit Automatisierungen
Du kannst den Bayesian Sensor wie jeden anderen Binärsensor in Automationen nutzen:
alias: Licht ausschalten bei Abwesenheit
trigger:
- platform: state
entity_id: binary_sensor.tobias_zuhauses_bayes
to: 'off'
action:
- service: light.turn_off
target:
area_id: wohnzimmer
Tipps für dein Setup
✅ Starte mit 2–3 Beobachtungen und erweitere schrittweise ✅ Teste Änderungen über die Entwicklerwerkzeuge ✅ Achte auf realistische Gewichtungen (WLAN nie zu hoch gewichten) ✅ Nutze Templates, um zeitbasierte Bedingungen (z. B. „letzte 10 Minuten“) einzubauen ✅ Lies die Wahrscheinlichkeiten aus und beobachte den Verlauf über ein paar Tage
Fazit – Warum der Bayesian Sensor so stark ist
Der Bayesian Sensor ist für mich einer der unterschätztesten, aber mächtigsten Sensoren in Home Assistant. Er ermöglicht eine flexible, menschlich anmutende Logik – ohne komplizierte Node-RED-Flows oder YAML-Monster.
Ich verwende ihn mittlerweile für:
Präsenzerkennung
Nachtmodus
Energiesteuerung (z. B. „Wahrscheinlichkeit, dass jemand gleich heimkommt“)
und Szenarien mit mehreren Personen
👉 Probiere es aus – du wirst schnell merken, wie stabil deine Automatisierungen werden.
Schreib mir gerne in die Kommentare, wofür du den Bayesian Sensor nutzt oder welche Kombinationen bei dir besonders gut funktionieren.
Es war wieder Zeit für die Automatisierung des Monats – und diesmal wollte ich bewusst etwas Einfaches zeigen. Etwas, das wirklich jeder in Home Assistant umsetzen kann, ohne sich durch komplexe YAML-Strukturen oder unübersichtliche Gruppen zu kämpfen.
Ich nenne es die „Nachtmodus-mit-Labels-Methode“. Sie hilft, dein Smart Home strukturiert, flexibel und wartungsarm zu gestalten. Und das Beste: Du kannst sie in wenigen Minuten umsetzen.
🏠 Was soll der Nachtmodus eigentlich tun?
Der typische Nachtmodus schaltet im Smart Home:
alle Lichter aus,
fährt die Rollos herunter,
regelt die Heizung runter
und deaktiviert unnötige Geräte.
Doch wie immer steckt der Teufel im Detail: Nicht jedes Gerät soll sich ausschalten. Mein Server zum Beispiel hängt an einem Smart Plug – wenn der ausginge, wäre es schnell vorbei mit Home Assistant. 😅
Früher habe ich das über Gruppen geregelt. Aber Gruppen müssen ständig gepflegt und aktualisiert werden, sobald neue Geräte hinzukommen oder sich Namen ändern. Und das ist genau der Punkt, wo Labels die perfekte Lösung sind.
🏷️ Labels – der Gamechanger für Automatisierungen
Labels sind in Home Assistant ein oft übersehenes, aber mächtiges Feature. Du findest sie unter Einstellungen → Bereiche, Labels & Zonen → Labels
Hier kannst du jedem Gerät oder jeder Entität ein oder mehrere Labels zuweisen – und später in Automatisierungen darauf zugreifen.
Ich habe mir also ein Label mit dem Namen „Nachtmodus“ angelegt, mit Symbol 🌙 und einer passenden Farbe. Anschließend weise ich dieses Label einfach allen Geräten zu, die beim Aktivieren des Nachtmodus reagieren sollen:
Lampen
Wandlampe im Büro
Rollos im Schlafzimmer
Thermostat im Büro
Fertig – kein manuelles Gruppieren mehr nötig. Ihr verseht nun alle Geräte, die ihr in der Nacht in irgendeiner Art im Zustand verändern wollt mit diesem Label.
💡 Geräte mit Labels verbinden
Damit du den Überblick behältst, kannst du Labels direkt über das Zahnrad-Symbol im Geräte-Menü vergeben. Ich gehe dabei Schritt für Schritt vor:
Schalter oder Steckdose → ebenfalls Label hinzufügen
Thermostat → Label „Nachtmodus“ zuweisen
Optional: Abdeckung (Rollo) → Label ergänzen
Ihr könnt auch weitere Geräte, wie ein Türschloss, Mediaplayer etc.. hinzufügen.
Damit ist die Vorarbeit abgeschlossen – jetzt kann die Automatisierung kommen.
⚙️ Die Automatisierung für den Nachtmodus erstellen
Gehe zu Einstellungen → Automatisierungen & Szenen → Neue Automatisierung erstellen.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Ich baue eine Automatisierung, die nicht auf feste Entitäten zugreift, sondern nur auf Labels. Dadurch bleibt sie dynamisch.
Schritt 1: Auslöser definieren
Der Auslöser kann frei gewählt werden:
ein Schalter am Bett,
ein Zigbee-Button,
ein Dashboard-Taster,
oder eine Sprachsteuerung über Alexa.
Ich verwende meist einen einfachen Schalter und nenne den Auslöser „Nachtmodus aktivieren“.
Schritt 2: Aktionen festlegen
Jetzt werden alle Aktionen hinzugefügt, die über das Label gesteuert werden:
service: light.turn_off
target:
label: Nachtmodus
Dasselbe Prinzip gilt auch für andere Gerätetypen:
Dadurch schaltet Home Assistant alle Geräte mit dem Label „Nachtmodus“ automatisch aus oder regelt sie herunter. Wenn du später neue Geräte hinzufügst, musst du nur das Label vergeben – keine Änderungen an der Automatisierung nötig!
🔍 Testen und Feinschliff
Ich empfehle, den Nachtmodus zunächst manuell über die drei Punkte in der Automatisierung auszuführen, um zu prüfen, ob alle Geräte reagieren. Bei mir gingen sofort alle Lichter aus, die Heizung wurde heruntergeregelt – perfekt.
Zur Kontrolle kannst du in den Entitäten nach „Nachtmodus“ filtern. Dort siehst du alle zugehörigen Geräte und deren aktuellen Status.
📈 Warum Labels so viel besser sind als Gruppen
Hier die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
✅ Weniger Pflegeaufwand – keine Gruppen mehr anpassen ✅ Mehr Flexibilität – ein Gerät kann mehreren Labels angehören (z. B. Nachtmodus, Urlaub, Energiesparen) ✅ Bessere Übersicht – klare Struktur im Gerätemanagement ✅ Automatisierungen bleiben unverändert – selbst bei vielen Änderungen im System
Ich nutze Labels inzwischen nicht nur für den Nachtmodus, sondern auch für:
Urlaubsmodus
Energiesparmodus
Szenensteuerungen
Zeitgesteuerte Aktionen
🌅 Und am nächsten Morgen?
Natürlich lässt sich die gleiche Logik auch für den Morgenmodus anwenden. Einfach ein zweites Label anlegen, z. B. „Morgenmodus“, und damit die gewünschten Aktionen starten:
Lichter im Flur an
Rollos hoch
Heizung auf Komforttemperatur
So baust du dir Schritt für Schritt ein modulares Smart Home-System, das leicht zu pflegen ist und immer nachvollziehbar bleibt.
💬 Fazit – Einfach, klar und wirkungsvoll
Mit dem Home Assistant Nachtmodus über Labels erreichst du maximale Kontrolle bei minimalem Aufwand. Du kannst neue Geräte in Sekunden integrieren, behältst die Übersicht und brauchst keine YAML-Monster oder endlosen Gruppenlisten mehr.
Für erfahrene Nutzer ist es ein effizienter Weg, bestehende Strukturen zu optimieren. Für Einsteiger ist es die perfekte Methode, Automatisierungen endlich zu verstehen – intuitiv, visuell und sauber aufgebaut.
Home Assistant Medikamente Erinnerung – So richtest du die Erinnerung mit Blueprint ein
Viele meiner Videos und Blogbeiträge drehen sich um klassische Smart-Home-Themen wie Lichtsteuerung, Heizung oder Anwesenheitserkennung. Doch manchmal bekomme ich Anfragen aus der Community, die mich wirklich zum Nachdenken bringen. So auch dieses Mal: Ein Zuschauer schrieb mir, dass er sich wünscht, zuverlässig daran erinnert zu werden, seine Medikamente einzunehmen. Eine einfache, aber unglaublich wichtige Funktion, die Home Assistant leisten kann.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du eine Home Assistant Medikamente Erinnerung mit einem Blueprint umsetzt. So kannst du dich oder deine Angehörigen zuverlässig daran erinnern lassen, Tabletten rechtzeitig einzunehmen – direkt per Push-Benachrichtigung aufs Smartphone.
Warum dieses Thema so wichtig ist
Smart Home bedeutet für mich nicht nur Komfort oder Spielereien, sondern auch echte Unterstützung im Alltag. Besonders ältere Menschen oder Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, profitieren von einer automatisierten Erinnerung.
Mit Home Assistant können wir genau das umsetzen:
Eine Push-Benachrichtigung erinnert dich zur festgelegten Uhrzeit.
Du kannst direkt in der App bestätigen, ob du die Medikamente genommen hast.
Der Status lässt sich zusätzlich im Dashboard anzeigen und nachverfolgen.
👉 Damit wird Home Assistant zu einer echten Alltagshilfe.
Erste Überlegungen: Automatisierung oder Blueprint?
Mein erster Gedanke war: Ich könnte eine Automatisierung selbst schreiben. Das ist möglich, setzt aber einiges an Vorwissen voraus und kann schnell komplex werden. Da nicht jeder tief in YAML und Automatisierungen einsteigen möchte, habe ich nach einer einfacheren Lösung gesucht – und bin fündig geworden.
Die Lösung: Ein fertiger Blueprint aus der Home Assistant Community. Damit lassen sich Erinnerungen in wenigen Schritten umsetzen – auch für Einsteiger.
Voraussetzungen
Um die Home Assistant Medikamente Erinnerung einzurichten, benötigst du:
Ein funktionierendes Home Assistant Setup
Die Home Assistant Companion App (iOS oder Android)
Ein Smartphone, das Push-Benachrichtigungen empfangen kann
Die Companion App ist kostenlos im App Store oder Google Play Store verfügbar. Darüber erhältst du die Erinnerungen und kannst direkt bestätigen, ob du die Medikamente genommen hast oder nicht.
Blueprint installieren
Der von mir getestete Blueprint stammt von Matthieu Bourgain. Du findest ihn über GitHub oder direkt über die Community-Seite.
Klicke auf Import Blueprint to my Home Assistant (wahlweise iOS oder Android).
Wähle deine Home Assistant Instanz aus.
Importiere den Blueprint mit dem Namen Medication Reminder.
Nach dem Import findest du ihn unter: Einstellungen → Automatisierungen & Szenen → Blueprints
Blueprint konfigurieren
Nach dem Import kannst du deine Erinnerung individuell einrichten. Die wichtigsten Einstellungen sind:
Uhrzeit: Wann soll die Erinnerung kommen? (z. B. 17:00 Uhr)
Gerät: An welches Smartphone soll die Benachrichtigung geschickt werden?
Input Boolean: Damit kannst du den Status im Dashboard darstellen.
So legst du im Dashboard ein sichtbares Element an, das dir jederzeit zeigt, ob die Pille schon genommen wurde.
So wird die Erinnerung z. B. nur werktags ausgelöst.
Hier nochmal ein Beispiel mit allen Wochentagen und Aufruf des Blueprint im Yaml Code.
Mehrere Medikamente verwalten
Du brauchst mehr als eine Erinnerung? Kein Problem:
Einfach unter Blueprints den Blueprint aufrufen und daraus eine neue Automatisierung erstellen.
Neue Uhrzeit und neues Input Boolean anlegen
Im Dashboard kannst du beliebig viele Medikamente darstellen
Damit lassen sich auch mehrere Tabletten zu unterschiedlichen Uhrzeiten zuverlässig abbilden.
Mein Fazit
Die Home Assistant Medikamente Erinnerung ist ein Paradebeispiel dafür, wie Smart Home echten Mehrwert im Alltag bringt. Gerade ältere Menschen oder Familienmitglieder können so zuverlässig unterstützt werden.
Für mich persönlich ist das ein spannender Schritt, weil es zeigt: Smart Home ist nicht nur Komfort, sondern auch eine sinnvolle Alltagshilfe.
Wenn du eigene Ideen oder Erweiterungen hast, schreib sie mir gerne in die Kommentare – gemeinsam können wir solche Lösungen noch besser machen.
✅ Zusammenfassung
Ein Zuschauerwunsch brachte mich auf die Idee, eine Home Assistant Medikamente Erinnerung einzurichten.
Mit einem Blueprint geht das schnell und einfach.
Push-Benachrichtigungen mit Bestätigungsbuttons erinnern zuverlässig.
Logbuch & Dashboard geben zusätzliche Kontrolle.
Mit YAML kannst du die Erinnerung auf bestimmte Wochentage beschränken.
Damit vergisst du nie wieder deine Tabletten – und setzt Home Assistant sinnvoll für die Gesundheit ein.
Willkommen zurück auf meinem Blog! Heute möchte ich dir zeigen, wie du mit Home Assistant und einem einfachen Smart Plug deine Waschmaschine und deinen Trockner überwachen kannst.
Die Idee: Sobald ein Gerät fertig ist, bekommst du eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone. Das Ganze ist Teil meines Formats „Automatisierung des Monats“. Ziel ist es, dir in überschaubarer Zeit eine praxistaugliche Lösung zu zeigen, die du sofort umsetzen kannst – ohne HACS, ohne Blueprints, einfach mit Bordmitteln von Home Assistant.
Warum überhaupt überwachen?
Jeder kennt es: Man stellt die Waschmaschine oder den Trockner an und vergisst danach, dass die Geräte laufen. Am Ende bleibt die Wäsche viel zu lange drin oder man läuft mehrmals in den Keller, nur um festzustellen, dass das Programm noch nicht fertig ist.
Hier hilft Home Assistant. Mit der richtigen Automatisierung kannst du dir viel Zeit sparen und den Alltag ein gutes Stück smarter gestalten.
Die Grundidee
Das Prinzip ist denkbar einfach:
Ein Smart Plug misst den Stromverbrauch deiner Geräte.
In Home Assistant wertest du die Verbrauchsdaten aus.
Mit Schwellenwerten und Zeitbedingungen erkennst du, ob das Gerät läuft oder fertig ist.
Am Ende bekommst du eine Benachrichtigung auf dein Handy.
Genau dieses Setup möchte ich dir im Detail vorstellen.
Welchen Smart Plug verwenden?
Ich selbst nutze einen Zigbee-Stecker, weil er zuverlässig und lokal arbeitet. WLAN-Steckdosen funktionieren zwar auch, hängen aber oft von der Cloud ab – und das möchte ich in meinem Smart Home vermeiden.
Mein Tipp: Wenn du kannst, setze auf Zigbee. Es funktioniert schnell, stabil und ist direkt in Home Assistant integrierbar.
Hier bekommst du den Smart Plug, den ich gerne einsetze*:
HOHE LEISTUNG BIS ZU 2500W – FÜR STARKE HAUSHALTSGERÄTE: Die NOUS A1Z Smart Steckdose unterstützt eine maximale Leistung von 10A , was sie ideal für leistungsstarke Geräte wie Waschmaschinen, Trockner, Heizungen oder Klimaanlagen macht. Perfekt für alle, die smarte Steuerung mit starker Energie brauchen – ganz ohne Kompromisse.
ECHTZEIT-ENERGIEÜBERWACHUNG FÜR MEHR KONTROLLE UND SPAREN: Behalten Sie Ihren Stromverbrauch jederzeit im Blick: Die integrierte Verbrauchsanalyse zeigt in der NOUS Smart App sowohl den aktuellen Energiebedarf als auch Tages- und Monatsstatistiken. So können Sie gezielt Stromfresser erkennen, die Effizienz steigern und Ihre Energiekosten senken – nachhaltig und transparent.
ZIGBEE-HUB ERFORDERLICH – SICHERE UND STABILE VERBINDUNG: Für die Nutzung dieser Steckdose ist ein ZigBee 3.0 Gateway (ZigBee Hub Erforderlich E1 oder E7) erforderlich. Nur so ist die reibungslose Integration in Ihr Smart Home möglich – mit schneller Reaktionszeit, zuverlässiger Verbindung und der Möglichkeit, die Steckdose auch als ZigBee-Repeater zu nutzen.
INDIVIDUELLE SZENEN, ZEITPLÄNE UND TIMERFUNKTIONEN: Automatisieren Sie Ihren Alltag nach Ihren eigenen Regeln: Legen Sie Zeitpläne fest, wann sich Geräte ein- oder ausschalten sollen – z. B. das Licht abends im Kinderzimmer oder den Heizlüfter am Morgen. Erstellen Sie Szenen, um mehrere Geräte gleichzeitig zu steuern. Ideal für Routinen, Energieersparnis und mehr Komfort.
KOMPAKTES DESIGN MIT REPEATER-FUNKTION FÜR IHR ZIGBEE-MESH: Das platzsparende Gehäuse blockiert keine benachbarten Steckdosen – ideal für Mehrfachstecker und enge Wandflächen. Gleichzeitig dient der Plug als ZigBee-Repeater und stärkt das Signal innerhalb Ihres ZigBee-Mesh-Netzwerks. So verbessern Sie Reichweite und Stabilität Ihres gesamten Smart-Home-Systems.
Einrichtung in Home Assistant
Sobald der Smart Plug eingebunden ist (z. B. über Zigbee2MQTT oder ZHA), findest du im Home Assistant zwei wichtige Entitäten:
Leistung (Watt)
Energieverbrauch (kWh)
Wir brauchen vor allem die Leistung, denn daran erkennst du, ob das Gerät aktiv arbeitet oder nicht.
Bevor du eine Automatisierung erstellst, solltest du dir den Verlauf deiner Geräte anschauen.
Beim Trockner ist das Verhalten relativ eindeutig: Er springt sofort auf einen höheren Verbrauch (z. B. 200–300 Watt) und bleibt dort, bis er fertig ist.
Bei der Waschmaschine sieht es anders aus: Hier gibt es viele Peaks und Pausen, teilweise geht der Verbrauch sogar kurz auf 0 Watt.
Daraus ergibt sich:
Für den Trockner reicht oft eine klare Schwelle. Bei Knitterschutzprogrammen kann es dann aber doch nötig sein mit einer Mindestdauer zu arbeiten, gerade für den „Abschaltvorgang“.
Für die Waschmaschine brauchst du zusätzlich eine Mindestdauer, damit nicht jeder kurze Verbrauchswechsel eine „Fertig“-Meldung auslöst.
Die Automatisierung erstellen
Jetzt kommt der spannende Teil: die Automatisierung in Home Assistant.
Trigger: Gerät läuft, wenn über 80 Watt für mindestens 2 Minuten.
Wartezeit: Bis zu 4 Stunden (anpassbar je nach Gerät).
Bedingung fürs Ende: Unter 3 Watt für 2 Minuten → Gerät ist fertig ( Kleiner als Knitterschutz Intervall).
Aktion: Push-Benachrichtigung auf dein Handy.
Für die Waschmaschine
Die Logik ist dieselbe, nur die Wartezeit im „unter 3 Watt“-Zustand sollte bei der Waschmaschine länger sein. Denn bei Eco-Programmen gibt es Phasen, in denen die Maschine nichts tut, obwohl sie noch läuft.
Simulation & Test
Ein wichtiger Schritt: Teste deine Automatisierung!
In Home Assistant kannst du über die Entwicklerwerkzeuge simulieren, wie sich deine Entität verhält. Setze den Wert manuell auf über 80 Watt und warte, ob der Trigger auslöst. Danach stellst du den Wert auf 1 Watt, um den Abschluss zu testen.
Das spart Zeit und du musst nicht immer eine echte Wäsche starten.
Push-Benachrichtigung aufs Handy
Ich nutze die Home Assistant Companion App auf meinem Smartphone. Damit landen die Meldungen zuverlässig als Push-Nachricht direkt auf dem Display.
So bekomme ich sofort mit, wenn die Wäsche fertig ist – egal ob ich gerade im Wohnzimmer sitze oder unterwegs bin.
Tipps zur Feinabstimmung
Schwellenwerte anpassen: Schau dir die Verbrauchskurven deines Geräts an. Manche Trockner verbrauchen im Idle-Modus z. B. 10 Watt statt 3 Watt.
Wartezeit optimieren: Bei Waschmaschinen mit Eco-Programmen können Pausen >10 Minuten vorkommen. Passe die „unter 3 Watt“-Zeit entsprechend an.
Mehrere Geräte überwachen: Du kannst dieselbe Automatisierung auch für den Geschirrspüler verwenden – einfach die Entität anpassen.
Mein Fazit
Mit einem einfachen Smart Plug und Home Assistant kannst du deine Waschmaschine und deinen Trockner zuverlässig überwachen.
Das Ganze ist kostengünstig, stabil und leicht erweiterbar. Und du musst dir nie wieder Gedanken machen, ob die Wäsche fertig ist.
Ich hoffe, diese Automatisierung des Monats hilft dir im Alltag weiter. Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Automatisierung ich im nächsten Monat zeigen soll – Ideen habe ich schon, aber deine Wünsche sind mir wichtig.
Bis zum nächsten Mal – und viel Spaß beim Nachbauen! 🚀
Diese Home Assistant Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du die perfekte Smart-Home-Zentrale aufbaust – von der Hardware-Auswahl über die Einrichtung bis hin zu ersten Automatisierungen. Egal ob du kompletter Home Assistant Einsteiger bist oder schon Erfahrung mit Smart Home hast – hier findest du Tipps, die dir sofort weiterhelfen und auch Profis noch Mehrwert bieten.
1. Was ist Home Assistant und warum nutze ich es?
Home Assistant ist eine kostenlose Open-Source-Software, die dein komplettes Smart Home zentral steuert – unabhängig davon, ob deine Geräte über WLAN, Zigbee, Z-Wave, Matter oder andere Protokolle kommunizieren.
Das Beste: Du kannst Home Assistant komplett lokal betreiben – ohne Cloud-Zwang. Gerade bei sensiblen Daten wie Überwachungskameras im Garten ist das ein echter Vorteil.
2. Die passende Hardware für Home Assistant auswählen
Hier eine Übersicht der gängigsten Optionen – basierend auf meinen Erfahrungen:
Hardware-Option
Vorteile
Nachteile
Raspberry Pi 5 mit SSD
Schnell, energieeffizient, lange Lebensdauer, flexibel
SSD benötigt Adapter + Gehäuse, teurer als Pi 4
Raspberry Pi 5 mit microSD
Günstig, einfacher Start, kaum Bastelarbeit
microSD hat begrenzte Lebensdauer, langsamer als SSD
Mit dieser Home Assistant Anleitung hast du die wichtigsten Grundlagen für deinen Einstieg ins Smart Home. Ob du nur ein paar Lampen steuern willst oder komplexe Automatisierungen planst – Home Assistant bietet dir die Freiheit, dein Smart Home so zu gestalten, wie du es willst.
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – in diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich die Radonsensoren Air-Q, RadonEye RD200 und EcoCube in Home Assistant eingebunden habe, um Radonwerte dauerhaft zu überwachen und mein Smart Home sicherer zu machen.
Radon ist ein radioaktives Gas, das oft unbemerkt in Kellern oder schlecht belüfteten Räumen vorkommt. Ich habe mir deshalb angeschaut, wie sich Radon Sensoren in Home Assistant integrieren lassen, um die Raumluft jederzeit im Blick zu behalten. Dabei habe ich drei verschiedene Sensoren getestet, sie in Home Assistant eingebunden, die Werte analysiert und grafisch aufbereitet – sowohl direkt in der Oberfläche als auch mit Tools wie der Apex Chart Card und Grafana.
Warum eine Radonmessung im Smart Home wichtig ist
Radon kann sich in schlecht belüfteten Räumen ansammeln und langfristig gesundheitliche Probleme verursachen. Mit einer kontinuierlichen Messung erkennst du hohe Konzentrationen frühzeitig und kannst lüften oder andere Maßnahmen ergreifen. In einem smarten System wie Home Assistant lassen sich zudem Automationen erstellen, die bei Grenzwerten warnen oder Lüfter einschalten. Deshalb ist dieser Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide besonders hilfreich, um Automationen und Warnsysteme aufzubauen.
In dieser Grafik lässt sich sehr gut erkennen, wie durch gezieltes Lüften die Radon Werte sofort gesenkt werden können. Leider hatte der EcoSense Sensor genau in dieser Situation keine Werte aufgezeichnet, aber die anderen beiden Sensoren spiegeln die Situation sehr gut wieder.
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – Überblick der getesteten Sensoren
Hinweis Transparenz: Bei den hier vorgestellten Produkten handelt es sich um Affiliate Links. Wenn ihr das Produkt über den Link kauft, erhalte ich dafür eine Vermittlungsprovision. Der Preis ändert sich für euch dabei nicht! Ich verlinke nur Produkte, die ich auch selber im Einsatz habe und empfehlen kann. Ihr unterstützt damit meine Arbeit und meinen Kanal und erlaubt es mir, einige Anschaffungen für die Erstellung der Videos zu tätigen. Vielen Dank 🙂
Bevor wir zur Integration kommen, lohnt sich ein Blick auf die drei Geräte im Test. Jedes hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Air‑Q
Der Air‑Q‑Sensor ist in einer Science‑Variante erhältlich, die zusätzliche Messwerte wie Feinstaub liefert. Er arbeitet lokal auch ohne Cloud und bietet sehr präzise Radon‑Messungen. Allerdings ist er das teuerste Gerät im Vergleich.
Patentierter Hochpräzisions-Radon-Sensor misst zuverlässig radioaktives Gas und schützt vor Gesundheitsrisiken in Innenräumen.
Integrierte Sensoren überwachen zudem Feinstaub (PM1, PM2,5, PM10), VOC, CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck für ganzheitliche Raumluftanalyse.
Echtzeit-Messung mit 1,8 Sekunden Intervall sichert präzise Daten zur sofortigen Raumluftbewertung und effektiven Schadstoffkontrolle.
Benutzerfreundliche air-Q App mit KI-gestützter Analyse, individuellen Gesundheitstipps und flexibler Smart-Home-Integration, auch offline nutzbar. MQTT, IFTTT, Home Assistant und viele weitere Integrationen.
Erweiterbar mit Zusatzsensoren und professioneller Science-Option inkl. API-Zugriff und CSV-Export für intensive Datenanalyse und Anpassungen.
RadonEye RD200
Der RadonEye benötigt kein WLAN; er überträgt seine Daten per Bluetooth. Für Home Assistant brauchst du daher einen Bluetooth‑Proxy, z. B. den M5 Stack Atom.
✅ SCHNELL & EINFACH RADON MESSEN – Das Messgerät eignet sich bestens für die Kurz- & Langzeitmessung in privaten Wohnräumen. Es lässt sich kinderleicht bedienen & erfasst Radonwerte in Rekordzeit.
✅ RADON ECHTZEITWERT – Der schnellste Radonmesser auf dem Markt für Privatpersonen! Im Vergleich zu anderen Radon-Detektoren misst das RadonEye mit einem besonders kurzen Intervall von nur 10 Minuten.
✅ HOHE MESSGENAUIGKEIT – Radongas kann zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Das Gerät verwendet neuste Messtechnik & liefert präzise Messwerte. Bis zu 20x genauer als andere Radon Messgeräte.
✅ LIEFERUMFANG – Zusätzlich erhälst du eine deutsche Anleitung & Messtipps, um Radon richtig zu messen.
✌ INKL. SMARTPHONE APP – Verbinde dein Handy oder Tablet via Bluetooth mit dem RadonEye, um Werte detailliert abzulesen und zu exportieren (Excel). Bequeme & einfache Überwachung der Schutzmaßnahmen.
Mit diesem Proxy lassen sich die Daten zuverlässig an Home Assistant übermitteln.
Der EcoCube ist der günstigste Sensor im Vergleich. Er erfordert jedoch eine Cloud‑Anbindung; ohne Internetverbindung gibt es derzeit Einschränkungen. Die Messwerte liegen nahe an denen des Air‑Q, jedoch treten gelegentlich Aussetzer auf.
PATENTIERTE PROFESSIONELLE HOHE ZÄHLEFFIZIENZ: Radonempfindlichkeit ist 15-mal höher als das Mindestmaß für professionelle Tests
ERSTE ERGEBNISSE IN MINUTEN: Erste Radonmessung bereits 10 Minuten nach Anschluss des Stromkabels
SCHNELLE UND PRÄZISE ERFASSUNG SCHWANKENDER RADONWERTE: Da sich Radonwerte ständig ändern, ist eine kontinuierliche Langzeitüberwachung der sicherste Schutz für Ihre Familie
INTELLIGENTE ANSICHT VON KURZ- UND LANGFRISTIGEN RADON-TRENDS: Stündliche Daten und Diagramme jederzeit und überall mit der kostenlosen Ecosense-App (iOS/Android); die Installation der App ist erforderlich, und Benutzer müssen Benachrichtigungen aktivieren, um eine erfolgreiche Verbindung herzustellen
Stellen Sie sicher, dass Ihr EcoQube sich in Reichweite Ihres WLANs befindet und mit einem 2,4-GHz-Netzwerk verbunden ist (5-GHz-Steuerung auf Dualband-Routern deaktivieren). Für Unterstützung zur Internetverbindung finden Sie den QR-Code in der Verpackung oder sehen Sie sich das Video zur WLAN-Fehlerbehebung an
Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide – Schritt für Schritt erklärt
In diesem Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide zeige ich dir, wie du jeden Sensor Schritt für Schritt einbindest.. Die Schritte sind ähnlich aufgebaut: Gerät einrichten, Integration hinzufügen und Daten abrufen. Für jede Integration findest du Platzhalter für die entsprechenden Code‑Snippets, die du später in Home Assistant bzw. in YAML einfügen kannst.
Air‑Q integrieren
Melde dich im Sensor an und stelle die Datenübertragung auf lokal um.
Öffne in Home Assistant Geräte & Dienste und klicke auf Integration hinzufügen.
Suche nach Air‑Q und gib IP‑Adresse sowie Passwort ein.
Speichere die Integration. Der Sensor erscheint sofort und liefert Radon‑Werte.
Der Air‑Q liefert sehr zuverlässige Daten; im Test gab es keine Aussetzer. Beachte jedoch den hohen Preis.
RadonEye RD200 integrieren
Für den RD200 ist ein Bluetooth‑Proxy erforderlich. Unser Tipp: der M5 Stack Atom* – einen Link zum Video mit den ESP‑Grundlagen findest du hier.
Konfiguriere den Bluetooth‑Proxy
Installiere über HACS die RD200‑Integration. Füge das Repository hinzu und starte Home Assistant neu.
Unter Geräte & Dienste taucht die RD200‑Integration auf. Klicke auf Einrichten, wähle Standort und speichere. Nun siehst du die Radon‑Werte in Home Assistant.
Der RD200 misst zuverlässig. Allerdings ist die Verbindung über Bluetooth weniger komfortabel, wenn du die App verwenden möchtest.
Ecosense EcoCube integrieren
Die EcoCube‑Integration funktioniert über die Cloud, daher musst du deine Anmeldedaten angeben. Die notwendigen Dateien bekommst du über HACS.
Starte Home Assistant neu und wähle unter Integration hinzufügen die EcoCube-Integration.
Gib Benutzername und Passwort ein und wähle Becquerel pro Kubikmeter als Einheit.
Nach der Einrichtung erscheint der Sensor mit Radon‑Wert und Alarmstufe.
Beachte, dass EcoCube gelegentlich Verbindungsprobleme hat und die Cloud‑Anbindung für viele Nutzer ein Nachteil ist.
Radonwerte visualisieren und analysieren
Mit den richtigen Dashboards kannst du deine Radon‑Daten anschaulich darstellen.
Apex Chart Card und Tabbed Cards
In Home Assistant lassen sich Radon‑Werte mit der Apex Chart Card grafisch aufbereiten. Du kannst Zeiträume wie 2, 4 oder 10 Tage wählen und Schwellenwerte als Linien einfügen. Eine Ampel zeigt dir an, ob der Wert unter 100 Bq/m³ (grün), zwischen 100 und 200 Bq/m³ (gelb) oder darüber (rot) liegt.
Für Langzeitstatistiken empfiehlt sich die Kombination aus InfluxDB und Grafana. Diese Lösung speichert große Datenmengen effizient und bietet vielfältige Auswertungen. Der Autor verlinkt ein eigenes Video zur Grafana‑Integration. Details findest du im Beitrag Grafana mit Home Assistant.
Fazit – Welcher Radon Sensor ist der richtige?
Wenn du noch unsicher bist, welcher Sensor für dich der richtige ist – dieser Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide hilft dir bei der Entscheidung.
Alle drei Sensoren liefern brauchbare Messergebnisse. Der Air‑Q überzeugt mit sehr hoher Qualität, lokaler Datenverarbeitung und zusätzlichen Sensoren, ist aber teuer. Der RadonEye RD200 bietet ein gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis, erfordert jedoch einen Bluetooth‑Proxy. Der Ecosense EcoCube ist günstig und misst zuverlässig, benötigt aber die Cloud. Welche Lösung du wählst, hängt daher von deinem Budget und deinen Anforderungen ab.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, schau dir auch meine weiteren Blogbeiträge an. Dort findest du Video‑Tutorials zur Einrichtung, ESP, HACS‑Installation und zu Grafana. Hinterlasse gerne einen Kommentar, wenn du Fragen hast oder eigene Erfahrungen teilen möchtest – so hilfst du der Community und trägst zu einem sicheren Zuhause bei.
Teile gern deine Erfahrungen in den Youtube Kommentaren und sag mir, wie dir der Radon Sensoren in Home Assistant integrieren Guide geholfen hat.